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Reamde Review

Neal Stephenson
Reamde ist ein Technothriller von Neal Stephenson, welcher mit einem Erpresser-Virus beginnt und mit einer Terroristenjagd endet
Ich habe sicherlich an die sechs Monate gebraucht um Reamde zu beenden. Und ich wäre immer noch nicht fertig, wenn ich die letzten 300 Seiten nicht überflogen hätte. Dabei fing das Buch eigentlich gut an. So wurde anfangs die Hintergrundgeschichte eines MMORPGs namens T'Rain beleuchtet, welches mit Goldfarmern im Hinterkopf erstellt wurde.

Dessen Spieler werden aber plötzlich von einem Virus namens Reamde heimgesucht. Dieses verschlüsselt wichtige Daten und gibt diese nur für eine bestimmte Summe wieder preis. Diese muss allerdings in T'Rain abgeliefert werden.

Dieses Virus hat allerdings auch eine Gruppe russischer Mafiosi erwischt, welche daraufhin die adoptierte Tochter von Richard Forthrast, dem Erfinder von T'Rain, sowie ihren Freund entführen um die Erschaffer von Reamde ausfinding zu machen. Anstatt sich darauf zu konzentrieren geht es aber irgendwann nur noch um eine Jagd nach Terroristen an der viel zu viele Charaktere beteiligt sind. Russische Mafiosi, eine chinesische Touristenführerin, britische Geheimagenten, arabische Terroristen und so weiter und so fort.

Das ist zwar durchaus eine gute Formel für einen spannenden Thriller, aber leider ertrinkt das Buch in einem Meer aus Exposition. Dadurch lernt man die Charaktere zwar gut kennen, aber wirklich nötig wäre das nicht gewesen. Und an sich sollte es doch reichen den Lesern ein gewisses Bild der Ereignisse zu vermitteln anstatt sie bis ins kleinste Detail zu schildern.

Von daher hätte dieses 1000-seitige Buch vermutlich um 50% seines Inhalts erleichtert werden können, ohne dass dabei irgendwas wichtiges verloren geht. Dann wäre die Handlung vermutlich spannender gewesen. Und das Finale nicht so langweilig.

Witzigerweise musste Stephenson trotz dieser aufgeblähten Story an einer Stelle einen Puma aus dem Hut ziehen um einem der Protagonisten das Leben zu retten...

 

Abschließende Bewertung



Reamde hatte eine Menge Potenzial, aber die Spannung ertrinkt geradezu in einem Meer aus Exposition

 

Positive Aspekte von Reamde


  • die Charaktere wurden allesamt gut ausgearbeitet
  • unter all der Exposition steckt tatsächlich eine gute Story
  • die Welt von T'Rain ist ganz interessant, wenngleich sie etwas zu detailliert beschrieben wird

 

Negative Aspekte von Reamde



  • viel zu viele Charaktere, von denen manche sogar überflüssig sind
  • die Story ertrinkt in einem Meer aus Exposition, wodurch selbst das Finale langweilig wirkt
  • trotz der umfangreichen Story wird an einer Stelle ein Puma aus dem Hut gezogen um einem Charakter das Leben zu retten
Reamde Reviewed von Jack am 2014-05-04 Rating: 3

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