Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!: März 2019

[Early Access] Fell Seal: Arbiter's Mark

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Fell Seal: Arbiter's Mark ist ein Strategie Rollenspiel im Stile von Final Fantasy Tactics das irgendwann Ende April die Early Access Phase verlassen sollte. Dementsprechend hätte ich mir einen Großteil des Spiels zwar bereits anschauen können, aber da die Entwickler momentan noch am Balancing arbeiten, die finalen Missionen noch fehlen, und auch Achievements erst zum Release hinzugefügt werden, wollte ich erst mal nur einen kurzen Blick riskieren. Mit 12 von circa 40 Missionen, und einer Spielzeit von 6+ Stunden, sollte das aber mehr als ausreichend sein um mir einen generellen Eindruck von Gameplay zu verschaffen, welches bei dieser Art von Rollenspiel ja sowieso im Vordergrund steht.

Ob die Story irgendwas taugt kann ich dementsprechend zwar nicht sagen, aber sie wirkt bisher zumindest ganz solide. Fell Seal spielt nämlich in einer Welt die vor langer Zeit von einer furchtbaren Bestie heimgesucht wurde, welche schlussendlich aber 7 Helden zum Opfer gefallen ist die daraufhin die Macht der Unsterblichkeit erlangt haben. Seitdem wachen sie über die Welt und versuchen für Recht und Ordnung zu sorgen. In der ersten Stunde des Spiels macht ein Mitglied des Unsterblichen Rates allerdings bekannt, dass es Zeit ist abzudanken und dementsprechend ein Nachfolger erwählt werden muss. Und wie der "Zufall" es so will wird einer der spielbaren Charaktere natürlich als Kandidat auserwählt, woraufhin man eine Reise um die Welt beginnen muss um sich dieser Rolle als würdig zu erweisen.

Fell Seal: Arbiter's Mark

[Early Access] Edge of Eternity

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JRPG 

Edge of Eternity ist ein im Westen entwickeltes JRPG das von einem winzigen Team bestehend aus 9 Leuten entwickelt wird. Wäre vermutlich gerade so ausreichend um ein nettes Retro RPG zu entwickeln, aber stattdessen wollen sie tatsächlich eine umfangreiche, dreidimensionale Welt erschaffen die eine epische Geschichte voller Emotionen zu erzählen hat. Klingt erst mal ein bisschen unrealistisch, und ich muss auch sagen dass mich der Anfang des Spiels alles andere als zuversichtlich gestimmt hat. Die komplette Hintergrundgeschichte über eine Invasion aus dem Weltraum, den darauf folgenden Krieg, und eine mysteriöse Krankheit die organische Kreaturen in mechanische Wesen umwandelt, wird nämlich einzig und allein mit Standbildern erzählt.

Man sieht von daher auch gar nicht wie Daryon, einer der Protagonisten, in diesen Krieg involviert ist. Stattdessen beginnt die Story damit dass er Offscreen desertiert ist um zusammen mit seiner Schwester ein Heilmittel für die Corrosion (die bereits erwähnte Krankheit) zu suchen. Nicht um die Welt vor dem Untergang zu bewahren, sondern um ihre daran erkrankte Mutter zu retten. Wäre als Prämisse zwar eigentlich in Ordnung, aber hätten die Entwickler nicht ein bisschen was vom Krieg zeigen können bevor die eigentliche Story losgeht? Wäre auf jeden Fall spannender gewesen als alles was danach passiert. 

Infodump

[Review] Devil May Cry 5

Hack and Slay

Devil May Cry 5 ist das lang erwartete Sequel zur ursprünglichen Devil May Cry Reihe, welches zeitlich ein paar Jahre nach dem vierten Teil angesiedelt ist. Und wie schon damals schlüpft man erneut in die Rolle von Nero und Dante, und das sogar in exakt der selben Reihenfolge. Im Gegensatz zu den Vorgängern wird die Story allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge erzählt. Stattdessen beginnt sie dort wo manch andere Spiele enden würden: beim Kampf gegen den neuen Dämonenkönig Urizen. Das hat allerdings zur Folge dass bestimmte Dinge anfangs nicht erklärt werden, wie Neros fehlender Arm oder was es mit dem neuen Charakter V auf sich hat. All diese Lücken werden im Laufe der Zeit aber noch geschlossen, und man bekommt auch immer hilfreiche Einblendungen um die aktuellen Ereignisse zeitlich einordnen zu können.

Die Struktur des Spiels wird aber trotzdem dadurch verkompliziert, dass man nicht nur zwischen Nero und Dante, sondern ab und zu auch noch zu V wechselt. Und dieser ist gameplaytechnisch der einzige Charaktere bei dem sich DMC Veteranen tatsächlich umgewöhnen müssen. Er hat nämlich keine Kampfstile, kein Waffenarsenal, und auch keinen magischen Arm mit dem er Gegner zu sich ziehen könnte. Stattdessen muss er sich auf drei Dämonen verlassen die für ihn kämpfen: einen Vogel, eine Raubkatze und eine Art Golem. Letzterer lässt sich allerdings nur dann beschwören wenn V seinen Devil Trigger aktiviert. Er selbst hat davon allerdings nicht viel, da er physisch extrem schwach ist und dementsprechend im Nahkampf so gut wie nutzlos. Deswegen müssen seinen Dämonen die Gegner erst mal weich prügeln bevor V ihnen den Gnadenstoß verpassen kann.

Devil May Cry 5
Hack and Slay

[Review] Final Fantasy XV

Action Rollenspiel

So, ich bin mit diesem Review zwar eigentlich ein paar Jahre zu spät dran, aber da der letzte DLC für FFXV erst diesen Monat erscheint, bin ich offenbar gerade noch rechtzeitig mit fertig geworden! Eigentlich wollte ich ja warten bis auch tatsächlich das letzte bisschen an Content veröffentlicht wurde, aber da die meisten DLCs mittlerweile gecancelt wurden und ich das Spiel kürzlich zu einem ordentlichen Preis abstauben konnte, wollte ich dann doch endlich mal reinschauen. Und nachdem mich selbst die FFXIII Trilogie trotz all ihrer Probleme gut unterhalten konnte, hatte ich zumindest die vage Hoffnung, dass es hier ähnlich verlaufen würde. Nach einer Spielzeit von circa 50 Stunden (mit vielen Sidequests und allen Charakter-fokussierten DLCs) muss ich aber leider sagen, dass das Spiel insgesamt eine Enttäuschung ist.

Das liegt vor allem daran, dass die Story einfach viel zu lange braucht um überhaupt in Fahrt zu kommen. Man beginnt das Spiel nämlich in einer weiten offenen Welt in der noch nichts besonderes passiert ... und das bleibt die nächsten 8 Kapitel dann auch so, von einer einzigen, cool inszenierten Sequenz mal abgesehen. Erst im 9.Kapitel, wenn man die offene Welt für immer hinter sich lässt und alles sehr viel linearer wird, kommt die Story endlich in die Gänge. Insofern man zwischendurch die ganzen Sidequests mitnimmt, kann es also 20 - 30 Stunden dauern bis überhaupt irgendwas von Relevanz passiert. Dabei gibt es zwischen dem ersten und zweiten Kapitel eigentlich ein richtig spannendes und verdammt wichtiges Ereignis über das man innerhalb des Spiels aber so gut wie nichts erfährt: die Ereignisse des Kingsglaive Films.

Kingsglaive

[Review] Glass Masquerade 2: Illusions

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Puzzlespiel

Glass Masquerade 2 ist ein Puzzlespiel beim dem man im wahrsten Sinne des Wortes Puzzles zusammensetzen muss. Allerdings keine stinknormalen Puzzles wie man sie überall so findet, sondern welche in Form von Buntglasfenstern, was durchaus ganz hübsch aussieht. An der Art und Weise wie man Puzzles löst, ändert das aber nicht wirklich was, auch wenn die einzelnen Teile manchmal sehr abstrakte Formen haben. Und das ist vermutlich auch der Grund warum jedes Level eine optionale Starthilfe in Form von hervorgehobenen und markierten Teilen besitzt, die man dementsprechend innerhalb von Sekunden an ihre richtige Position bringen kann.

Je nachdem wie man sich anstellt, kann es danach aber schonmal eine halbe Stunde dauern bis auch endlich das letzte Teil an seine richtige Position verschoben wurde. Es gibt nämlich keinerlei Tipps wo man welches Teil platzieren sollte, und auch leider keine Vorschau des Motivs das man gerade zusammenbastelt. Von den 31 vorhandenen Puzzles habe ich deswegen auch noch gar nicht alle durch, wenngleich ich den Rest im Laufe der Zeit sicherlich noch abarbeiten werde. Länger zu warten würde für das Review aber keinen Sinn ergeben, da ich mir mittlerweile zu 99% sicher bin, dass sich am Gameplay nichts mehr ändert.

Rätselspiel

[Ersteindruck] Wounded

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Indie Horror

Wounded ist ein Indie Horror Spiel über einen ehemaligen Water Polo Champion der nach einem Bootsunfall seine verschwundene Tochter wiederfinden muss. Falls diese denn überhaupt noch lebt und nicht schon vor Jahren gestorben ist. Das Intro weckt da nämlich gewisse Zweifel, da es eben nicht auf einem Boot beginnt, sondern schlicht und ergreifend im Haus des Protagonisten, wo man sich nach einer kurzen Texteinblendung erst mal planlos umschauen und in Erinnerungen schwelgen muss. Und wenn man sich dann endlich jeden einzelnen Gegenstand angeschaut hat, ertrinkt der Protagonist einfach mal in seinem Haus, nur um plötzlich an einem Strand wieder zu Bewusstsein zu kommen. Also war das Haus entweder ein Traum und der Strand die Realität, oder der Strand ist einfach nur ein weiteres Traumlevel in dem der Protagonist den Tod seiner Tochter zu verarbeiten versucht.

Was genau davon nun Sache ist, werde ich allerdings niemals erfahren. Ich habe Wounded nämlich nach circa 2 Stunden bereits abgebrochen, was laut Angaben der Entwickler etwa der Hälfte des Spiels entsprechen dürfte. Rein theoretisch hätte ich mir also den Rest des Spiels ebenfalls noch anschauen können, ganz gleich wie wenig es mir gefällt. Das Problem ist nur, dass ich immer und immer wieder an ein und derselben Stelle gestorben bin. Und das nicht weil mich irgendein Monster gepackt hätte, sondern weil der Gang voller Gas war und ich keine Ahnung hatte wie ich dran vorbeikommen soll. Es gibt zwar eine Stelle die besonders hervorgehoben ist, und die man vermutlich irgendwie nutzen könnte um das Gas abzudrehen, ich habe aber nichts gefunden was ich damit hätte kombinieren können. Und nach ein paar erfolglosen Versuchen hatte ich dann auch keine Lust mehr.

Horror

[Review] Metro: Exodus

Apokalypse

Metro: Exodus ist der dritte Teil der Metro Reihe und in gewisser Weise auch eine Nacherzählung von Metro 2035, dem offiziell letzten Band der Roman-Trilogie. Im Gegensatz zu den Vorgängern habe ich mir das Buch allerdings direkt gespart, da es eine richtig dumme Änderung am Setting vornimmt die  in Metro: Exodus glücklicherweise komplett ignoriert wird. Es erzählt außerdem nur den Teil der Story wieder der relevant ist um die restliche Handlung von Exodus in Bewegung zu setzen, welche weit über das Buch hinaus geht. Und auch weit über die Metro, weswegen man das Spiel vermutlich eher mit S.T.A.L.K.E.R. als mit seinen Vorgängern vergleichen könnte.

Artyom und Co kapern nämlich in den ersten Stunden einen Zug und beginnen damit einen Roadtrip durchs radioaktive Russland um eine neue Heimat an der Erdoberfläche zu finden. Wie sich herausstellt gibt es nämlich immer noch weitläufige Areale in denen so gut wie keine Strahlung vorhanden ist, und in denen sich tatsächlich Menschen niedergelassen haben. Und das macht auch durchaus Sinn, da natürlich nicht jeder einzelne Fleck auf der Erde mit Atomwaffen angegriffen worden wäre. Das dumme ist nur, dass die einst so bedrohliche Oberfläche dadurch einen Großteil ihrer Atmosphäre eingebüßt hat.

Man muss zwar immer noch auf Mutanten achten, zumal es welche gibt die wie Chameleons mit der Umgebung verschmelzen, aber ich kann mich an keinen einzigen Moment erinnern an den ich mir über meine Gasmaske oder deren Filter Gedanken gemacht hätte. Und dementsprechend besteht auch nie wirklich der Drang sich unter der Erde zu verkriechen um der Strahlung zu entkommen.

Metro: Exodus

[Ersteindruck] Incubo

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Horror Platformer

Incubo ist ein Horror Platformer in dem ein kleiner Junge während einer Kreuzfahrt über Bord gestoßen wird und daraufhin in einer fremden Welt landet in der ihn alles mögliche umzubringen versucht. Und genau aus diesem Grund habe ich das Spiel nach knapp einer Stunde bereits abgebrochen. Eine dem Spieler feindlich gesinnte Welt ist an sich zwar nichts verwerfliches, aber in vielen Fällen sind die Tode die man dort erleidet einfach nur billig und sorgen dadurch für unnötige Wiederholungen. Und das war bereits an der ersten Stelle an der ich häufiger gestorben bin ersichtlich.

Dort muss man nämlich von einer Kiste an ein Seil springen, und scheinbar auf die andere Seite. Während meiner ersten Versuche bin ich bei der Landung aber jedes Mal verreckt. Daraufhin dachte ich also: vielleicht muss ich die Kiste einfach nur ins Loch mit den Stacheln schieben? Nope, die geht dabei kaputt. Aber vielleicht muss ich an die Decke und in ein neues Stockwerk klettern? Nope, da geht es auch nicht weiter.

Was war also des Rätsels Lösung? Einfach auf die andere Seite zu hüpfen ... allerdings von einer so niedrigen Position aus, das man gerade noch überlebt. Sprich, der Protagonist hält so gut wie nichts aus, was sich unter anderem beim ersten (und einzigen) Boss den ich gesehen habe negativ bemerkbar gemacht hat. Der Kampf wird nämlich schnell sehr hektisch, wodurch man viel rumlaufen und rumspringen müsste um zu gewinnen, was ein bisschen problematisch ist wenn die Seile die zur oberen Plattform führen so hängen, dass man beim Absprung sterben kann.

Horror Adventure