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ZU Review

RPG-Maker Puzzle
ZU ist ein RPG-Maker Puzzle-Game welches mittlerweile auf Deutsch, Englisch und brasilianisch Portugiesisch erhätlich ist
ZU erzählt die Geschichte von Allan, einem Jungen der ein Angebot eines mysteriösen Wesens annimmt um eine fremde Welt zu erkunden damit er ein persönliches Ziel erreichen kann. Was dieses ist erfährt man aber erst im Laufe der Zeit.

Ich habe mir das Spiel hauptsächlich runtergeladen weil es nicht nur tolle Grafik sondern auch fantastische Artworks und gute Effekte zu bieten hat. Wie so oft bestand dabei natürlich die Gefahr, dass es nichts weiter als ein Grafikblender ist. Und so leid es mir auch tut, aber genau das ist ZU auch. Es wurde zwar für einen 30-Tage Contest erstellt, aber dabei hat der Entwickler scheinbar mehr Zeit in die Grafik als ins Gameplay gesteckt.

Es wirkt am Anfang zwar toll, immerhin gibt es ein eigenes Menü mit flüssigen Animationen und einer Vielzahl von Fähigkeiten die man erlernen kann, aber schlussendlich ist es einfach nur langweilig.

Zimmer

Man sollte meinen, dass bei einem Puzzle-Spiel die Rätsel im Vordergrund stehen würden, aber die ersten dreißig Minuten von ZU bestehen hauptsächlich aus einer stockend ablaufenden Floßfahrt und vielen Random Encountern die mit dem Standard-Kampfsystem bestritten werden. Diese lassen sich zwar mit einem Item aus dem ersten Gebiet deaktivieren, aber empfehlen kann ich das nicht. Ihr benötigt nämlich Fähigkeiten wie Heilung um den ersten Boss überhaupt bezwingen zu können

Danach erhält Allan ein Instrument mit dem er Lieder spielen kann um Rätsel zu lösen. Das klingt zwar interessant, ist schlussendlich aber eher nervig. Ich musste jedenfalls ständig auf meinen Zettel schauen um zu sehen welches Symbol was bedeutet, immerhin hatte der Entwickler die tolle Idee neben den Richtungstasten noch einen Buchstaben ins System reinzuquetschen.

Ich hing nach dem ersten Gebiet allerdings erstmal fest, denn bevor ich ein neues Lied erlernen konnte musste ich ein Item besorgen von dem ich nicht wusste wo ich es herbekomme. Des Rätsels Lösung: man muss einen Kerl finden der Items verbessern kann und dann die richtige Kombination erraten. Tolles Game-Design. Zum Glück kann man überall speichern.

Danach erlernte ich ein Lied das verschlossenen Türen öffnen konnte ... außer Türen die wiederrum ein anderes Lied benötigten für das ich Rätsel lösen musste für die ich aber erstmal Hinweise sammeln musste...

Von daher durfte ich ewig hin- und herlaufen bevor ich einen weiteren Bosskampf bestreiten durfte. Kurz darauf, nach einer Spielzeit von 1 1/2 Stunden, war es dann auch vorbei. Und ich fand das Ende langweilig, denn das Schicksal der Charakter hat mich in keinster Weise interessiert. Dafür gab es viel zu wenig Flashbacks. Davor gibt es übrigens noch einen Twist von dem Allan tatsächlich überrascht zu sein scheint obwohl Spieler ihn meilenweit kommen sehen dürften.

 

Abschließende Bewertung



Zu ist zwar kein schlechtes Spiel, aber die hübsche Fassade kann das langweilige Gameplay und die dürftige Story auch nicht verbergen.

 

Positive Aspekte von ZU


  • sehr atmosphärisches Setting
  • ein eigenes Menü mit tollen Animationen
  • die deutsche Übersetzung ist durchaus gelungen
  • tolle Grafik, fantastische Artworks und gute Effekte
  • Random Encounter können abgeschaltet werden, allerdings ist das nicht ratsam

 

Negative Aspekte von ZU



  • die Story kann sich nicht wirklich entfalten
  • trotz des Zeitlimites wurde das Gameplay vernachlässigt
  • ein Großteil des Spiels besteht nur aus Kämpfen und Rumgerenne
  • das Instrument ist eher nervig als das es das Gameplay bereichert
  • das Fähigkeitsmenü ist zwar nett, aber nach dem ersten Gebiet hat man bereits so viele Punkte, dass fast alles erlernt werden kann
ZU Reviewed von Jack am 2014-09-12 Rating: 3