Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!

Jack Reviews - Reviews zu Videospielen, Filmen und mehr!

[Review] The House in Fata Morgana

Visual Novel

The House in Fata Morgana ist eine tragische Mystery Visual Novel deren Story sich über hunderte von Jahren erstreckt. Das Setting ist dabei jedes Mal das selbe: ein mysteriöses Anwesen das angeblich von einer Hexe heimgesucht wird und welches im Laufe der Jahrhunderte nicht nur seine Position wechselt sondern teilweise auch vom Antlitz der Erde verschwindet. Doch egal wie viel Zeit auch verstreicht, ein mysteriöses Dienstmädchen ist stets zur Stelle um neue Einwohner willkommen zu heißen und diesen bis an ihr Lebensende zu dienen. Natürlich ohne selber je zu altern.

Etwas ähnliches passiert zu Beginn des Spiels, mit dem feinen Unterschied dass der neue Herr des Hauses angeblich mit dessen Geschichte in Verbindung steht, auch wenn er sich selber nicht daran erinnern kann. Um seinen Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen wird er daraufhin zu vier Türen geleitet die allesamt als Portale in die Vergangenheit dienen.

Dementsprechend könnte man vermuten, dass es sich hier um eine Kurzgeschichtensammlung handelt, immerhin dauert jede Geschichte nur so drei Stunden und hat außer dem Dienstmädchen und einer anderen mysteriösen Person keine wiederkehrenden Charaktere zu bieten. Selbst die Jahre passen nicht zusammen wenn man bedenkt, dass diese Geschichten dem Herrn des Hauses dabei helfen sollen sich an seine Vergangenheit zu erinnern. Die erste Geschichte beginnt nämlich im Jahr 1603, während die zweite mehr als hundert Jahre danach spielt.

The House in Fata Morgana

[Review] Shadows 2: Perfidia

Für dieses Review habe ich einem Key vom Entwickler erhalten!
Indie Horror

Shadows 2: Perfidia ist ein Indie Horrorspiel in dem zwei Charaktere aus einem Bürokomplex fliehen müssen während finstere Mächte dort ihr Unwesen treiben. Kein sonderlich interessantes Konzept, aber solange die Umsetzung stimmt wäre das ja eigentlich egal. Tut sie aber nicht so wirklich. Das zeigt sich schon innerhalb der ersten paar Minuten, zumindest wenn man den Wachmann Joe auswählt. Dieser ist nämlich gerade dabei seine Schicht zu beenden während er die Überwachungskameras von einem Laptop aus prüft. Also, ich habe zwar noch nie als Wachmann gearbeitet, aber sonderlich professionell wirkt das jetzt nicht. Die Tatsache, dass er währenddessen in einem Schlafzimmer sitzt, hilft da auch nicht wirklich. Ich musste mir extra die Beschreibung des Spiels nochmal anschauen um sicher zu sein, dass es sich hier tatsächlich um einen Bürokomplex und kein normales Apartment handeln soll. Sieht aber in keinster Weise danach aus, immerhin gibt es in jedem Stockwerk nur einen Raum der eventuell als Büro verwendet werden könnte.

Und wo ich gerade bei den Stockwerken bin: diese hat der Entwickler von Anfang bis Ende recycelt um sich vermutlich einiges an Arbeit zu ersparen. Hier und da gibt es zwar kleinere Änderungen, aber im Großen und Ganzen rennt man die meiste Zeit nur durch identische Räume und Korridore. In der Realität mögen viele Stockwerke zwar identisch aufgebaut sein, aber in einem Spiel wäre ein bisschen Abwechslung echt nicht verkehrt. Auch wenn ein einzelner Durchgang höchstens eine Stunde dauert. Beim zweiten Charakter sind die Räume zwar anders aufgebaut (obwohl es das selbe Gebäude sein soll), aber recycelt wird genau so viel. Zumindest würde ich von ausgehen. Ich hatte nämlich keine Lust das Spiel zweimal zu beenden und habe dementsprechend nur kurz in den zweiten Durchgang reingeschaut.

Wachmann

[Review] Thimbleweed Park

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Point and Click Adventure

Thimbleweed Park ist ein Point & Click-Adventure von Ron Gilbert und Garry Winnick, welche in Zeiten von Lucasfilm Games an solch klassischen Adventures wie Maniac Mansion, Zak McKraken und Monkey Island gearbeitet haben. Und eben diese Spiele haben sie als Inspiration herangezogen um mit Thimbleweed Park ein modernes, klassisches Adventure zu entwickeln. So kommt zum Beispiel das für SCUMM typische Verb-Interface zum Einsatz, wenngleich bestimmte Aktionen automatisch ausgeführt werden sobald man die Aktionstaste drückt. Dabei handelt es sich aber meistens um reden oder anschauen, von daher muss man das Interface durchaus verwenden um all die Rätsel zu lösen die in Thimbleweed Park auf einen warten.

Bei diesen haben die Entwickler sich vermutlich an Monkey Island 2 orientiert, gibt es doch sowohl einen Casual Modus als auch einen für hartgesottene Adventure Veteranen. Um mir den bestmöglichsten Eindruck vom Spiel zu verschaffen, habe ich natürlich letzteren gewählt, auch wenn das vermutlich einer der Gründe sein dürfte, warum ich ein paar Mal in die Lösung schauen musste. Ein anderer ist die schiere Masse an Protagonisten, wobei einer von ihnen an einen sehr begrenzten Radius gebunden ist während ein anderer so gut wie nutzlos wirkt.

Letzteres bezieht sich auf einen der Agenten mit denen man das Spiel beginnt. Diese sollen zwar gemeinsam einen Mordfall untersuchen, aber in den meisten Fällen macht es keinerlei Sinn zwischen ihnen zu wechseln. Vor allem wenn man sich irgendwann eine Karte aneignet und damit in Windeseile von einem Ort zum anderen reisen kann. Sie haben auch so gut wie überall die selben Dialogoptionen zu bieten, von daher hätte einer von ihnen auch ein NPC sein können. Mir fällt zwar gerade ein, dass es eventuell dazu dienen könnte sowohl männlichen als auch weiblichen Spielern einen Avatar anzubieten, aber dann hätten die Entwickler auch eine Charakterauswahl einbauen können.

Leiche