Always Sometimes Monsters Review - Jack-Reviews.com

Always Sometimes Monsters Review


RPG-Maker Review
Always Sometimes Monsters ist ein RPG-Maker Spiel welches teils Lebenssimulation, teils Roadtrip ist
Es gibt meiner Meinung nach nur wenige kommerzielle RPG-Maker Spiele die es wirklich wert sind gekauft zu sein, zumal viele für das was sie bieten einfach nur überteuert sind, aber Always Sometimes Monsters gehört zu den wenigen die ich wirklich empfehlen kann.

Es ist keinesfalls das beste RPG-Maker Spiel das ich kenne. Und die Story hat mich nicht so mitgerissen wie die von To The Moon, aber das Konzept ist sehr interessant und habe ich in Form eines RPG-Maker Spiels noch nie gesehen.

Always Sometimes Monsters ist kein episches Rollenspiel, kein mitreißendes Drama, keine herzerwärmende Romanze. Stattdessen ist es die Geschichte eines gescheiterten Autors der versucht innerhalb von 30 Tagen ans andere Ende des Landes zu reisen um zur Hochzeit seiner Ex zu kommen. Oder seines Ex. Das Spiel lässt einem nämlich die Wahl was für einen Charakter man spielt und welcher Person er hinterherjagt. Wenn ihr wollt könnt ihr sogar einen gleichgeschlechtlichen Partner wählen. Die Charakterauswahl ist dabei als Party getarnt.

Charakterauswahl

Es wäre natürlich interessanter gewesen wenn jeder Charakter eine einzigartige Story gehabt hätte. Aber der Aufwand wäre für ein Indie-Team nicht zumutbar, zumal das Bug-Risiko dadurch ins Unermessliche geschnellt wäre.

Es gibt hier und da aber trotzdem Unterschiede, je nachdem welches Geschlecht und welche Rasse ihr gewählt habt. Mein Charakter, die Frau auf dem Screenshot, konnte sich zum Beispiel nicht als Wachmann verkleiden da ihr das niemand abgekauft hätte.

Das Spiel bietet aber auch unabhängig von den Charakteren viele Wahlmöglichkeiten. Die meisten mögen keinen wirklichen Einfluss auf die Story haben und nach einmaligem Spielen kann ich auch nicht sagen wieviel davon nur Illusion ist, aber mir wurde nie aufgezwungen was ich tun sollte.
  • Nutze ich eine gefundene Safe-Kombination aus und plündere alle Ersparnisse von zwei Indie Entwicklern?
  • Versuche ich mich mit der Frau eines Bekannten anzufreunden oder mache ich sie seelisch fertig?
  • Erpresse ich einen Doktor oder zerstöre gar sein Auto um das Leben eines anderen Menschen zu retten?
  • Bin ich ein egoistisches Arschloch und riskiere das Leben eines Mitbürgers oder versuch ich das Problem friedlich beizulegen?
  • Enthülle ich die Machenschaften eines Großkonzerns oder nehme ich Schmiergeld an und beschönige die Nachrichten?
Und von diesen Entscheidungen stammt auch der Titel des Spiels, denn sind wir nicht alle manchmal Monster? Warum sollte man harte Arbeit auf sich nehmen wenn man auch jemanden ein Messer in den Rücken stechen könnte?

Wer sich wie ein Arschloch verhält kommt in Always Sometimes Monsters sogar schneller ans Ziel. Das Zeitlimit ist aber vollkommen ausreichend. Ich hatte jedenfalls noch 10 Tage übrig obwohl ich oft die längere Methode gewählt habe. Manchmal hat sich das ausgezahlt, manchmal nicht. Das lässt sich wie im realen Leben nie vorhersehen. Aber ich bin froh es in der vorletzten Stadt getan zu haben, denn die schnelle Methode wäre zweifach abscheulich gewesen, auch wenn sie mir vier Tage erspart hätte.

Always Sometimes Monsters Review

Ihr solltet allerdings keine grandiose Story erwarten. Es ist einfach eine Geschichte über das Leben—wenngleich es ein paar extrem unrealistische Situationen gibt und das Ende nicht jedem gefallen wird—und was man daraus macht. Das spiegelt sich auch im Gameplay wieder.

Andere Spiele hätten einem vielleicht spannende Minispiele serviert wenn man einen Job ausführt. Hier gibt es dafür so montone Aufgaben wie Boxen von einem Ende eines Raumes zum andern zu schleppen. Man kann sich zwar an diversen Glücksspielen versuchen, aber das führt schlussendlich nur in den Ruin. Außerdem macht es keinen Spaß sich damit zu beschäftigen.

So gibt es zwar die Möglichkeit Rubbellose zu kaufen, aber diese müssen einzeln aufgerubbelt und Stück für Stück in den Automaten gesteckt werden, was ewig dauert. Genauso wie Blackjack, eine der besten Methoden am Ende noch Geld zu verdienen.

Trotz dieser Macken ist Always Sometimes Monsters aber ein unterhaltsames Spiel, dass ich den ganzen generischen Projekten die hauptsächlich von Standard-Grafiken Gebrauch machen vorziehen würde.

 

Abschließende Bewertung



Always Sometimes Monsters mag kein fantastisches Spiel sein, aber so viele Wahlmöglichkeiten habe ich in einem RPG-Maker Spiel noch nie gesehen

 

Positive Aspekte von Always Sometimes Monsters


  • gute Artworks
  • 7+ Stunden Spielzeit und mehrere Enden
  • das Konzept ist sehr interessant, auch wenn man mehr draus hätte machen können
  • viele Wahlmöglichkeiten, auch wenn die meisten keinen großen Einfluss auf die Story haben
  • ein paar Maps empfinde ich zwar als zu leer, aber im Großen und Ganzen wurde in Sachen Grafik gute Arbeit geleistet

 

Negative Aspekte von Always Sometimes Monsters



  • nicht genug Posen
  • die Anzahl der Wahlmöglichkeiten nimmt zunehmend ab
  • amateurhaft wirkende Fahrtsequenzen da sich die Reifen der Fahrzeuge nie bewegen
  • ein paar Elemente sind unnötig langsam, darunter das Menü, Blackjack und die Rubbellose. Außerdem kann man nicht überall rennen
Always Sometimes Monsters Reviewed von Jack am 2014-05-27 Rating: 4

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