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[Review] Tormentum II

Für dieses Review wurde mir ein Key zur Verfügung gestellt!
Horror Adventure

Tormentum II ist ein eigenständiger Nachfolger zu Tormentum: Dark Sorrow aus dem Jahr 2015, welches ich im Anschluss extra nochmal gespielt habe um meine Erinnerungen aufzufrischen und die restlichen Achievements mitzunehmen die ich damals ausgelassen habe. Und dementsprechend kann ich mit Gewissheit sagen dass es nicht nötig ist den ersten Teil zu spielen um den zweiten zu verstehen. Deren Stories haben nämlich nichts miteinander zu tun und selbst beim Setting bin ich mir nicht sicher ob es das selbe sein soll, auch wenn beide Spiele in einer alptraumhaften Welt stattfinden die visuell unter anderem von H. R. Giger inspiriert wurde.

Tormentum II beginnt allerdings nicht in dieser Welt, sondern in einer dystopischen Version unserer eigenen Welt im Jahre 2088, wo die Luftqualität so schlecht ist dass man ohne Atemmaske das Haus nicht mehr verlassen kann, Wasser konstant gefiltert werden muss um es nutzbar zu machen und viele Jobs mittlerweile von KIs ausgeübt werden nachdem die Welt im Jahr 2030 von einer zweiten Pandemie erschüttert wurde. Das bisschen was man von dieser Welt zu sehen bekommt wirkt außerdem sehr trostlos, bedrückend und heruntergekommen, wodurch man eigentlich von ausgehen sollte, dass ein Großteil der Menschheit sich in schöne virtuelle Welten zurückziehen würde um der tristen Realität zu entkommen.

David, der Protagonist, hat stattdessen eine noch viel düstere Welt erschaffen die zumindest teilweise auf Basis seiner Gedankenwelt konstruiert wurde: Tormentum. Diese virtuelle Welt wird kurz darauf allerdings zu einem realen Alptraum, da David beim Versuch einen neuen Prozessor in seinen Server einzubauen scheinbar tödlich verunglückt und sich kurz darauf in einer Zelle in Tormentum wiederfindet.

Science Fiction
Tormentum

[Review] Ys V: Lost Kefin, Kingdom of Sand (PS2)

Playstation 2

Es ist mittlerweile 12 Jahre her seitdem ich die SNES Fassung von Ys V gespielt habe, und obwohl Falcom in der Zeitspanne drei neue Ys Teile veröffentlicht hat, haben sie es bis heute nicht für nötig befunden eine offizielle englische Version von Ys V zu veröffentlichen oder gar ein Remake zu entwickeln. Dabei haben sie mit Ys VIII: Lacrimosa of Dana sogar ein Spiel veröffentlicht dessen Story direkt nach den Ereignissen von Ys V stattfindet und sind mit Ys X: Nordics sogar noch weiter in der Zeit zurückgegangen. Vor kurzem wurde allerdings das Third Party PS2 Remake von Ys V von Fans übersetzt. Ich wusste zwar bereits dass es kein gutes Spiel sein soll, mangels Alternative wollte ich mir diese Fassung von Ys V aber trotzdem anschauen.

Und ich würde sagen dass das Kampfsystem zumindest ein bisschen spaßiger ist als im SNES Original, wo ich die Kämpfe sehr behäbig und dementsprechend sehr langweilig fand. Es ist zwar nicht auf dem selben Level wie Oath in Felghana oder Ys Origin, spielt sich aber schön schnell und flüssig (zumindest mittels Emulator) und hat einige herausfordernde Bosskämpfe zu bieten. Adols normale Angriffe sind allerdings sehr simpel. Er kann zuschlagen, er kann springen und dabei in der Luft herumwirbeln, und er kann springen und sich anschließend mit dem Schwert zu Boden stürzen.

Der Luftwirbel ist, bis auf wenige Ausnahmen, allerdings komplett nutzlos, weil man damit selbst fliegende Gegner so gut wie niemals trifft. Sich auf die Gegner zu stürzen ist wesentlich praktischer, vor allem wenn man direkten Kontakt vermeiden will, zum Beispiel bei Gegnern die Adol vergiften könnten, was im Endgame mit ~30HP Ticks einhergeht, wodurch Adols HP innerhalb weniger Sekunden auf 1 fallen würden, insofern man kein Gegengift verwendet. Adol kann außerdem sein Schild nutzen um Angriffe zu blocken, was vor allem bei Gegnern mit Projektilen essenziell sein kann um massiven Schaden zu vermeiden. Einer der Gegner im finalen Dungeon wirft zum Beispiel mit Feuerbällen um sich die mehr als 100 HP auf einen Schlag abziehen, wodurch ein paar Treffer reichen würden um Adol zu töten. Es gibt außerdem mehrere Räume in denen vier von diesen Gegnern auf einmal spawnen, die allesamt gleichzeitig mit Feuerbällen um sich werfen können.

Action-RPG

[Review] Lufia V: For the Savior


Lufia V: For the Savior ist ein mit dem RPG-Maker 2000 erstelltes Fangame das 20 Jahre lang in Arbeit war und als großes Finale der Lufia Reihe fungieren soll, deren letzter offizieller Teil (ein Remake von Lufia 2) vor mittlerweile 16 Jahren veröffentlicht wurde. Trotz dem Versuch der Lufia Reihe einen würdigen Abschluss zu verpassen, hebt sich dieses Fangame in den ersten 10 Stunden — bis zum Sieg über Gades — allerdings in keinster Weise vom Rest der Reihe ab. Es ist einfach nur eine weitere Lufia Story in der die Sinistrals zum wiederholten Male zum Leben erweckt werden und erneut die Welt bedrohen. Und dementsprechend muss sich auch diesmal ein Nachfahre von Maxim auf die Reise begeben um die Sinistrals zu stoppen und wird dabei unter anderem von einem Nachfahren von Dekar begleitet. Während der ersten 10 Stunden werden sie außerdem einige Male von einem mysteriösen, vermummten Kerl namens Serik gerettet, was ich auf Dauer etwas nervig fand weil es die Helden sehr inkompetent wirken lässt.

Das Gameplay dieses Fangames orientiert sich sehr an Lufia 2, sprich man wird in so gut wie jedem Dungeon mit unzähligen Rätseln konfrontiert die mal mehr und mal weniger komplex sind. Man verschiebt Blöcke um Schalter zu betätigen, spielt ein paar Runden Simon Says, versucht an wachsamen Augen vorbei zu navigieren die einen bei Blickkontakt von sich stoßen, rutscht über Eis und muss dabei versuchen nicht ins Wasser zu fallen, und so weiter und so fort. Letzteres fand ich allerdings furchtbar. Im Gegensatz zu anderen Rätseln dieser Art, bei denen man einfach von Hindernis zu Hindernis navigieren muss (was es hier ebenfalls gibt, nur ohne Eis) muss man nämlich die komplette Rutschpartie an einem Stück absolvieren. Mein Steuerkreuz hat an der Stelle außerdem nicht so funktioniert wie es sollte, da ich beim Druck auf rechts stattdessen nach oben gerutscht bin obwohl die Taste außerhalb des Rätsels ganz normal funktioniert. Ich musste also die komplette Sequenz mit Analog-Stick spielen, was alles andere als spaßig war. Vor allem weil es da ein Bonus Item gibt für das man nach rechts, nach unten, nochmal nach rechts und dann nach oben navigieren muss, jeweils durch "Korridore" die allesamt nur ein Tile breit sind.

Lufia
Dungeon