Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!: 2019

[Review] Trine 4: The Nightmare Prince

Puzzle Platformer

Nachdem der Versuch das Gameplay von Trine in die dritte Dimension zu verlagern komplett nach hinten losgegangen ist (nicht weil das Spiel schlecht gewesen wäre, sondern weil schlichtweg nicht genug Geld vorhanden war um die Story fertig zu stellen), haben vermutlich nur die wenigsten damit gerechnet dass es jemals einen Nachfolger geben würde. Aber wie man sehen kann haben die Entwickler es tatsächlich noch ein weiteres Mal probiert. Und diesmal waren sie sogar in der Lage eine komplette, circa 10 Stunden dauernde Kampagne zu erstellen. Trine 4 setzt allerdings weder die Story des dritten Teils fort, noch macht es von dessen Gameplay Gebrauch. Stattdessen sind die Entwickler auf Nummer Sicher gegangen und haben einfach einen weiteren, klassischen 2.5D Teil entwickelt. Finde ich ein bisschen schade, aber nach dem Fiasko mit dem dritten Teil ist es mehr als nur verständlich, von daher will ich das niemandem ankreiden. Das Gameplay bietet außerdem mehr als genug Abwechslung um Spieler von Anfang bis Ende bei der Stange zu halten.

So muss man Luftströme mittels Planken reiten, Wasser umleiten um Wasserräder anzutreiben, Objekte durch Portale katapultieren, Maschinen mittels elektrischer Verbindungen reaktivieren, Objekte magnetisch miteinander verbinden, und so weiter und so fort. Um das zu bewerkstelligen muss man außerdem mal wieder zwischen dem Magier Amadeus, der Diebin Zoya und dem Ritter Pontius wechseln und deren Fähigkeiten miteinander kombinieren. Fans der Reihe werden sich also direkt wie zu Hause fühlen, wenngleich nicht alle Fähigkeiten übernommen wurden. So kann Amadeus zwar immer noch Blöcke und Planken beschwören, diese erscheinen aber nur noch über seinem Kopf und haben jeweils eine einheitliche Größe. Von daher macht es keinen Sinn die überhaupt noch auf den Bildschirm zu zeichnen da man sie auch einfach per Tastendruck beschwören kann.

Pontius

[Review] Neo Cab

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https://store.steampowered.com/app/794540/Neo_Cab/

Neo Cab lässt sich vermutlich am besten als Visual Novel im Stile von VA-11 Hall-A beschreiben, da ein Großteil des Gameplays einzig und allein darin besteht mit Kunden zu reden und sich deren Probleme anzuhören. Anstatt als Barkeeper in einem Cyberpunk Setting zu arbeiten, verdient man sich seinen Lebensunterhalt allerdings als Taxifahrer in einer Vision der nahen Zukunft — in einer Welt in der die meisten Menschen von selbstfahrenden Autos herumchauffiert werden und in der es Accessoires gibt die den Gemütszustand ihrer Träger mittels leuchtender Farben wiedergeben. Und genau darum dreht sich quasi auch das ganze Gameplay.

Anstatt selbst von A nach B fahren zu müssen sucht man sich nämlich einfach seinen nächsten Kunden aus, und dann muss man sich halt entscheiden ob man diesem bei seinem aktuellen Problem helfen will oder eben nicht. So gibt es zum Beispiel einen Fahrgast für den Leid und Depression was positives ist da er Mitglied eines Kultes ist der den Pain Worm verehrt, ein Monster das in den Tiefen der Erde schlummert und von negativen Emotionen gespeist wird. Da kann man also entweder mitspielen und den Kerl in gewisser Weise glücklich machen, oder man stellt seinen Glauben ständig in Frage und kassiert am Ende eine richtig schlechte Bewertung.

Neo Cab

[Review] AI: The Somnium Files

Zero Escape

AI: The Somnium Files ist das neueste Werk von Kotaro Uchikoshi, dem Schöpfer der Zero Escape Reihe. Wer sich dementsprechend ein ähnliches Spielerlebnis erhofft, den muss ich an der Stelle aber direkt enttäuschen, auch wenn zumindest gewisse Elemente übernommen wurden. Allen voran der Flowchart samt Story Locks die sich nur überwinden lassen indem man ein bisschen in der Story herumspringt um unterschiedliche Routen freizuschalten. Davon abgesehen hat es mit Zero Escape aber so gut wie nichts gemein, schon weil die Charaktere nirgendswo gefangen sind. Stattdessen kann man sich "frei" durch Tokyo bewegen um die Spuren eines Serienmörders zu verfolgen der aus unbekannten Gründen das linke Auge seiner Opfer stiehlt.

Dem Protagonisten, Kaname Date, fehlt übrigens das selbe Auge, weswegen eine gewisse Verbindung zwischen ihm und dem Täter naheliegt. Worum es dabei gehen könnte kann ihm aber niemand sagen da er 6 Jahre zuvor seine Erinnerungen verloren hat und seitdem für ABIS (Advanced Brain Investigation Squad) arbeitet. Diese Spezialeinheit der Polizei ist dank der sogenannten Psynch Maschine in der Lage in die Erinnerungen anderer Menschen einzutauchen. Eigentlich ganz praktisch um Informationen zu erhalten die die Zeugen oder Verdächtigen nicht preisgeben wollen, aber das ganze ist leider nicht so einfach wie man sich das wünschen würde. Zum einem aufgrund der Tatsache dass jeder Psyncher (wie Date einer ist) nur 6 Minuten Zeit hat um das Unterbewusstsein seines Gegenübers zu durchforsten. Ansonsten besteht nämlich das Risiko dass ihr eigenes Bewusstsein komplett absorbiert wird da jeder Körper quasi nur Platz für eine Seele hat.

AI: The Somnium Files

[Review] Devil's Hunt

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Hack and Slay

Devil's Hunt ist ein 3rd Person Hack and Slay welches die Story von Paweł Leśniaks Roman Equilibrium adaptiert. Falls euch das nichts sagt, dann liegt das höchstwahrscheinlich daran dass ihr nicht in Polen wohnt. Wenn ich mir die wenigen Bewertungen die ich finden konnte so anschaue, dann scheint das Buch aber selbst in seinem Heimatland recht unbekannt zu sein, auch wenn der Autor noch zwei Sequels veröffentlicht hat. Von daher soll Devil's Hunt vermutlich unter anderem dazu dienen ein bisschen Interesse an der Trilogie zu schüren damit die vielleicht irgendwann doch noch übersetzt wird. Bei mir hat das Spiel allerdings genau das Gegenteil bewirkt. Die Prämisse mag zwar einigermaßen interessant sein, davon abgesehen hat die Story aber nichts zu bieten.

Diese handelt nämlich von einem Boxer namens Desmond der von höheren Mächten dazu auserwählt wurde zum Erlöser und Zerstörer zu werden. Bevor es dazu kommen kann muss er aber erstmal sterben. Ihn hinterrücks zu ermorden würde allerdings nicht funktionieren da sein Schicksal in der Hölle auf ihn wartet. Von daher haben die Dämonen sich dazu entschieden stattdessen sein Leben zu ruinieren bis er selbst von der Klippe springt. An der Stelle gibt es allerdings schon ein gewaltiges Problem: es geht einfach alles viel zu schnell. Sprich man lernt alle wichtigen Menschen in Desmonds Leben ganz kurz kennen, und dann ist er auch schon tot.

Devil's Hunt

[Review] 428: Shibuya Scramble

Thriller Visual Novel

428: Shibuya Scramble ist eine Live Action Visual Novel, sprich die Story wird im Gegensatz zu den meisten Genrevertretern nicht mit gezeichneten Bildern sondern mit Fotos und Videos echter Menschen erzählt. Obwohl die Geschichte dadurch noch viel authentischer rübergebracht werden könnte, haben sich die Entwickler allerdings entschieden auf Sprachausgabe komplett zu verzichten. Einzig und allein ein Extra-Szenario das sowohl als Prequel zum Spiel, als auch zum Anime Canaan fungiert wurde tatsächlich synchronisiert. Und das obwohl sie an der Stelle drauf verzichtet haben Fotos zu verwenden und stattdessen auf Zeichnungen im Stile von Canaan zurückgegriffen haben. Ist also ein bisschen suboptimal, aber aufgrund des Gameplays kann ich ganz gut drüber hinwegsehen.

Anstatt nur einen Charakter zu steuern schlüpft man nämlich in die Rolle von fünf unterschiedlichen Personen die alle dazu beitragen müssen eine Frau zu retten die aus ungeklärten Gründen von einem Verbrechersyndikat entführt wurde. Zwei von diesen Charakteren haben auf den ersten Blick aber nichts mit dieser Situation zu tun und können dementsprechend nur indirekt das Schicksal der anderen Charaktere beeinflussen. Um das zu bewerkstelligen muss man innerhalb von einstündigen Segmenten ständig zwischen den Charakteren hin- und herspringen bis jeder einzelne von ihnen den nächsten "To be Continued" Bildschirm erreicht. Da man im Vorfeld aber natürlich nicht wissen kann welche Entscheidungen dafür vonnöten sind, wird man früher oder später auf eins von 85 schlechten Endings treffen. Und dann muss man halt im Flowchart in der Zeit zurückspringen um irgendwie die Geschichte zu verändern.

428: Shibuya Scramble

[Review] Minoria

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Metroidvania

Minoria ist das neueste Metroidvania von den Schöpfern der Momodora Reihe. Da ich von dieser nur den dritten Teil gespielt habe, welcher nicht mal eine Stunde ging, kann ich die Spiele allerdings nicht wirklich miteinander vergleichen. Ich habe allerdings gelesen dass einige Spieler die Grafik kritisieren. Vor allem die Tatsache dass diesmal keine reine Pixelgrafik zum Einsatz kommt sondern ein 2.5D Stil. Sprich es sieht von der Perspektive her zwar weiterhin so aus wie ein ganz normaler Platformer, die Charaktere werden aber allesamt als dreidimensionale Figuren dargestellt. Und es mag durchaus stimmen dass diese nicht so hübsch sind wie die Pixelfiguren von Momodora, aber abgesehen von den Nahaufnahmen, die alle sehr detailarm wirken, war mir das persönlich vollkommen egal.

Die Story ist da schon problematischer. Nicht nur weil sie sehr klischeehaft ist, sondern weil es über 6 Stunden verteilt auch nur sehr wenige Zwischensequenzen gibt. Und diese sorgen leider nicht dafür dass das ganze irgendwie komplexer wird. Im Endeffekt geht es nämlich nur um einen heiligen Krieg in dem die Kirche versucht eine Gruppe von Hexen an der Ausführung einer Zeremonie zu hindern für die sie irgendwelche Prinzessinnen entführt haben. Dementsprechend schlüpft man in die Haut von Schwester Semilla, einer Nonne die in der Lage ist Hexen zu reinigen, oder zu läutern, oder wie auch immer man das nennen will. Das macht sie allerdings nicht mit Weihwasser, oder irgendwelchen ähnlichen Utensilien, sondern schlicht und ergreifend mit ihrem Schwert. Man reist also durch ein Schloss, eine Kirche, ein paar Katakomben, sowie magische Wälder, und metztelt dort alles nieder was einem in die Quere kommt. Oder versucht es zumindest.

Minoria

[Kritik] Assassin's Creed Origins

Altes Ägypten

Assassin's Creed Origins ist nach Black Flag der erste Teil der Reihe der mich tatsächlich mal wieder interessiert hat, schon weil es sich diesmal um ein Rollenspiel handeln sollte, was einige Veränderungen mit sich hätte bringen können. Das zeigt sich schon am Kampfsystem, welches diesmal wesentlich komplexer ist und sogar einige Bosskämpfe zu bieten hat. Man muss also viel ausweichen, blocken, kontern und ab und sogar die gegnerische Verteidigung durchbrechen, was ein bisschen interessanter ist als die Gegnermassen einfach nur zu Tode zu kontern.

Es gibt außerdem viele unterschiedliche Waffen auf die man zurückgreifen kann, darunter mehrere Bogenvarianten, Schwerter, Speere, Äxte oder Zepter. Und die spielen sich natürlich alle etwas anders. Doppelschwerter sind zum Beispiel extrem schnell und somit für ganz normale Gegner wunderbar geeignet, haben dafür aber eine lächerliche Reichweite. Für schwer gepanzerte Gegner die sich ständig hinter einem Schild verstecken wäre ein Streithammer oder eine Axt also wesentlich besser geeignet. Die mögen beide sehr behäbig sein, aber dafür hauen sie auch ordentlich Schaden raus. Es gibt außerdem verschiedene Modifikatoren die die Kämpfe noch ein bisschen interessanter gestalten können, wie Gegner bei Kontakt zu vergiften oder sie gar in Brand zu stecken.

Assassin's Creed Origins

[Review] Telling Lies

Her Story Sequel

Telling Lies ist der spirituelle Nachfolger zu Her Story, in dem es erneut darum geht Videos mithilfe von Suchbegriffen zu durchforsten um die Hintergründe eines gewissen Zwischenfalls zu klären. Da es sich diesmal aber nicht um Aufnahmen eines Verhörs handelt, sondern um gestohlenes Videomaterial der NSA, ist das ganze sehr viel dynamischer als Her Story. Sprich man bekommt die Charaktere in ihrer ganz natürlichen Umgebung und teilweise auch in sehr intimen Momenten zu sehen. Was genau diese miteinander verbindet muss man aber natürlich selbst ergründen, genau wie deren Namen. Anfangs weiß man nämlich noch nicht mal wer mit wem redet, und ich habe sicherlich eine Stunde gebraucht um zumindest die wichtigsten Personen zuordnen zu können. Worum es bei der Story geht war mir zu diesem Zeitpunkt aber noch vollkommen unklar.

Ich habe nämlich hauptsächlich das Leben einer Familie verfolgt, sowie irgendwelche Camgirl Sessions, aber worauf das alles hinauslaufen sollte konnte ich nicht wirklich erahnen. Eine gewisse Verbindung schien zwar offensichtlich zu sein, das allein hätte aber keine gute Story ergeben. Erst recht keine bei der die NSA ihre Finger im Spiel hat. Ich musste also noch einige Spuren verfolgen bis sich endlich ein klareres Bild ergeben hat. In der Hinsicht ist es an sich auch praktisch das man direkt auf die Untertitel klicken und nach den entsprechenden Begriffen suchen kann. Persönlich fand ich es allerdings nützlicher mir schriftliche Notizen anzufertigen, schon weil ich dann erst alle Videos zu einem Suchbegriff durchschauen konnte bevor ich zum nächsten übergehe.

Telling Lies

[Review] Pantsu Hunter: Back to the 90s

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https://store.steampowered.com/app/953900/Pantsu_Hunter_Back_to_the_90s/

Pantsu Hunter ist ein Spiel das allein vom Namen her so klingt als ob es sich dabei um einen japanischen Hentai Titel handeln würde in dem Unterhöschen und natürlich deren sexy Trägerinnen eine wichtige Rolle spielen. In Wahrheit wurde das Spiel aber für den englischsprachigen Raum entwickelt und hat auch eine entsprechende Synchronisierung erhalten. Und abgesehen von dieser Unterhöschen Thematik ist das Spiel eigentlich recht zahm. Es gibt zwar ein paar schlüpfrige Fotos zu entdecken in denen die weiblichen Charaktere ihre Brüste entblößen, die sind allesamt aber vollkommen optional und teilweise auch gut versteckt. Und Sex gibt es erst recht nicht.

Es wäre aber vermutlich besser gewesen wenn die Entwickler tatsächlich eine typisch japanische Visual Novel erschaffen hätten. Stattdessen ist Pantsu Hunter eine Mischung aus Visual Novel und Adventure in der es hauptsächlich darum geht Frauen bei irgendwelchen Problemen zu helfen und gleichzeitig ihre Unterwäsche zu klauen. Der Protagonist ist nämlich auf der Suche nach der einzig wahren Liebe ... und ist aus irgendeinem Grund der Meinung dass sich Frauen einzig allein auf Basis ihrer Unterwäsche analysieren lassen.

https://store.steampowered.com/app/953900/Pantsu_Hunter_Back_to_the_90s/

[Review] A Sceptic's Guide to Magic

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Mystery Adventure

A Sceptic's Guide to Magic ist ein mit dem RPG-Maker erstelltes Mystery Adventure das auf den ersten Blick zwar ein bisschen aus dem Einheitsbrei hervorsticht, aber welches mich aufgrund des Gameplays, der Animationen und der Soundeffekte stets daran erinnert hat womit es ursprünglich erstellt wurde. Mag an sich zwar kein Problem sein, zumal dieser POP Grafikstil sehr viel hübscher ist als das was die RPG-Maker Reihe standardmäßig zu bieten hat, aber im Gegensatz zu Spielen wie Rakuen fehlt es hier an Elementen die den Titel wirklich einzigartig machen.

Das ist vor allem deswegen schade weil es sich hier eben nicht um ein Rollenspiel sondern um ein waschechtes Adventure handelt bei dem es gilt einen Mord aufzuklären der irgendwelche okkulten Hintergründe hat. Der Titel des Spiels ist in dieser Hinsicht aber etwas irreführend. Der forensische Ermittler Lester Chapman, in dessen Haut man schlüpft, mag von Magie zwar keine Ahnung haben, er stellt diese Fähigkeiten aber nie wirklich in Frage und schließt sich innerhalb kürzester Zeit einer Gruppe von Hexen an die ihm beibringen wie er selbst Zauber wirken kann.

Hexen

[Kritik] Fell Seal: Arbiter's Mark

https://store.steampowered.com/app/699170/Fell_Seal_Arbiters_Mark/

Nach meinen ersten Eindrücken zu Fell Seals Early Access Fassung hatte ich eigentlich vor nochmal ein richtig ausführliches Review zu verfassen sobald die Vollversion erschienen ist. Nach mittlerweile 50 Stunden muss ich aber sagen, dass sich das vermutlich gar nicht lohnen würde. Hier und da gab es natürlich neue Features, auf die ich später auch noch eingehen werde, aber zur Story oder den Charakteren kann ich eigentlich kaum was sagen. Am Anfang hat sich das zwar alles ordentlich entwickelt, aber nach dem ersten von vier Tempeln die man im Laufe des Spiels besuchen muss kommt die Story fast komplett zu erliegen.

Ab und zu passiert zwar mal was wichtiges, aber selbst als die Gruppe auf die Spuren einer Verschwörung stößt wollen sie lieber erstmal ihre Pilgerreise beenden als irgendwen darüber in Kenntnis zu setzen. Und dementsprechend dauert es über 40 Missionen bis die Story endlich eskaliert ... nur um kurz darauf extrem ausgebremst zu werden da man plötzlich noch ein paar zusätzliche Missionen abschließen muss bevor man sich dem wahren Endboss stellen kann. Einen ordentlichen Spannungsbogen sucht man hier also vergeblich, schon weil sich bestimmte Ereignisse bereits in den ersten Stunden akkurat vorhersagen lassen. Darunter wer der Endboss sein wird. Ein paar Twists gab es zwar trotzdem, die haben an den klischeehaften Entwicklungen aber nichts geändert.

Fell Seal: Arbiter's Mark

[Early Access] Failed State

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Zombie Survival

Failed State ist ein zweidimensionales postapokalyptisches Survival Spiel das sich aktuell im Early Access Stadium befindet und dementsprechend nicht sonderlich viel Content zu bietet hat. Nichtsdestotrotz habe ich nach 20 Minuten bereits das Handtuch geworfen. Nicht weil das Spiel furchtbar wäre, oder irgendwie verbuggt ist, sondern weil man bereits im ersten richtigen Level von 5 Gegnern gleichzeitig attackiert wird. Wäre ganz gut machbar wenn die alle von der selben Seite kommen würden, aber stattdessen wird man einfach mal umzingelt. Und das nicht nur von Zombies sondern auch noch von Riesenratten.

Das ist aber nicht so prickelnd wenn man nur mit einem Baseballschläger und einer Pistole bewaffnet ist. Erst recht aufgrund der Tatsache dass es für meinen Geschmack ein bisschen zu lange dauert die Waffe auf den Boden und somit auf die Ratten auszurichten. Sich durch die Zombies zu ballern ist von daher die bessere Option, schon weil diese als erstes auftauchen, aber um das zu bewerkstelligen muss man ein volles Magazin besitzen. Da übriggebliebene Kugeln nicht von einem Magazin zum nächsten übernommen werden ist es aber eigentlich kontraproduktiv die Pistole nachzuladen bevor sie leergeballert wurde. Sie während des Kampfes nachzuladen ist aber auch nicht möglich da man währenddessen von den Gegnern zerfleischt werden würde. Und selbst wenn man es schafft diese Stelle irgendwie zu überleben, dann darf man sich in weniger als einer Minute mit einer weiteren, noch größeren Monsterhorde herumschlagen. Das Balancing ist aktuell also echt nicht so toll.

Monster

Von der Präsentation her ist das Spiel aber eigentlich ganz nett. Die Charaktere mögen zwar ein bisschen minimalistisch sein, aber die Umgebung wurde schön in Szene gesetzt. Der Gesamteindruck wird allerdings dadurch ruiniert dass der Übersetzer des Spiels die englische Sprache scheinbar nur bedingt beherrscht. Es gibt nämlich viele offensichtliche Fehler (wie Scull anstatt Skull) und ein paar seltsame Satzkonstruktionen. Die mögen zwar nicht so schlimm sein dass man nichts verstehen würde, aber für den endgültigen Release muss an der Übersetzung auf jeden Fall noch gefeilt werden.

Und bis es soweit ist würde ich das Spiel auch niemandem empfehlen. Dafür ist das Gesamtergebnis aktuell einfach zu durchwachsen. Wer trotzdem dran Interesse hat, der sollte aber vermutlich jetzt schon zugreifen. Während der Early Access Phase kostet es nämlich nur 3,29€, was sich nach Release der Vollversion aber ändern soll.




[Review] Leisure Suit Larry: Wet Dreams Don't Dry

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Sexkomödie

Wet Dreams Don't Dry ist das erste richtige Sequel zur Leisure Suit Larry Reihe seit Love for Sail, welches 1996 veröffentlicht wurde (und nichts mit Love for Sail Mobile zu tun hat, welches eine komplett andere Story erzählt die irgendwann zwischen dem dritten und fünften Teil angesiedelt ist). Mit Magna Cum Laude und Box Office Bust gab es zwar schon mehrere Nachfolger, die haben mit der ursprünglichen Serie allerdings so gut wie nichts gemein. Nicht nur weil sie sich um Larrys Neffen drehen, sondern weil das Gameplay auch auf viele stumpfe Minispiele reduziert wurde. Dementsprechend haben die Entwickler des neuen Teils sich einfach mal entschieden die Spinoffs komplett zu ignorieren und stattdessen Larrys Story weiter zu spinnen.

Wer auf ein direktes Sequel zu Love for Sail gehofft hat, der dürfte aber trotzdem enttäuscht werden. Anstatt Larrys Abenteuer im Weltraum zu erzählen haben die Entwickler ihn nämlich ins 21.Jahrhundert verfrachtet, wo er sich mit mysteriösen leuchtenden Boxen, modernen Datingmethoden und seltsamen Fetischen herumschlagen muss. Wie es dazu kam wird aber leider nie erklärt, auch wenn es zumindest eine Anspielung auf das Ende des 7.Teils gibt (sprich, dass vermutlich Aliens dran beteiligt waren). Es gibt zwar eine Stelle an der man theoretisch mehr hätte erfahren können, aber außer kryptischen Aussagen findet man da leider nichts. Ist also ein bisschen schade, aber ich kann zumindest ganz gut damit leben. Und es würde mich nicht wundern wenn sie sich die Erklärung für den nächsten Teil aufsparen. Dieser wurde zwar noch nicht bestätigt, aber da das Spiel mittlerweile mehrere Ports erhalten hat ist ein weiterer Teil vermutlich nur eine Frage der Zeit. Ob die Welt den wirklich braucht sei mal dahingestellt.

Leisure Suit Larry

[Review] Muse Dash

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Rhythmusspiel

Muse Dase ist ein simples Rhythmusspiel bei dem man eigentlich nur zwei Tasten drücken muss, eine zum zuschlagen und eine zum springen (was bei Anwesenheit von Gegnern ebenfalls zu einem Angriff führt). Die einzig "komplexeren" Features bestehen darin eine der Tasten gedrückt zu halten, oder beide gleichzeitig zu drücken. Und am Ende eines jeden Bosskampfes darf man außerdem ein bisschen Button Mashing betreiben um so viele Treffer wie möglich zu landen.

Fans des Genres dürfte das Spiel also in keinster Weise herausfordern, auch wenn es natürlich unterschiedliche Schwierigkeitsgrade gibt an denen man sich versuchen kann. Für die Master Fassung eines jeden Songs muss man diesen allerdings erst auf Hard bezwingen, was mir bisher nur bei wenigen Liedern gelungen ist. Mit den Extracharakteren die man im Laufe des Spiels freischalten kann wäre das vielleicht ein bisschen einfacher, da die alle unterschiedliche Boni mit sich bringen (wie zum Beispiel das Kombos unter 100 nicht von einem Fehler unterbrochen werden können), aber dazu muss man erst mal sehr viel spielen und aufleveln und somit neue Songs freischalten.

Rhythm Game
Ecchi

[Review] Draugen

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Walking Simulator

Draugen ist ein Walking Simulator der allein von der Prämisse her genauso klingt wie vermutlich 90% aller Genrevertreter. Man schlüpft hier nämlich in die Rolle von Edward Charles Harden, der auf der Suche nach seiner verschollenen Schwester eine abgelegene, norwegische Insel besucht auf der irgendwas seltsames passiert ist. Und dementsprechend bleibt ihm nichts weiter übrig als die komplette Insel nach Hinweisen abzusuchen um das Geheimnis dieses Ortes zu ergründen und hoffentlich seine Schwester aufzutreiben. Im Gegensatz zu den meisten Spielen dieses Genres ist Edward aber nicht allein da er stets von einem hyperaktiven, siebzehnjährigen Mädchen namens Alice begleitet wird.

Und diese haucht dem ansonsten sehr generisches Spiel einiges an Leben ein. Nicht nur weil sie ständig was zu sagen hat, sondern weil sie auch sehr lebhaft mit der Welt interagiert. Sie klettert auf Bäume, balanciert auf Schienen herum, wirft Steine durch die Gegend, tänzelt herum, etc. Und anstatt darauf zu warten dass sie irgendwas zu sagen hat, kann man sie jederzeit per Tastendruck auf die aktuelle Situation ansprechen. Die Dialoge wiederholen sich allerdings recht schnell, von daher lässt sich die relativ kurze Spielzeit (von 3 bis 4 Stunden) damit nur bedingt strecken. Ich habe außerdem ein bisschen gebraucht um wirklich mit ihr warm zu werden. Sie hat nämlich eine sehr eigene Ausrucksweise die meiner Meinung nach ein bisschen zu modern für das Jahr 1923 wirkt.

Draugen

[Review] Guard Duty

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Comedy Adventure

Guard Duty ist ein Comedy Adventure in dem ein tollpatschiges Mitglied der Stadtwache seinen Geburtstag mit einem Saufgelage feiert, und daraufhin einem finsteren Magier die Tore von Wrinklewood öffnet. Anstatt die Ansiedlung in Schutt und Asche zu legen, begnügt sich dieser Magier aber damit die Prinzessin für irgendwelche finsteren Zwecke zu entführen. Und dementsprechend liegt es nun an Tondbert, der bereits erwähnten Stadtache, die Prinzessin zu retten ... wenn er es denn irgendwie fertigbringen sollte seine Rüstung wieder aufzutreiben die er während seines Rausches Stück für Stück in Wrinklewood verteilt hat.

Nicht gerade die kreativste Prämisse, aber das ist bei dieser Art von Adventure ja eigentlich egal. Und es gibt zumindest noch einen Twist der allerdings  sowohl im Intro, als auch in der Beschreibung des Spiels gespoilert wird: es spielt nicht nur in Tondberts mittelalterlicher Zeitepoche, sondern auch 1000 Jahre in der Zukunft, wo irgendein Monster das Ende der Welt heraufbeschwört. An sich eine interessante Idee, aber es wäre vermutlich besser gewesen das geheim zu halten. Erst recht da das Intro gewisse Fragen aufwirft die scheinbar nur existieren damit die Story interessanter wirkt als sie tatsächlich ist. Beantwortet werden diese nämlich nie. Zumal die Sequenz so wie sie dort gezeigt wird in Wahrheit niemals stattfindet.

Monster

[Review] Heaven's Vault

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Narratives Adventure

Heaven's Vault ist ein archäologisches Adventure in dem man mit Aliya Elasra und ihrem Roboter Six den Spuren eines verschollenen Professors der Universität von Iox nachgehen muss. Dieser ist während seiner Forschungen nämlich irgendwo in der Nebula, einer Ansammlung von Monden die durch Fluss-artige Ströme miteinander verbunden sind, verschwunden. Da viele dieser Monde bereits seit hunderten oder tausenden von Jahren verlassen sind, kann Aliyah allerdings nur selten die Einwohner befragen, weswegen sie quasi gezwungen ist jeden Stein umzudrehen um herauszufinden was auch immer der Professor gefunden hat. Und dabei wird sie nicht nur die Vergangenheit eines längst zerfallenen Imperiums offenlegen, sondern auch uralte Geheimnisse zu Tage fördern.

Klingt für diese Art von Spiel vermutlich nach einer ordentlichen Prämisse, erst recht wenn man herausfindet was dieser Professor denn eigentlich gefunden hat. Das Problem ist nur, dass die Story von Anfang bis Ende gemächlich vor sich hinplätschert, ohne Höhepunkte, ohne spannende Momente, oder überhaupt irgendwas dass diese Monotonie durchbrechen könnte. Hier und da mag es zwar ein paar interessante Enthüllungen geben, die haben aber entweder so gut wie gar keine Relevanz, oder es dauert Stunden über Stunden bis das endlich auf irgendwas hinausläuft.

So auch im Falle dessen was der Professor herausgefunden was, was erst so in der letzten Stunden endlich eine Rolle spielt. Und selbst da haben die Entwickler mit Erklärungen gespart, wodurch der Höhepunkt der Story nur wenige Minuten dauert und trotzdem einiges an Fragen offen lässt. Es kann natürlich sein, dass ich die restlichen Antworten noch irgendwo anders hätte finden können, aber dazu müsste ich das Spiel vermutlich nochmal spielen.

Heaven's Vault

[Ersteindruck] Grimshade

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Isometrisches Rollenspiel

Grimshade ist ein isometrisches Rollenspiel das auf den ersten Blick zwar Genrevertretern wie Baldur's Gate oder Pillars of Eternity ähnelt, dessen Kampfsystem mich aber mehr an JRPGs erinnern. Anstatt die Gegner in Echtzeit zu bekämpfen werden die Gefechte nämlich auf einem 6x4 Felder umfassenden Schlachtfeld ausgetragen auf dem bis zu 4 Charaktere auf einmal platziert werden können. Und die bringen natürlich alle ihre ganz speziellen Fähigkeiten mit sich, wie Alister, der alle Partymitglieder die hinter ihm stehen vor den meisten Angriffen schützen kann. Jedenfalls solange sein Stress-Level noch nicht das Maximum erreicht hat.

Stress beeinflusst allerdings auch alle anderen Charaktere, und steigt sowohl wenn sie getroffen werden, als auch wenn sie selber eine Aktion ausführen. Von daher müsste man das ordentlich managen (zum Beispiel indem man ab und zu eine Runde aussetzt) da sie ansonsten eine Weile kampfunfähig werden und somit den gegnerischen Angriffen schutzlos ausgeliefert sind. Es gibt allerdings noch eine weitere taktische Komponente auf die man ständig achten muss: wie oft die Charaktere pro Runde gegnerischen Angriffen ausweichen können. Solange diese Anzeige nicht auf 0 sinkt, sind die meisten Angriffe nämlich vollkommen nutzlos.

Grimshade

[Early Access] Fell Seal: Arbiter's Mark

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https://store.steampowered.com/app/699170/Fell_Seal_Arbiters_Mark/

Fell Seal: Arbiter's Mark ist ein Strategie Rollenspiel im Stile von Final Fantasy Tactics das irgendwann Ende April die Early Access Phase verlassen sollte. Dementsprechend hätte ich mir einen Großteil des Spiels zwar bereits anschauen können, aber da die Entwickler momentan noch am Balancing arbeiten, die finalen Missionen noch fehlen, und auch Achievements erst zum Release hinzugefügt werden, wollte ich erst mal nur einen kurzen Blick riskieren. Mit 12 von circa 40 Missionen, und einer Spielzeit von 6+ Stunden, sollte das aber mehr als ausreichend sein um mir einen generellen Eindruck von Gameplay zu verschaffen, welches bei dieser Art von Rollenspiel ja sowieso im Vordergrund steht.

Ob die Story irgendwas taugt kann ich dementsprechend zwar nicht sagen, aber sie wirkt bisher zumindest ganz solide. Fell Seal spielt nämlich in einer Welt die vor langer Zeit von einer furchtbaren Bestie heimgesucht wurde, welche schlussendlich aber 7 Helden zum Opfer gefallen ist die daraufhin die Macht der Unsterblichkeit erlangt haben. Seitdem wachen sie über die Welt und versuchen für Recht und Ordnung zu sorgen. In der ersten Stunde des Spiels macht ein Mitglied des Unsterblichen Rates allerdings bekannt, dass es Zeit ist abzudanken und dementsprechend ein Nachfolger erwählt werden muss. Und wie der "Zufall" es so will wird einer der spielbaren Charaktere natürlich als Kandidat auserwählt, woraufhin man eine Reise um die Welt beginnen muss um sich dieser Rolle als würdig zu erweisen.

Fell Seal: Arbiter's Mark

[Early Access] Edge of Eternity

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JRPG 

Edge of Eternity ist ein im Westen entwickeltes JRPG das von einem winzigen Team bestehend aus 9 Leuten entwickelt wird. Wäre vermutlich gerade so ausreichend um ein nettes Retro RPG zu entwickeln, aber stattdessen wollen sie tatsächlich eine umfangreiche, dreidimensionale Welt erschaffen die eine epische Geschichte voller Emotionen zu erzählen hat. Klingt erst mal ein bisschen unrealistisch, und ich muss auch sagen dass mich der Anfang des Spiels alles andere als zuversichtlich gestimmt hat. Die komplette Hintergrundgeschichte über eine Invasion aus dem Weltraum, den darauf folgenden Krieg, und eine mysteriöse Krankheit die organische Kreaturen in mechanische Wesen umwandelt, wird nämlich einzig und allein mit Standbildern erzählt.

Man sieht von daher auch gar nicht wie Daryon, einer der Protagonisten, in diesen Krieg involviert ist. Stattdessen beginnt die Story damit dass er Offscreen desertiert ist um zusammen mit seiner Schwester ein Heilmittel für die Corrosion (die bereits erwähnte Krankheit) zu suchen. Nicht um die Welt vor dem Untergang zu bewahren, sondern um ihre daran erkrankte Mutter zu retten. Wäre als Prämisse zwar eigentlich in Ordnung, aber hätten die Entwickler nicht ein bisschen was vom Krieg zeigen können bevor die eigentliche Story losgeht? Wäre auf jeden Fall spannender gewesen als alles was danach passiert. 

Infodump

[Review] Devil May Cry 5

Hack and Slay

Devil May Cry 5 ist das lang erwartete Sequel zur ursprünglichen Devil May Cry Reihe, welches zeitlich ein paar Jahre nach dem vierten Teil angesiedelt ist. Und wie schon damals schlüpft man erneut in die Rolle von Nero und Dante, und das sogar in exakt der selben Reihenfolge. Im Gegensatz zu den Vorgängern wird die Story allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge erzählt. Stattdessen beginnt sie dort wo manch andere Spiele enden würden: beim Kampf gegen den neuen Dämonenkönig Urizen. Das hat allerdings zur Folge dass bestimmte Dinge anfangs nicht erklärt werden, wie Neros fehlender Arm oder was es mit dem neuen Charakter V auf sich hat. All diese Lücken werden im Laufe der Zeit aber noch geschlossen, und man bekommt auch immer hilfreiche Einblendungen um die aktuellen Ereignisse zeitlich einordnen zu können.

Die Struktur des Spiels wird aber trotzdem dadurch verkompliziert, dass man nicht nur zwischen Nero und Dante, sondern ab und zu auch noch zu V wechselt. Und dieser ist gameplaytechnisch der einzige Charaktere bei dem sich DMC Veteranen tatsächlich umgewöhnen müssen. Er hat nämlich keine Kampfstile, kein Waffenarsenal, und auch keinen magischen Arm mit dem er Gegner zu sich ziehen könnte. Stattdessen muss er sich auf drei Dämonen verlassen die für ihn kämpfen: einen Vogel, eine Raubkatze und eine Art Golem. Letzterer lässt sich allerdings nur dann beschwören wenn V seinen Devil Trigger aktiviert. Er selbst hat davon allerdings nicht viel, da er physisch extrem schwach ist und dementsprechend im Nahkampf so gut wie nutzlos. Deswegen müssen seinen Dämonen die Gegner erst mal weich prügeln bevor V ihnen den Gnadenstoß verpassen kann.

Devil May Cry 5
Hack and Slay

[Review] Final Fantasy XV

Action Rollenspiel

So, ich bin mit diesem Review zwar eigentlich ein paar Jahre zu spät dran, aber da der letzte DLC für FFXV erst diesen Monat erscheint, bin ich offenbar gerade noch rechtzeitig mit fertig geworden! Eigentlich wollte ich ja warten bis auch tatsächlich das letzte bisschen an Content veröffentlicht wurde, aber da die meisten DLCs mittlerweile gecancelt wurden und ich das Spiel kürzlich zu einem ordentlichen Preis abstauben konnte, wollte ich dann doch endlich mal reinschauen. Und nachdem mich selbst die FFXIII Trilogie trotz all ihrer Probleme gut unterhalten konnte, hatte ich zumindest die vage Hoffnung, dass es hier ähnlich verlaufen würde. Nach einer Spielzeit von circa 50 Stunden (mit vielen Sidequests und allen Charakter-fokussierten DLCs) muss ich aber leider sagen, dass das Spiel insgesamt eine Enttäuschung ist.

Das liegt vor allem daran, dass die Story einfach viel zu lange braucht um überhaupt in Fahrt zu kommen. Man beginnt das Spiel nämlich in einer weiten offenen Welt in der noch nichts besonderes passiert ... und das bleibt die nächsten 8 Kapitel dann auch so, von einer einzigen, cool inszenierten Sequenz mal abgesehen. Erst im 9.Kapitel, wenn man die offene Welt für immer hinter sich lässt und alles sehr viel linearer wird, kommt die Story endlich in die Gänge. Insofern man zwischendurch die ganzen Sidequests mitnimmt, kann es also 20 - 30 Stunden dauern bis überhaupt irgendwas von Relevanz passiert. Dabei gibt es zwischen dem ersten und zweiten Kapitel eigentlich ein richtig spannendes und verdammt wichtiges Ereignis über das man innerhalb des Spiels aber so gut wie nichts erfährt: die Ereignisse des Kingsglaive Films.

Kingsglaive

[Review] Glass Masquerade 2: Illusions

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Puzzlespiel

Glass Masquerade 2 ist ein Puzzlespiel beim dem man im wahrsten Sinne des Wortes Puzzles zusammensetzen muss. Allerdings keine stinknormalen Puzzles wie man sie überall so findet, sondern welche in Form von Buntglasfenstern, was durchaus ganz hübsch aussieht. An der Art und Weise wie man Puzzles löst, ändert das aber nicht wirklich was, auch wenn die einzelnen Teile manchmal sehr abstrakte Formen haben. Und das ist vermutlich auch der Grund warum jedes Level eine optionale Starthilfe in Form von hervorgehobenen und markierten Teilen besitzt, die man dementsprechend innerhalb von Sekunden an ihre richtige Position bringen kann.

Je nachdem wie man sich anstellt, kann es danach aber schonmal eine halbe Stunde dauern bis auch endlich das letzte Teil an seine richtige Position verschoben wurde. Es gibt nämlich keinerlei Tipps wo man welches Teil platzieren sollte, und auch leider keine Vorschau des Motivs das man gerade zusammenbastelt. Von den 31 vorhandenen Puzzles habe ich deswegen auch noch gar nicht alle durch, wenngleich ich den Rest im Laufe der Zeit sicherlich noch abarbeiten werde. Länger zu warten würde für das Review aber keinen Sinn ergeben, da ich mir mittlerweile zu 99% sicher bin, dass sich am Gameplay nichts mehr ändert.

Rätselspiel

[Ersteindruck] Wounded

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Indie Horror

Wounded ist ein Indie Horror Spiel über einen ehemaligen Water Polo Champion der nach einem Bootsunfall seine verschwundene Tochter wiederfinden muss. Falls diese denn überhaupt noch lebt und nicht schon vor Jahren gestorben ist. Das Intro weckt da nämlich gewisse Zweifel, da es eben nicht auf einem Boot beginnt, sondern schlicht und ergreifend im Haus des Protagonisten, wo man sich nach einer kurzen Texteinblendung erst mal planlos umschauen und in Erinnerungen schwelgen muss. Und wenn man sich dann endlich jeden einzelnen Gegenstand angeschaut hat, ertrinkt der Protagonist einfach mal in seinem Haus, nur um plötzlich an einem Strand wieder zu Bewusstsein zu kommen. Also war das Haus entweder ein Traum und der Strand die Realität, oder der Strand ist einfach nur ein weiteres Traumlevel in dem der Protagonist den Tod seiner Tochter zu verarbeiten versucht.

Was genau davon nun Sache ist, werde ich allerdings niemals erfahren. Ich habe Wounded nämlich nach circa 2 Stunden bereits abgebrochen, was laut Angaben der Entwickler etwa der Hälfte des Spiels entsprechen dürfte. Rein theoretisch hätte ich mir also den Rest des Spiels ebenfalls noch anschauen können, ganz gleich wie wenig es mir gefällt. Das Problem ist nur, dass ich immer und immer wieder an ein und derselben Stelle gestorben bin. Und das nicht weil mich irgendein Monster gepackt hätte, sondern weil der Gang voller Gas war und ich keine Ahnung hatte wie ich dran vorbeikommen soll. Es gibt zwar eine Stelle die besonders hervorgehoben ist, und die man vermutlich irgendwie nutzen könnte um das Gas abzudrehen, ich habe aber nichts gefunden was ich damit hätte kombinieren können. Und nach ein paar erfolglosen Versuchen hatte ich dann auch keine Lust mehr.

Horror