[Review] Path to Mnemosyne - Jack-Reviews.com

[Review] Path to Mnemosyne

 Für dieses Spiel habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Rätselspiel

Path to Mnemosyne ist ein Rätselspiel über ein junges Mädchen das scheinbar eine Art Therapie über sich ergehen lässt indem sie in die Tiefen ihres Gedächtnisses abtaucht um verdrängte Erinnerungen zu Tage zu fördern ... oder so. Wirklich klar ist das leider nicht, aber aufgrund der surrealen Präsentation der Spielwelt würde das zumindest einen gewissen Sinn ergeben. Das Ende hat in dieser Hinsicht auch nicht wirklich geholfen, wobei es scheinbar noch ein zweites gibt das ich allerdings nicht freischalten konnte.

Dazu hätte ich nämlich noch einen Gegenstand einsammeln müssen den ich zwar gesehen habe, aber wo ich keinen blassen Schimmer hatte wie ich an ihn rankommen soll. Also, ich hatte zwar ein paar Ideen, die sind aber allesamt im Sand verlaufen. Und sie waren mir schlussendlich zu zeitaufwendig als dass ich das noch länger hätte probieren wollen. Ich stand außerdem beim ersten Ende bereits komplett auf dem Schlauch obwohl es an der Stelle an der ich festhing so gut wie nichts zu tun gab.

Sprich ich konnte eigentlich nur ein bisschen rumlaufen und das wars dann auch. Bei meinem letzten Versuch ist es mir dann zwar doch noch gelungen das Ende zu erreichen, ich bin mir aber nicht sicher ob ich einfach nur nicht gut genug aufgepasst hatte, oder ob das scheinbar unfertige Rätsel im vorherigen Abschnitt tatsächlich für gelöst werden musste. Letzteres hatte ich aber komplett ignoriert weil ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass es nur dazu da ist den Weg ins nächste Gebiet zu öffnen.



Der Rest des Spiels ist was die Rätsel angeht aber auch nicht wirklich besser. Es stupsts einen zwar anfangs ein bisschen in die richtige Richtung, aber teilweise muss man schon sehr genau hinschauen um zu kapieren was eigentlich zu tun ist. Und das ist an sich auch ganz in Ordnung, aber teilweise hätten die Anweisungen echt offensichtlicher sein können. Schon weil ich selbst ein paar elementare Gameplay-Elemente beim ersten Mal nicht wirklich kapiert habe. 

Darunter die Tatsache, dass man an "Wänden" hochlaufen kann. Das mag rückblickend vielleicht extrem offensichtlich sein, aber die Anzeige die einen darauf hinweist besteht nur aus Pfeilen die nach links und rechts zeigen, und die auch dann noch angezeigt werden wenn man nicht mehr an der Stelle steht wo man zur Seite laufen könnte. Deswegen habe ich einfach nur verwirrt auf den Pfeilen rumgedrückt ohne dass irgendwas passiert ist. Wären die Pfeile einfach auf den Boden gemalt worden, dann hätte es da keinerlei Missverständnisse gegeben.

Am Ende eines jeden Abschnitts gilt es außerdem ein besonderes Rätsel zu lösen für das man die Maus benötigt. Und man wird sogar darauf hingewiesen, dass diese jetzt benutzt werden muss. Das Problem ist nur, dass das Spiel einen nicht darauf hinweist, dass die zuvor gesammelten Erinnerungen nun in das Rätsel integriert werden müssen bevor man tatsächlich damit interagieren kann.

Path to Mnemosyne

Von daher habe ich mich erst mal planlos über den ganzen Bildschirm geklickt, weil ich die Erinnerungs-Anzeige eben für nichts weiter als eine Bildschirmeinblendung gehalten habe die ansonsten keinen Zweck erfüllt. Und sie ist an sich auch komplett sinnlos, weil es keinen Grund gibt warum das Spiel die Erinnerungen nicht einfach selber integriert. Man muss sie immerhin in jedem einzelnen Fall nur auf das Rätsel ziehen, was nun wirklich keine Herausforderung darstellt (wenn man denn kapiert, was zu tun ist...)

Wenn ich darüber hinwegsehe, dann ist das Spiel aber richtig gut designt. Vor allem was die Atmosphäre angeht. Der Grafikstil mag zwar recht simplistisch wirken, aber aufgrund der surrealen Umgebung, der dazu passenden Sounduntermalung und des nicht enden wollenden Pfades der sich immer weiter in die Ferne erstreckt, wird man quasi in das Spiel hineingesaugt. Dass die Musik immer weiter anschwellt je länger man läuft, trägt auch einiges zu bei.

In der Hinsicht ist das Spiel also ganz cool. Ich finde es nur schade, dass es gar kein Achievement für ewiges Vorwärtslaufen zu geben scheint. Das ist zwar nur an einer Stelle wirklich möglich, aber ich hatte schon irgendwie damit gerechnet, dass es sowas geben muss. Aber damit lag ich dann wohl falsch. Oder ich bin einfach nicht lang genug gelaufen.

Rätsel

Apropos Länge: Trotz seiner herausfordernden Rätsel sollte eigentlich niemand länger als 2 Stunden für das Spiel brauchen. Und da ich am Ende scheinbar eine halbe Stunde festhing, kann man die eventuell noch abziehen falls man da schneller durchblicken sollte. Aufgrund der immer schwerer werdenden Rätsel ist das aber vermutlich ganz okay so. Ansonsten hätte ich das nächste Level vermutlich echt nicht mehr geschafft.

Wer kurzweilige Unterhaltung sucht und gerne Rätsel löst, der könnte als durchaus einen Blick riskieren. Storytechnisch mag das Spiel zwar nicht soviel zu bieten haben, aber da die Rätsel sowieso im Vordergrund stehen, ist das vollkommen in Ordnung.




Path to Mnemosyne ist ein gut gemachtes, aber leider auch sehr kurzes Rätselspiel das unter anderem aufgrund seiner surrealen Präsentation zu überzeugen weiß. Man muss allerdings sehr gut aufpassen wenn man tatsächlich das Ende erreichen will.

 

Positive Aspekte von Path to Mnemosyne

  • Es werden viele unterschiedliche Rätsel geboten.
  • Man muss gut aufpassen und nachdenken wenn man die Rätsel lösen will. 
  • Der Grafikstil mag zwar sehr simpel sein, aber aufgrund der surrealen Präsentation wird man quasi in die Spielwelt hineingesaugt.

 

Negative Aspekte von Path to Mnemosyne

  • Die Rätselhinweise sind teilweise zu kryptisch. 
  • Die Qualität der Sprachaufnahmen lässt manchmal zu wünschen übrig.
  • Trotz der komplexen Rätsel sollte eigentlich niemand länger als zwei Stunden für das Spiel brauchen. 
  • Manche Anweisungen waren mir persönlich zu minimalistisch, auch wenn andere die vermutlich komplett offensichtlich finden.
Path to Mnemosyne Reviewed von Jack am 2018-09-26 Rating: 4