Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!: Dezember 2018

[Review] The House in Fata Morgana: A Requiem for Innocence

The House in Fata Morgana

A Requiem for Innocence ist ein Prequel zur ursprüngliche Visual Novel, welches allerdings keine komplett neue Story zu erzählen hat. Stattdessen ist es eine erweiterte Nacherzählung der Wahrheit die man im letzten Teil des Originals enthüllen musste. Wer The House in Fata Morgana bereits gespielt hat, weiß also von Anfang an worauf die Story schlussendlich hinauslaufen wird. Das ist in diesem Fall aber nichts Negatives, auch wenn es dadurch bei weitem nicht so viele Mysterien und Enthüllungen zu bieten hat. Stattdessen wird vor allem die Vergangenheit einiger wichtiger Charaktere beleuchtet. Wäre zwar nicht unbedingt nötig gewesen, aber dadurch kommt die Tragödie von The House in Fata Morgana noch ein bisschen herzzerreißender rüber als sie es ohnehin schon war. Obwohl ich genau wusste was passieren wird, hat mich das Ende dementsprechend trotzdem zu Tränen gerührt, wozu die wunderbare Musik einiges zu beigetragen hat.

Und da es sich wie gesagt um ein Prequel handelt, funktioniert die Story selbst dann problemlos wenn man den Vorgänger noch nie gespielt hat. Es gibt zwar ein paar Ereignisse die hier nicht gezeigt werden, zum Verständnis der Story sind diese allerdings nicht vonnöten. Empfehlen würde ich diese Vorgehensweise aber nicht, da die Story des Vorgängers mit Wissen der Wahrheit nur noch wenige Mysterien offen lassen würde. Neben der Hauptstory sind außerdem ein paar Kurzgeschichten enthalten von denen höchstens die erste ohne Vorwissen funktioniert. Diese spielen nämlich allesamt während der ersten Geschichten des Originals und dauern jeweils nur so 15 - 30 Minuten. Wirklich interessant fand ich sie dementsprechend aber nicht, schon weil ich mich an die Original Stories nur noch schwammig erinnern konnte.

A Requiem for Innocence

[Early Access] 2084 Prototyp

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https://store.steampowered.com/app/987850/2084/

2084 ist ein Cyberpunk Shooter der in Folge eines dreitägigen Game Jams entstanden ist, und welcher nun innerhalb von 2 Jahren zu einem vollwertigen Spiel entwickelt werden soll. Der Story-Modus ist dementsprechend extrem kurz (circa 40 Minuten) und von den Ereignissen her nicht wirklich der Rede wert. Zumal das eigentliche Spiel nichts weiter als eine Simulation ist, welche von einem Charaktere im Observer Universum gespielt wird. Und damit bin ich auch schon beim größten Kritikpunkt des Spiels angelangt.

Es ist nämlich nicht nur in der selben Welt wie Observer angesiedelt, sondern wirkt quasi wie eine Shooter Erweiterung, da ein Großteil des Settings einfach nur recycelt und ein bisschen ans Gameplay angepasst wurde. Hat mich zuerst ein bisschen überrascht, da ich bei Anfrage des Keys überhaupt nicht wusste, dass die Spiele irgendwas miteinander zu tun haben. Zumal Observer ein Horrorspiel ist, und 2084 ein reiner Shooter. Das war mir aber zumindest bewusst, auch wenn ich ein paar Horror-Momenten nicht abgeneigt gewesen wäre.

2084 Cyberpunk

[Early Access] Monkeys & Dragons

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Point-and-Click Adventure

Monkeys & Dragons ist ein Point-and-Click Adventure für das ich mich vor allem aufgrund des Trailers interessiert habe. Dieser ließ es nämlich so wirken, als ob es eine Rahmenhandlung ala How I Met Your Mother geben würde, wenngleich mit einer weiblichen Protagonistin die ihren Kindern erzählt wie sie ihrem Vater das Leben gerettet hat. Und das schien auch alles nett synchronisiert zu sein. Das Problem ist nur: nichts davon ist auch nur irgendwie im Spiel vorhanden. Stattdessen wird man direkt ins Spiel geworfen und darf dabei zusehen wie ein Charakter entführt wird den man noch gar nicht kennenlernen konnte. Und Sprachausgabe sucht man dabei leider vergeblich. Das was mich besonders interessiert hat, war also scheinbar nichts weiter als Trailer Material.

Aber gut, solange der Rest des Spiels unterhalten kann, sollte das ja eigentlich egal sein. Mich stört allerdings die Tatsache, dass sich der Entwickler zumindest im ersten Kapitel viel zu sehr von Monkey Island hat inspirieren lassen. Um den Ehemann zu retten muss man nämlich erst mal mit drei Gildenleitern reden um Abenteurer zu werden. Und um das zu bewerkstelligen muss man drei Aufgaben bewältigen: ein T-Shirt stehlen, den Speermeister bekämpfen und einen Affen fangen. Der Entwickler hat also fast 1:1 die selbe Struktur wie aus Monkey Island übernommen. Die Umsetzung mag ein bisschen anders sein, aber wenn man schon ein eigenes Spiel entwickelt, dann soll man sich doch auch bitte was eigenes einfallen lassen und nicht einfach nur einen Klassiker kopieren. Zumal das was übernommen wurde in keinster Weise so unterhaltsam ist wie in Monkey Island.



[Review] Iris.Fall

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Adventure Puzzle

Iris.Fall ist ein auf Rätsel fokussiertes Adventure in dem ein kleines Mädchen einer schwarzen Katze in ein heruntergekommenes Theater folgt und daraufhin in eine Welt aus Licht und Schatten gesaugt wird in der sie selbst mit den Schatten verschmelzen kann. Dadurch kann sie zum Beispiel eine Rampe überqueren deren zweite Hälfte nur irgendwo abgetrennt im Vordergrund existiert und dementsprechend in der realen Welt unpassierbar wäre. Anstatt frei die Welten wechseln zu können, muss sie allerdings am Boden liegende Bücher aufsuchen die sich im Normalfall nicht bewegen lassen. Den Wechsel finde ich von der Steuerung her allerdings ein bisschen suboptiomal. Um mit der Welt zu interagieren muss man nämlich die Maus verwenden, während Iris sich einzig und allein mit WASD kontrollieren lässt. Die Maus allein hätte mir allerdings schon gereicht. Oder zumindest ein Hotkey mit dem sich die Welten wechseln lassen ohne dass ich ständig die Maus herumschieben muss.

Diese Mechanik macht allerdings nur einen Bruchteil des Gameplays aus. Ansonsten wäre das Spiel vermutlich irgendwann langweilig geworden, auch wenn es nach circa 4 Stunden bereits vorbei ist. Die restlichen Mechaniken sind allerdings ein bisschen durchwachsen. Manche mögen zwar angenehm und intuitiv sein, aber dann gibt es auch Stellen die ich fürchterlich frustrierend fand und die viel zu viel Zeit in Anspruch genommen haben. Darunter eine Art Brückenrätsel dessen einzelne Bestandteile man heben und senken kann um sich langsam einen Weg auf die andere Seite zu bahnen. Klingt simpel, ist es aber nicht.

Iris.Fall

[Review] Aeon of Sands - The Trail

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Dungeon Crawler

Aeon of Sands - The Trail ist ein Retro Dungeon Crawler dessen Geschichte in Form einer Choose Your Own Adventure Story erzählt wird. Sprich, wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist labyrinthartige Dungeons zu durchforsten, dann muss man sich auf einer Weltkarte entscheiden wohin man sich als nächstes wenden möchte, was entweder direkt ins nächste Dungeon führt, oder zu einer Story-Sequenz in der man unterschiedliche Entscheidungen treffen kann. Klingt vom Prinzip her vollkommen in Ordnung, zumal es sich dadurch eventuell lohnen könnte das Spiel mehrfach auf unterschiedliche Art und Weise durchzuspielen. Nach meinem ersten Durchgang muss ich aber sagen, dass ich kein wirkliches Interesse habe mich noch länger mit dem Spiel zu beschäftigen. Nicht weil es grauenhaft gewesen wäre, sondern weil sich das Dungeon Crawler Gameplay mit dieser Art von Story nicht wirklich verträgt.
 
Ich habe zwar nur 8 1/2 Stunden bis zum Ende gebraucht, aber die meiste Zeit durchstreift man eben nur die Dungeons, in denen es so gut wie keine Story gibt. Und das was außerhalb der Dungeons geboten wird, wirkte auf mich nicht so, als ob sich die Ereignisse soviel anders hätten entwickeln können. Weil die paar Stellen wo ich mit meinen Entscheidungen herumexperimentiert habe führten entweder dazu,  dass ich ein Dungeon (und damit dessen Loot) vollkommen übersprungen habe, oder dass ich plötzlich Gegnern gegenüberstand denen ich absolut nicht gewachsen war. Letzteres ist mir gegen Ende mal passiert, und ich habe aus irgendeinem Grund absolut keinen Schaden anrichten können. Wegrennen wäre also die einzige Option gewesen. Die bringt nur nicht soviel wenn man von Dutzenden Gegnern umzingelt ist die einen irgendwann von allen Seiten einkreisen und es somit absolut unmöglich machen auch nur einen weiteren Schritt zu gehen. Von daher hatte ich schlussendlich keine andere Wahl als meinen Spielstand neu zu laden und eine weniger hoffnungslose Entscheidung zu treffen.