Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!: August 2018

[Review] vridniX

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Endless Runner Platformer

vridniX ist ein Hardcore Platformer der ein bisschen was von einem Endless Runner hat. Nicht weil man die ganze Zeit nur in eine Richtung rennen würde, sondern weil der namensgebende vridniX nicht mehr aufzuhalten ist sobald er sich einmal in Bewegung gesetzt hat. Er muss immerhin die Welt retten, auch wenn ihn niemand drum gebeten hat und er dadurch ständig den Zorn all jener auf sich zieht, denen er eigentlich helfen will. Ohne diese Mechanik wäre das Spiel aber auch bei weitem nicht so schwer, immerhin könnte man dann zielsicher von Plattform zu Plattform springen anstatt panisch durch die Gegend zu hüpfen. Man kann vridniX zwar jederzeit in eine andere Richtung steuern, das hilft aber hauptsächlich bei der Orientierung und verhindert eher wenig Tode.

Zumal es auch Stellen gibt an denen Trial & Error die einzige Lösung ist, wie eine tiefe Grube voller Stacheln in der man sich ständig von einer Seite zur anderen katapultieren muss ohne vridniX dabei aufzuspießen. Und am Boden wird man einfach mal mit Feuerbällen beschossen und muss somit in Windeseile den nächsten Hindernisparkour durchqueren. Für Frustmomente ist also auf jeden Fall gesorgt, selbst in Leveln die eigentlich recht simpel wirken. Das liegt vor allem an einer weiteren wichtigen Mechanik: Kugeln mit denen man die Welt nicht nur kippen, sondern auch komplett auf den Kopf stellen kann. Und das ist "richtig toll" wenn man sich in einem engen Schacht wiederfindet in dem vridniX unweigerlich von einem Block zermalmt wird insofern er sich nicht innerhalb eines Sekundenbruchteils in Sicherheit begibt.



[Review] Flipping Death

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!

Adventure Platformer

Flipping Death ist ein Adventure/Platformer der als indirekter Nachfolger zu Stick it to the Man! fungiert. Vorwissen ist allerdings nicht vonnöten um die Story verstehen zu können. Es spielt zwar offensichtlich in der selben Welt, aber viele Anspielungen gibt es eigentlich nicht. Und von der generellen Präsentation mal abgesehen, hat es mit seinem Vorgänger auch nicht viel gemein. Anstatt einen außerirdischen Spaghetti-Arm eingepflanzt zu bekommen, übernimmt die neue Protagonistin nach ihrem plötzlichen Ableben nämlich unfreiwilligerweise den Job des Todes, wodurch sie jederzeit zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten wechseln kann. Dieser Wechsel ist allerdings nur dann möglich, wenn sie vorher eine Reihe von Seelen absorbiert, mit deren Energie sie von anderen Kreaturen Besitz ergreifen kann.

Davon abgesehen ist es aber ein etwas klassischeres Adventure als der Vorgänger.  Weil man kann zwar auch diesmal wieder Gedanken lesen, aber ansonsten ist man einzig und allein auf die Fähigkeit des aktuellen Charakters beschränkt (wie Fleischbällchen durch die Gegend zu schießen oder mithilfe von Kaugummis durch die Luft zu fliegen). Nur in der Geisterwelt hat man ein paar besondere Fähigkeiten, wie die Möglichkeit sich zu allen bereits besessen Charakteren zu teleportieren. Oder seine Sense in die Luft zu schleudern und sich an ihre aktuelle Position zu katapultieren. Die Welt mithilfe von Stickern und Gedanken zu manipulieren finde ich insgesamt aber trotzdem etwas interessanter. Und es ist auch keineswegs so nervig wie manche Physik-Spielereien die man in Flipping Death veranstalten muss. Wie der Versuch einen Charakter mithilfe eines Lamas über einen Zaun hinweg anzuspucken, was in vielen Fällen einfach mal komplett schief lief und mich deswegen einiges an Zeit gekostet hat.

Tod

[Ersteindruck] The Outpost Nine

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Horror Visual Novel Adventure

The Outpost Nine ist eine Mischung aus Visual Novel und Text-Adventure, sprich man muss die meiste Zeit nur lesen was passiert, aber zwischendrin gibt es immer wieder kleinere Gameplay-Passagen in denen man sich mittels Text-Befehlen durch die Gegend bewegen, mit Objekten interagieren, oder mit anderen Charakteren reden muss. Statt für Visual Novels typischen Anime Grafiken, kommt hier aber ein netter Retro-Stil zum Einsatz der in Form einer Bildübertragung auf einem Monitor dargestellt wird. Wirklich Sinn macht letzteres aber nur bedingt, vor allem wenn die Charaktere miteinander reden und es dabei so wirkt, als ob sie in einem leeren Holodeck stehen würden. In seltenen Fällen gibt es aber auch richtige Hintergründe mit detaillierten Charakteren, welche ich mir persönlich auch für den Rest des Spiels wünschen würde. Allerdings mit weniger heftigen Kopfbewegungen, welche viel zu unrealistisch wirken um drüber hinwegsehen zu können.

Ansonsten ist die Präsentation des Spiels eigentlich nicht schlecht (von einem furchtbar nervigen und unpassenden Captcha Sound mal abgesehen), aber mit einer Spielzeit von circa einer Stunde wird in der ersten Episode viel zu wenig geboten als dass ich mir eine umfassende Meinung bilden könnte. Es spielt halt auf einem fremden Planeten in einer Bergbau-Anlage, welche kurz nach Beginn der Handlung aufgrund einer dummen Charakter-Entscheidung von einer mysteriösen Kreatur heimgesucht wird. Bis zu diesem Zeitpunkt weiß man außerdem so gut wie nichts über irgendwas, weder was das Setting, noch die Charaktere angeht. Und nach der ersten „spannenden“ Sequenz ist die Episode auch direkt vorbei.

Autopsie

Dieser Abschnitt hat mich aber auch am meisten genervt. Man muss an der Stelle nämlich ein paar Gegenstände und Codes auftreiben um das Gebiet verlassen zu können. Und zwar während man von dieser Kreatur verfolgt und irgendwann in Stücke gerissen wird. Es gibt dafür zwar eine akustische Warnung, aber die einzige Möglichkeit dem Tod zu entgehen besteht darin, immer und immer wieder zu einem Schrank zu rennen und sich für ein paar Sekunden drin zu verstecken. Ein oder zweimal wäre das vielleicht okay gewesen, aber da man an einer Stelle dazu gezwungen ist dreimal hintereinander Lärm zu machen um überhaupt fortfahren zu können, musste ich mich viel zu oft verstecken. Als wirklich spannend kann ich das also nicht bezeichnen.

Ich hätte zwar trotzdem Interesse zu sehen was da jetzt als nächstes passiert, aber wie bei vielen episodischen Spielen warte ich lieber bis ich das alles in einem Rutsch durchgehen kann. Erst recht bei einem Spiel dessen erste Episode schon so fürchterlich kurz ist. Von daher würde ich auch selber dazu raten bis zum Ende zu warten. Vielleicht lohnt es sich dann ja sogar. Eine richtige Wertung werde ich mir bis dahin auch sparen.

https://store.steampowered.com/app/882040/The_Outpost_Nine_Episode_1/


[Review] Unavowed

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Point-and-Click Adventure

Unavowed ist ein Point-and-Click Adventure das im selben Universum wie die Blackwell Reihe und irgendwann nach den Ereignissen von Blackwell Epiphany spielt. Wer hofft, dass eine der übrig gebliebenen Storylines diese Reihe hier abgehandelt wird, den muss ich allerdings enttäuschen. Es gibt thematisch zwar durchaus ein paar Verbindungen, es ist aber weder ein direktes noch ein indirektes Sequel, auch wenn es ein paar interessante Eastereggs gibt (die einem aber vermutlich nicht auffallen wenn man die Blackwell Reihe nicht mehr so genau im Gedächtnis hat). Stattdessen geht es diesmal um die Unavowed, eine Gruppe die quasi als übernatürliche Polizei fungiert. Sprich sie versuchen die Welt der Sterblichen vor Kreaturen von jenseits des Void zu beschützen.

Geister zählen schwachsinnigerweise aber nicht zu ihrem Einsatzgebiet, egal ob es sich um verlorene Seelen oder Poltergeister handelt. Das mag zwar einen gewissen Sinn ergeben, da die Unavowed nicht mit Geistern kommunizieren können, aber man sollte meinen, dass es da Mittel und Wege geben würde. Ist allerdings auch egal, da man ihre Herangehensweise im Laufe des Spiels tatsächlich ändern kann. Einer der Charaktere der sich einem später anschließt ist nämlich zufälligerweise ein Bestower of Eternity, sprich die selbe Art von Mensch die man schon in der Blackwell Reihe spielen durfte. Geister zu besänftigen ist aber trotzdem nur ein sekundärer Aspekt des Spiels. Und da man diesen Charakter nur indirekt steuern kann, bekommt man auch keinen vollwertigen Einblick in die Geisterwelt.

Blackwell Adventure Series