[Review] A Sceptic's Guide to Magic - Jack-Reviews.com

[Review] A Sceptic's Guide to Magic

Für dieses Review wurde mir ein Key zur Verfügung gestellt.
Mystery Adventure

A Sceptic's Guide to Magic ist ein mit dem RPG-Maker erstelltes Mystery Adventure das auf den ersten Blick zwar ein bisschen aus dem Einheitsbrei hervorsticht, aber welches mich aufgrund des Gameplays, der Animationen und der Soundeffekte stets daran erinnert hat womit es ursprünglich erstellt wurde. Mag an sich zwar kein Problem sein, zumal dieser POP Grafikstil sehr viel hübscher ist als das was die RPG-Maker Reihe standardmäßig zu bieten hat, aber im Gegensatz zu Spielen wie Rakuen fehlt es hier an Elementen die den Titel wirklich einzigartig machen.

Das ist vor allem deswegen schade weil es sich hier eben nicht um ein Rollenspiel sondern um ein waschechtes Adventure handelt bei dem es gilt einen Mord aufzuklären der irgendwelche okkulten Hintergründe hat. Der Titel des Spiels ist in dieser Hinsicht aber etwas irreführend. Der forensische Ermittler Lester Chapman, in dessen Haut man schlüpft, mag von Magie zwar keine Ahnung haben, er stellt diese Fähigkeiten aber nie wirklich in Frage und schließt sich innerhalb kürzester Zeit einer Gruppe von Hexen an die ihm beibringen wie er selbst Zauber wirken kann.

Hexen

Und darum dreht sich auch der Rest des Spiels, da ein Großteil aller Rätsel einzig und allein mit Magie zu lösen sind. Ist von der Idee her eigentlich ganz nett, aber im Grunde läuft es nur darauf hinaus dass man Items sammelt mit denen man Zauber craftet die wiederum wie ganz normale Items fungieren. Das einzige was es dabei zu beachten gilt ist die Tatsache, dass jeder Zauber auch noch ein Medium benötigt auf welches in der Beschreibung hingewiesen wird.

Wenn man ein Portal erschaffe möchte, dann muss man dieses zum Beispiel mit einem Schlüssel kombinieren um es quasi aufzuschließen. Ist größtenteils kein wirkliches Problem ... außer natürlich man besitzt das benötigte Item überhaupt nicht. Und genau das ist mir leider immer und immer wieder passiert. Nicht unbedingt bei diesen Medien, aber zumindest bei den ganzen Zutaten die man für jeden einzelnen Zauber benötigt.

A Sceptic's Guide to Magic

A Sceptic's Guide to Magic hat nämlich eine der furchtbarsten Eigenschaften zu bieten die ein Adventure nur haben kann: wenn man ein bestimmtes Item aktuell nicht benötigt, dann kann man dieses auch nicht aufheben. Von daher muss man immer und immer wieder jeden einzelnen Ort abklappern um zu schauen ob es was neues zu kaufen gibt oder ob sich bestimmte Gegenstände jetzt verwenden lassen. Und das macht auf Dauer echt keinen Spaß, weswegen ich an einer Stelle drauf und dran war das Spiel einfach abzubrechen weil ich schlichtweg keine Ahnung hatte wo ich die nächste Zutat finden soll. Ohne das ganze Rumgesuche wäre das Spiel vermutlich nur halb so lang (sprich 3 oder 4 Stunden), aber dafür hätte es mir vermutlich besser gefallen.

Ein richtig gutes Spiels wäre es dann aber trotzdem nicht, da selbst die Story einige Probleme mit sich bringt. Darunter die Tatsache dass es eine Stelle gibt an der sich Lester für einen Polizeibeamten richtig dumm verhält, was man als Spieler leider nicht verhindern kann. Und obwohl das Spiel zumindest ganz am Ende versucht ein bisschen Spannung aufzubauen scheitert das leider an der Tatsache, dass die "Action" insgesamt sehr statisch ist. Sprich die Charakter setzen hauptsächlich nur Zauber ein die im Endeffekt nichts eindrucksvolles bewirken. Da bleibt auch das Finale nicht von verschont, welches innerhalb weniger Sekunden mittels drei Zaubern abgeschlossen wird. Wenn die Story sich einzig und allein mit einem simplen Mordfall befasst hätte, dann wäre das vermutlich ganz okay gewesen. So war es aber nicht nur antiklimaktisch, sondern auch noch viel zu einfach.

England

Als furchtbar will ich das Spiel allerdings auch nicht bezeichnen. Das Gameplay mag mich teilweise zwar echt genervt haben, aber wenn ich endlich mit der Story weitermachen konnte, dann hat sie mich eigentlich ganz gut unterhalten. Schon weil sich das Spiel trotz seiner Mord Thematik nur dann ernst nimmt wenn es wirklich sein muss, was zu ein paar sehr amüsanten Momenten führt. Wie das Zusammentreffen zwischen einer der Hexen und den Mitgliedern einer altmodischen Männergesellschaft die scheinbar allergisch auf Frauen reagieren.

Das mag die Probleme des Spiels zwar in keinster Weise ausgleichen, aber für den Spottpreis von 4,99€ kann man sich das durchaus anschauen. Gibt auf jeden Fall schlechtere RPG-Maker Titel für die man sein Geld ausgeben könnte. Falls ihr aber erstmal einen Blick drauf werfen wollt, dann könnt ihr euch mein Video anschauen, in dem ich die erste Stunde festgehalten habe.





A Sceptic's Guide to Magic ist an sich kein schlechtes Spiel, aber ständig nach Zutaten für jeden einzelnen Zauber suchen zu müssen ist auf Dauer einfach nur nervig. Schon weil sich Gegenstände erst dann benutzen lassen wenn man sie auch tatsächlich braucht, was für viel zu viel Backtracking sorgt.

 

Positive Aspekte von A Sceptic's Guide to Magic

  • Die Story mag zwar einige Probleme haben, aber ich fand zumindest die Dialoge gut geschrieben.
  • Der Grafikstil ist zwar alles andere als einzigartig, aber er sieht um Welten besser als das was viele kommerzielle RPG-Maker Titel zu bieten haben.

 

Negative Aspekte von A Sceptic's Guide to Magic

  • Ein paar der Fantasy-Elemente, sowie extra für das Spiel angefertigte Grafiken, passen stilistisch nicht zum Rest.
  • Gegenstände lassen sich nur dann benutzen wenn man sie auch tatsächlich braucht, weswegen man die selben Orte immer und immer wieder abklappern muss.
  • In Sachen Spannung hat das Spiel selbst im Finale nicht wirklich viel zu bieten.
A Sceptic's Guide to Magic Reviewed von Jack am 2019-08-21Rating: 3.5