[Review] Flipping Death - Jack-Reviews.com

[Review] Flipping Death

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!

Adventure Platformer

Flipping Death ist ein Adventure/Platformer der als indirekter Nachfolger zu Stick it to the Man! fungiert. Vorwissen ist allerdings nicht vonnöten um die Story verstehen zu können. Es spielt zwar offensichtlich in der selben Welt, aber viele Anspielungen gibt es eigentlich nicht. Und von der generellen Präsentation mal abgesehen, hat es mit seinem Vorgänger auch nicht viel gemein. Anstatt einen außerirdischen Spaghetti-Arm eingepflanzt zu bekommen, übernimmt die neue Protagonistin nach ihrem plötzlichen Ableben nämlich unfreiwilligerweise den Job des Todes, wodurch sie jederzeit zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten wechseln kann. Dieser Wechsel ist allerdings nur dann möglich, wenn sie vorher eine Reihe von Seelen absorbiert, mit deren Energie sie von anderen Kreaturen Besitz ergreifen kann.

Davon abgesehen ist es aber ein etwas klassischeres Adventure als der Vorgänger.  Weil man kann zwar auch diesmal wieder Gedanken lesen, aber ansonsten ist man einzig und allein auf die Fähigkeit des aktuellen Charakters beschränkt (wie Fleischbällchen durch die Gegend zu schießen oder mithilfe von Kaugummis durch die Luft zu fliegen). Nur in der Geisterwelt hat man ein paar besondere Fähigkeiten, wie die Möglichkeit sich zu allen bereits besessen Charakteren zu teleportieren. Oder seine Sense in die Luft zu schleudern und sich an ihre aktuelle Position zu katapultieren. Die Welt mithilfe von Stickern und Gedanken zu manipulieren finde ich insgesamt aber trotzdem etwas interessanter. Und es ist auch keineswegs so nervig wie manche Physik-Spielereien die man in Flipping Death veranstalten muss. Wie der Versuch einen Charakter mithilfe eines Lamas über einen Zaun hinweg anzuspucken, was in vielen Fällen einfach mal komplett schief lief und mich deswegen einiges an Zeit gekostet hat.

Tod

Ein Großteil des Spiels ist aber glücklicherweise nicht so nervig. Es kann allerdings ein bisschen langatmig sein, weil man weiß zwar immer was das nächste Ziel ist, aber mit welchen Charakteren man drauf hinarbeiten kann, lässt sich einzig und allein durch rumprobieren herausfinden. Man muss also erst mal von Charakter zu Charakter rennen um zu schauen, ob irgendwer eine nützliche Fähigkeit besitzt. So muss man an einer Stelle zum Beispiel ein Boot bemalen, aber dafür erst mal jemanden finden der eine Art Pinsel mit sich trägt. Betonung auf "eine Art", weil die Lösung ist ein bisschen absurd, was allerdings zur Spielwelt passt. Und sie dürfte trotzdem relativ offensichtlich sein nachdem man alle Charaktere einmal durchprobiert hat. Ansonsten gibt es immer noch eine Hinweis-Funktion die versucht einem die nächsten Schritte in Form von Bildern zu vermitteln.

Die optionalen Ziele sind da schon ein bisschen problematischer. Außer einem Titel bekommt man nämlich keinerlei Hinweise worum es sich dabei handeln könnte. Manchmal lässt sich das aber gut ableiten, vor allem bei Missionen wie "Ice Cold Killer" oder "Baby Dropped In". Letzteres hat mir die Physik des Spiels aber komplett kaputt gemacht, da der Gegenstand den ich für brauchte ständig aus meinen Fingern gerissen und irgendwann komplett ins Nichts katapultiert wurde. Sowas kann man dank Kapitelauswahl aber später immer noch nachholen. Und dabei wird sogar angezeigt, in welchem Kapitel noch Aufträge übrig sind.

Flipping Death

Ich muss allerdings sagen, dass mich ein Aspekt des Spiels extrem stört. Und zwar das Setting. Dieses ist zwar eigentlich gut in Szene gesetzt, vor allem aufgrund dieser Weltenwechsel-Mechanik, aber wirkliche Abwechslung ist leider Mangelware. Das Spiel beginnt nämlich im kleinen Örtchen Flatwood Peaks ... und hat ansonsten keine anderen Gebiete zu bieten. Ab und zu gibt es zwar neue Orte zu erforschen, darunter andere Gebäude, aber schlussendlich wird trotzdem die selbe Map von Anfang bis Ende recycelt. Es gibt nur zwei Kapitel die ein bisschen anders aussehen, aber die benutzen schlussendlich auch nur eine andere Variation des selben Ortes.

Stick it to the Man! hatte in dieser Hinsicht wesentlich mehr Abwechslung zu bieten, was schlussendlich auch der ausschlaggebende Punkt dafür ist, dass ich Flipping Death nur bedingt empfehlen kann. Es mag zwar durchaus lustig sein, aber ständig die selben Orte und die selben Charaktere abzuklappern führt leider schnell zu Ermüdungserscheinungen. Dass manche Charaktere von Kapitel zu Kapitel immer nur die selben Gedanken von sich geben, macht das auch nicht besser.

skurril

Von daher ist Flipping Death ein Spiel das ich zwar durchaus empfehlen könnte, aber wenn ihr den Vorgänger noch nicht kennt, dann wäre dieser in jeglicher Hinsicht die bessere Wahl. Schon weil dieser, wenn ich mich nicht irre, auch ein bisschen witziger war. Und wenn euch dieser gefallen sollte, dann könnt ihr euch den Nachfolger ja immer noch anschauen.




Flipping Death ist ein unterhaltsames Platformer Adventure das mit seinem indirekten Vorgänger, Stick it to the Man!, aber nur bedingt mithalten kann. Es ist zwar ebenfalls sehr witzig, hat dafür aber nur ein einziges Gebiet zu bieten das von Anfang bis Ende recycelt wird, was leider schnell zu Ermüdungserscheinungen führt.

 

Positive Aspekte von Flipping Death

  • Die Welt wurde grafisch schön in Szene gesetzt.
  • Die Synchronsprecher leisten allesamt wunderbare Arbeit und bringen den Humor des Spiels richtig gut zur Geltung.
  • Sobald man einen Charakter einmal in Besitz genommen hat, kann man sich jederzeit zu dessen Position teleportieren.
  • Wie man die Rätsel löst ist zwar etwas kryptisch, aber sobald man die Charaktere alle einmal durchprobiert hat, ergibt sich das meiste eigentlich von selbst.
  • Wenn man tatsächlich nicht weiter wissen sollte, dann gibt es eine Hinweis-Funktion die einem mithilfe von Bildern versucht die nächsten Schritte zu vermitteln.

 

Negative Aspekte von Flipping Death

  • Manche Charaktere denken über mehrere Kapitel hinweg immer nur das selbe.
  • Die Physik des Spiels kann teilweise ein bisschen nervig sein, vor allem wenn man sie nutzen muss um irgendwelche Rätsel zu lösen.
  • Das Spiel hat eigentlich nur einen einzigen Ort zu bieten der von Anfang bis Ende mit kleineren Änderungen recycelt wird. Und die zwei Kapitel die mal ein bisschen anders aussehen, spielen eigentlich auch nur auf einer etwas anderen Variation der selben Map.
Flipping Death Reviewed von Jack am 2018-08-13 Rating: 4