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[Review] Lufia V: For the Savior


Lufia V: For the Savior ist ein mit dem RPG-Maker 2000 erstelltes Fangame das 20 Jahre lang in Arbeit war und als großes Finale der Lufia Reihe fungieren soll, deren letzter offizieller Teil (ein Remake von Lufia 2) vor mittlerweile 16 Jahren veröffentlicht wurde. Trotz dem Versuch der Lufia Reihe einen würdigen Abschluss zu verpassen, hebt sich dieses Fangame in den ersten 10 Stunden — bis zum Sieg über Gades — allerdings in keinster Weise vom Rest der Reihe ab. Es ist einfach nur eine weitere Lufia Story in der die Sinistrals zum wiederholten Male zum Leben erweckt werden und erneut die Welt bedrohen. Und dementsprechend muss sich auch diesmal ein Nachfahre von Maxim auf die Reise begeben um die Sinistrals zu stoppen und wird dabei unter anderem von einem Nachfahren von Dekar begleitet. Während der ersten 10 Stunden werden sie außerdem einige Male von einem mysteriösen, vermummten Kerl namens Serik gerettet, was ich auf Dauer etwas nervig fand weil es die Helden sehr inkompetent wirken lässt.

Das Gameplay dieses Fangames orientiert sich sehr an Lufia 2, sprich man wird in so gut wie jedem Dungeon mit unzähligen Rätseln konfrontiert die mal mehr und mal weniger komplex sind. Man verschiebt Blöcke um Schalter zu betätigen, spielt ein paar Runden Simon Says, versucht an wachsamen Augen vorbei zu navigieren die einen bei Blickkontakt von sich stoßen, rutscht über Eis und muss dabei versuchen nicht ins Wasser zu fallen, und so weiter und so fort. Letzteres fand ich allerdings furchtbar. Im Gegensatz zu anderen Rätseln dieser Art, bei denen man einfach von Hindernis zu Hindernis navigieren muss (was es hier ebenfalls gibt, nur ohne Eis) muss man nämlich die komplette Rutschpartie an einem Stück absolvieren. Mein Steuerkreuz hat an der Stelle außerdem nicht so funktioniert wie es sollte, da ich beim Druck auf rechts stattdessen nach oben gerutscht bin obwohl die Taste außerhalb des Rätsels ganz normal funktioniert. Ich musste also die komplette Sequenz mit Analog-Stick spielen, was alles andere als spaßig war. Vor allem weil es da ein Bonus Item gibt für das man nach rechts, nach unten, nochmal nach rechts und dann nach oben navigieren muss, jeweils durch "Korridore" die allesamt nur ein Tile breit sind.

Lufia
Dungeon

[Review] The Torrential Turnabout

Ace Attorney Fangame

The Torrential Turnabout ist ein Ace Attorney Fangame das mit dem Ace Attorney Online Case Maker entwickelt wurde. Obwohl ich durchaus Interesse an Ace Attorney Fangames habe (vor allem da es noch immer keine News zu einem neuen Teil gibt) wollte ich diese Fangames aber eigentlich nicht spielen, weil ich es unpraktisch finde diese Art von Spiel über den Browser spielen zu müssen. Ich bin kürzlich allerdings über ein Programm gestolpert mit dem man die Fälle runterladen kann und würde es jedem empfehlen der diese Fangames spielen will. Vor allem da es einige Fälle gibt bei denen Songs und/oder Bilder fehlen, wodurch man die nicht mehr so erleben kann wie sie ursprünglich designt wurden. Fälle bei denen zu viele Dateien fehlen habe ich deswegen direkt wieder gelöscht. Nichtsdestotrotz habe ich aktuell 48 Fälle hier rumliegen die mich einige Zeit beschäftigen sollten. Und dazu kommen noch diverse PyWright Fangames die allerdings hauptsächlich aus einzelnen Fällen bestehen.

Obwohl es einige richtig gute AAO Fälle geben soll, habe ich mich aber aus einem ganz bestimmten Grund für The Torrential Turnabout entschieden: weil es laut dem Entwickler von Mystery Visual Novels wie 999, Danganronpa und Umineko inspiriert wurde; alles Spiele die ich richtig mag und gern mehr von spielen würde. Vor allem Mindfuck Spiele ala 999 mit Escape Room Rätseln und dergleichen. The Torrential Turnabout hat mich in dieser Hinsicht allerdings enttäuscht, obwohl das erste Kapitel tatsächlich wie ein Mashup aus 999 und Danganronpa wirkt. Es geht hier nämlich darum dass neun Menschen in einer mysteriösen Anlage gefangen sind—Sheol's Room and Board—aus der sie nur entkommen können wenn sie bis zum letzten Tag durchhalten und zwei Schlüssel an sich reißen die benötigt werden um den Aufzug zu benutzen.

Jeder Spieler besitzt einen dieser Schlüssel, wodurch sie gezwungen sind einander umzubringen oder die anderen Spieler temporär aus dem Verkehr zu ziehen damit sie deren Schlüssel stehlen können. Klingt eigentlich sehr spannend und tragisch und dramatisch, also wo ist das Problem? Dieses Mörderspiel dient nur als Hintergrundstory für den Rest des Spiels und das erste Kapitel endet bevor auch nur eine Person ermordet wird. Danach springt die Story fünf Jahre in die Zukunft und wird plötzlich zu einem typischen Ace Attorney Spiel in dem Mia Fey einen Mordfall in einem Hospiz untersuchen muss. Ein Mordfall in den "rein zufällig" die Überlebenden von Sheol's Room and Board verwickelt sind.

Zero Escape

[Review] Breakout 13

FMV Thriller

Breakout 13 ist ein FMV Thriller der vom chinesischen Studio ALT Lab entwickelt wurde und ist damit das zweite Spiel dieser Art das ich mir in letzter Zeit angeschaut habe. Das erste war My Destiny Girls, eine absurde Harem Komödie die sich aufgrund des Genres eigentlich nicht mit Breakout 13 vergleichen lässt. Nichtsdestotrotz haben die Spiele leider eins gemein: die Entwickler waren scheinbar nicht gewillt Geld für eine ordentliche Lokalisierung auszugeben,  wodurch ein Großteil der Texte wie eine Maschinenübersetzung klingt. Die ist zwar durchaus lesbar und wurde vermutlich ein bisschen editiert, zumindest bei längeren Texten, das ändert aber nichts daran dass viele Dialoge sehr steif, simpel und grammatikalisch falsch klingen. Ab und zu sind mir außerdem furchtbar offensichtliche Fehler aufgefallen, wie eine Szene in der die Eltern eines weiblichen Charakters als "his mother" und "his father" beschrieben werden, anstatt "her mother" und "her father".

Dementsprechend finde ich es ganz schön absurd dass ich ein Review gefunden habe in dem das Spiel extra dafür gelobt wird dass es im Gegensatz zu anderen chinesischen Spielen eine ordentliche Übersetzung erhalten hat. Diese Aussage ist nämlich entweder eine dreiste Lüge, oder stammt von jemanden der die englische Sprache nicht gut genug beherrscht um all die Fehler zu bemerken die sich durch das komplette Spiel ziehen. Ich kenne darüber hinaus zwar so gut wie keine chinesischen Spiele, und kann somit nicht sagen wie viel schlechter deren Übersetzungen tatsächlich sind, aber selbst wenn Breakout 13 in dieser Hinsicht besser sein sollte, ist es keinesfalls ein Paradebeispiel.

FMV Spiele sind zwar ohnehin ein Nischenprodukt und häufig sehr campy, hier haben die Entwickler sich aber offensichtlich Mühe gegeben um was ordentliches auf die Beine zu stellen. Warum sie ausgerechnet bei der Lokalisierung gespart haben erschließt sich mir also nicht. Bei einer Komödie wie My Destiny Girls kann ich das noch eher nachvollziehen. Da hat mich die Übersetzung zwar ebenfalls gestört, aufgrund der absurden Prämisse fällt sie aber nicht so sehr ins Gewicht und könnte dem Spiel sogar einen gewissen Charme verleihen. Breakout 13 kann ich aufgrund seiner mangelhaften Übersetzung aber nur bedingt empfehlen. Dabei ist es eigentlich ein richtig gutes Spiel, auch wenn es durchaus noch andere Probleme besitzt.

Grammatik