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Magnetic: Cage Closed Review

Portal-esque Puzzler
Magnetic: Cage Closed ist ein Puzzle-Spiel im Stile von Portal, welches allerdings neun unterschiedliche Endings zu bieten hat
Von diesen habe ich jedoch nur eins erspielt und werde mir die anderen auch sparen. Nicht, weil das Spiel schlecht wäre, sondern weil ich jedes Mal von vorne anfangen müsste. Manuelle Savegames gibt es nämlich nicht. Außerdem sollen sich die Durchgänge nicht so sehr voneinander unterschieden. Sicherlich kein Problem wenn man tatsächlich nur eine Stunde und fünfzehn Minuten brauchen würde (welche für das Speedrun-Achievement benötigt werden), aber ich saß circa vier Stunden dran.

Im Gegensatz zu Portal könnte einem das Spiel auch häufiger einen Strich durch die Rechnung machen. Statt einer Portalkanone hat man nämlich eine Magnet-Kanone (so ähnlich wie in Magrunner), wodurch sich Objekte sowohl anziehen als auch abstoßen lassen. Dazu zählt allerdings auch die Protagonistin, was bei diversen Rätseln zwar unabdingbar ist (in denen sie sich selber durch die Luft schleudert oder zumindest schweben muss), aber auch leicht nach hinten losgehen kann.

So bin ich häufiger in Gruben voller Giftgas gefallen oder wurde gar von Stacheln aufgespießt. Ersteres war an einer Stelle wirklich nervig, da ich mich erst an die Decke ziehen musste (wofür es spezielle Felder gibt), nur um mich dann wegschleudern zu lassen. Mit Quicksaves oder sich regenerierender Lebensenergie wäre das erträglicher gewesen.

Magnetic: Cage Closed

Dazu kommen Rätsel in denen Blöcke auf Schalter/Wippen gestellt oder geschleudert werden müssen. Letzteres klappt nur selten wie man will, vor allem wenn Magnetfelder dazukommen. Ich erinnere mich nur an zwei Stellen wo das wirklich nervig war, dort aber dann richtig. Ich habe geschossen und geschossen, aber meine Blöcke wurden ständig weggesaugt. Wirkte mehr wie pures Glück als es endlich geklappt hat.

Dabei sind die meisten Rätsel eher simpler Natur. Wirklich festgehangen habe ich nur in einem Raum mit zwölf Schaltern und vier Blöcken, wo die wichtigsten Schalter hintern Gittern verborgen waren die ich mit den anderen Schaltern öffnen musste. Da sind mir aber ständig die Blöcke ausgegangen um das nächste Gitter zu öffnen. Wirklich schwer war die Lösung aber nicht. Hat mir in der Hinsicht also besser gefallen als das was Magrunner zu bieten hatte, schon weil die Story nicht elendig gestreckt wurde.

Diese hätte allerdings etwas umfangreicher sein können. Es geht nämlich um eine Frau die zum Tode verurteilt wurde und die Chance erhält ihre Freiheit zurückzugewinnen ... wenn sie mithilfe der experimentellen Magnetkanone tödliche Testkammern bezwingt. Der Verantwortliche macht dabei mehr als deutlich, dass er den Gefangenen-Abschaum am liebsten krepieren sehen würde. Die Psychologin, die am Ende eines jeden Kapitels auf den Plan tritt, nimmt sich daran zum Glück kein Beispiel.

Rätsel

Diese stellt einen vor moralische Entscheidungen die kurz vor Schluss zu drei unterschiedlichen Pfaden führen. Die anderen Kammern haben jeweils zwei Ausgänge, dürften aber keine so gewaltige Auswirkung haben.

Man bekommt in einem Durchgang auf jeden Fall nicht alle Kammern zu Gesicht. Wer sich am Ende trotzdem noch nach mehr sehnt, der kann sich an diversen Challenge Maps versuchen. Ist mir bei sowas allerdings nicht wichtig, von daher kann ich euch nicht sagen wieviel schwerer die tatsächlich sind.

Wer solche First-Person Puzzle Games mag, der dürfte mit Magnetic: Cage Closed auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Die Story mag ihr Potenzial nicht wirklich ausnutzen, aber sie erfüllt auf jeden Fall ihren Zweck. Und die Sprecher leisten überraschend gute Arbeit.

 

Abschließende Bewertung



Magnetic: Cage Closed ist ein nettes Puzzle Game dessen Gameplay allerdings ein bisschen schwammig daherkommt und dessen Story ihr Potenzial nicht wirklich ausnutzt. Fans des Genres können aber durchaus mal reinschauen.

 

Positive Aspekte von Magnetic: Cage Closed


  • es gibt neun Endings zu erspielen
  • die Rätsel dürften nur selten ein wirkliches Problem darstellen
  • die Story ist ganz nett, zumal die Sprecher ihre Sache sehr gut machen

 

Negative Aspekte von Magnetic: Cage Closed



  • die Story nutzt ihr Potenzial nicht wirklich aus
  • es ist nicht möglich manuelle Savegames anzulegen, wodurch es eher nervig ist alle Endings zu erspielen
  • das Gameplay ist teilweise sehr schwammig, vor allem da die Protagonistin ebenfalls von den Magnetkräften beinflusst wird
Magnetic: Cage Closed Reviewed von Jack am 2015-11-30 Rating: 3.5