Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!: Juli 2018

[Review] MOTHERGUNSHIP

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Bullet Hell Shooter

MOTHERGUNSHIP ist ein First-Person Shooter der als Nachfolger zu Tower of Guns fungiert. Da ich dieses nicht gespielt habe, kann ich die Titel aber nur anhand des Trailers miteinander vergleichen. Und wenn ich das richtig sehe, dann ist MOTHERGUNSHIP fast das selbe Spiel, nur mit etwas längerer Spielzeit (so 5+ Stunden für die Kampagne) und der Möglichkeit zwei Waffen gleichzeitig zu tragen.

Die zufallsgenerierten Level dürften aber komplett neu sein, wobei ich sagen muss, dass manche in Tower of Guns interessanter aussehen als die des Nachfolgers. Dafür wurden einige Gegner und Hindernisse recycelt, wenngleich bei weitem nicht alle. Ob das irgendwie problematisch ist; kann ich natürlich nicht sagen ohne den Vorgänger tatsächlich gespielt zu haben. Aber wer diesen mochte, der dürfte auch an MOTHERGUNSHIP seine Freude haben.

Das selbe könnte AUCH auf Fans des DOOM Reboots zutreffen. Das Spieltempo ist nämlich ebenso rasant da ständig irgendwelche Geschosse durch die Gegend fliegen, weswegen das Gameplay auch mit Bullet Hell beschrieben wird. Man sollte also idealerweise ständig in Bewegung bleiben, wenngleich es durchaus Stellen gibt an denen ich mehr Erfolg damit hatte mich irgendwo zu verschanzen. Vor allem in der vorletzten Storymission, deren letzten Raum (ein enger Kreis mit Laserstrahlen und fliegenden Gegnern, dessen Boden einen ständig in die Luft schleudert) ich auf normalen Wege einfach nicht geschafft habe. Meine Methode hätte allerdings gar nicht funktionieren dürfen, da ich mich im Übergangsraum verschanzt habe der sich normalerweise hinter einem schließt.

Arena

[Review] Chaos;Child

Horror Mystery Visual Novel

Chaos;Child ist eine Mystery Visual Novel die als indirekter Nachfolger zu Chaos;Head fungiert. Sprich die Ereignisse bauen zwar direkt auf dem Ende des Vorgängers auf, aber außer Takumi gibt es keine wiederkehrenden Charaktere. Und selbst dieser taucht nur indirekt in einer der Charakter-Routen auf, weswegen man die Visual Novel theoretisch auch ohne den Vorgänger lesen könnte. Dann fehlt es einem zwar an Informationen die das Spiel nie ausreichend zusammenfasst, aber dafür könnten bestimmte Enthüllungen tatsächlich überraschend sein, während man als Kenner des Vorgängers quasi nur drauf wartet.

Ich muss allerdings sagen, dass sich die Spiele von der Story her sehr ähnlich sind. In Chaos;Head ging es immerhin um mysteriöse Mordfälle die Shibuya heimsuchen, und genau das Selbe ist auch diesmal wieder der Fall. Das hat zwar durchaus einen Grund, wirkt aber trotzdem etwas unkreativ. Persönlich hat es mich allerdings nur wenig gestört, schon weil der neue Protagonist (Takuru Miyashiro) eine wesentlich aktivere Rolle in der Story einnimmt als Takumi es je getan hat. Er versucht nämlich zusammen mit seinen Freunden dieser Mordserie auf den Grund zu geben, was unter anderem darin resultiert, dass sie sich einfach mal an einen Tatort schleichen bevor die Polizei diesen untersuchen kann.

Dass er tatsächlich Freunde hat mit denen er häufiger etwas unternimmt, ist außerdem ein weiterer gewaltiger Unterschied. Takumi hat menschlichen Kontakt immerhin die meiste Zeit gemieden, und wenn er tatsächlich mal mit jemanden interagieren musste, dann hat er oft nur vor sich hingestammelt. Von daher bin ich froh, dass es diesmal einen normaleren Hauptcharakter gibt. Auch wenn er keinesfalls solch ein Normie ist wie er ständig behauptet.

Lesben

[Review] Stephen Kings The Outsider

Paranormaler Horror Krimi

The Outsider ist ein Kriminalroman der vom Mord eines kleinen Jungen handelt, wenngleich die Untersuchung bereits vor Beginn der Story abgeschlossen zu sein scheint. Die Gegenwarts-Handlung wird nämlich von mehreren Augenzeugenberichten unterbrochen in denen der Täter wiederholt mit absoluter Sicherheit identifiziert wird. Ein Blick auf das Cover (oder den Autor) sollte allerdings reichen um diese offensichtliche Lösung in Frage zu stellen. Ansonsten wäre das Buch auch viel zu schnell vorbei und alles andere als packend.

Das Pacing der 560 Seiten langen Story ist allerdings recht behäbig, wenngleich sie mich dank des interessanten Konzepts von Anfang bis Ende bei der Stange halten konnte. Und wer aufgrund des Covers auf irgendwelche gruseligen Momente hofft, der dürfte ebenfalls enttäuscht werden. Es gibt zwar ein paar atmosphärische und verstörende Szenen, aber mehr als einen winzigen Bruchteil der Story dürften diese nicht abdecken.

Stattdessen wird ein Großteil der Zeit mit Nachforschungen verbracht, welche unter anderem dafür sorgen, dass einige Momente der Bill Hodges Trilogie (Mr. Mercedes, Finders Keepers und End of Watch) gespoilert werden. Die habe ich zwar selbst noch nicht gelesen, und auch kein sonderliches Interesse dran, aber ich wollte zumindest davor warnen. Ein paar dieser Enthüllungen könnten ansonsten wichtige Twists vorwegnehmen. Und einer der Charaktere dürfte vermutlich besser funktionieren wenn man dessen Entwicklung von Anfang an mitverfolgen kann, anstatt diesen mitten in der Handlung in die Gruppe geworfen zu bekommen.

Wer Stephen Kings IT gelesen hat, der dürfte außerdem ein paar offensichtliche Parallelen zwischen den Stories entdecken. Das mag das Buch zwar nicht ruinieren, aber ich konnte diese Parallelen auch nicht ignorieren, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches. Ein bisschen mehr Kreativität hätte also sicher nicht geschadet. Mehr will ich hier aufgrund von Spoilern aber nicht verraten.