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[Review] Ys Seven

PSP Action-RPG
Ys Seven ist chronologisch gesehen der achte Teil der Ys-Serie und hierzulande nur für PSP erhältlich
Wie in jedem Teil landet Adol mal wieder in einem neuen Land und hat natürlich all seine Fähigkeiten vergessen. Im Gegensatz zu The Ark of Napishtim gibt es dafür aber keinerlei Erklärung. Von daher ist er wohl wie ein gewisser Pokemon-Trainer dazu verdammt in jedem Land von vorne anzufangen.

Zusammen mit seinem alten Freund Dogi hat es ihn jedenfalls nach Altago verschlagen, einem Land das von Erdbeben geplagt und den sogenannten Titanos heimgesucht wird. Vor kurzem wurde dort ein mysteriöse Schrein freigelegt den Adol auf Geheiß des Königs untersuchen soll. Dort angekommen hört er eine mysteriöse Stimme und erhält die Macht des ersten Drachen Altagos.

Daraufhin muss er das gesamte Land bereisen und weitere Schreine besuchen um herauszufinden was in Altago eigentlich vor sich geht. Die Story kommt dabei nur sehr langsam in Fahrt und das eigentliche Problem erfährt man erst kurz vor Schluss. Im Vergleich zu den Vorgängern ist das zwar nicht allzu schlimm, aber ich hätte mir durchaus etwas mehr erhofft.

Action-RPG Battle

Das besondere an diesem Teil ist das Kampfsystem. Wie im Vorgänger haben die Gegner verschiedene Schwächen wodurch manche Waffen sehr wirksam und andere komplett nutzlos sind. Ys Seven löst dieses Problem aber besser als The Ark of Napishtim.

Anstatt Adol mehrere Waffen in die Hand zu drücken gibt es diesmal ein Party-System durch das bis zu drei (von maximal sieben) Charaktere sich an den Kämpfen beteiligen können. Später erhält Adol auch die Möglichkeit aus drei Schwertgattungen zu wählen wodurch sich die Party besser variieren lässt.

Außerdem gibt es diesmal keine Magie. Stattdessen kann jeder Charakter bis zu vier Skills ausrüsten welche sich sogar aufleveln lassen. Das muss man auch machen da sie auf Level 0 an spezifische Waffen gebunden sind! Um die Skills einsetzen zu können werden SP benötigt, welche sich zum Beispiel durch normale oder aufgeladene Angriffe sammeln lassen. Danach muss man nur zwei Tasten drücken um sie auszulösen. Währenddessen füllt sich ein weiterer Balken durch den eine Art Superangriff ausgelöst werden kann.

Die meiste Zeit habe ich mich jedoch auf Adol konzentriert und nur gewechselt wenn sein Schwert nichts ausrichten konnte. Die anderen Charaktere greifen zwar von sich aus an, sind aber nicht ganz so effizient. Seltsamerweise nehmen sie weniger Schaden wenn man sie nicht gerade steuert, was vor allem in Bosskämpfen sehr hilfreich sein kann.

Heilung Quest Items

Die Kämpfe gehören aber zu einfachsten der gesamten Serie, was zum einen an der Masse an Heil-Items und eben an der Party liegt. Bei den ersten Bossen bin ich zwar mehrfach gestorben aber danach nur noch beim Endkampf. Sie bieten trotzdem genug taktischen Tiefgang um nicht auf ganzer Strecke zu enttäuschen.

Adol kann übrigens nicht mehr springen, was mit einer der Gründe für die leichteren Kämpfe sein dürfte. Immerhin kann er so keine gezielten Ausweichmanöver mehr ausüben sondern sich nur durch die Gegend rollen. Was ich natürlich ständig getan habe um schnell von einem Ort zum andern zu gelangen.

Es soll aber scheinbar die Möglichkeit geben Angriffe zu blockieren. Davon habe ich ihm Spiel aber nie etwas gehört und es auch nicht als nötig empfunden. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden wäre das vermutlich nützlich, aber die spiele ich ja nie.

Die Kämpfe in Ys Seven machen auf jeden Fall verdammt viel Spaß!

Rätsel Artefakte

Allgemein macht das Spiel eine Menge richtig und so gut wie nichts falsch. Man kann jederzeit speichern, es gibt ein Schnellreise-System mit integrierter Heilung, die Dungeons sind sehr umfangreich und haben einige Rätsel zu bieten, dann gibt es Sidequests, Extra-Bosse, ein Crafting-System...

Es gibt zwar ein paar Dinge die ich kritisieren könnte, aber nichts davon ist wirklich schlimm. So muss man ab einem bestimmten Punkt alle Schnellreise-Punkte nochmal aktivieren. Durch Adols Rumgerolle geht das aber zügig vonstatten und storytechnisch macht es durchaus Sinn. Außerdem wird ein Großteil der Tempel dabei übersprungen, wodurch man sich nur auf neue Bereiche konzentrieren muss.

Außerdem hätten die optionalen Bosse interessanter sein können. Stattdessen waren sie genauso langweilig wie die im Vorgänger, da sie eben nicht wie Bosskämpfe wirken. Es sind einfach nur übermächtige Gegner die später nach einer handvoll Treffer klein beigeben.



 

Abschließende Bewertung



Ys Seven ist einer der besten Teile der Serie. Das Gameplay ist rundum gelungen, es macht so gut wie nichts falsch und obwohl ich die Kämpfe als einfach bezeichnen würden sind sie keineswegs ein Kinderspiel.

 

Positive Aspekte von Ys Seven


  • fantastischer Soundtrack
  • viel Komfort durch Schnellreise, Regeneration, überall speichern...
  • gut designte Dungeons voller Rätsel und Hindernisse
  • unterhaltsames  Kampfsystem bei dem man dank einer Vielzahl von Charakteren aus verschiedenen Kampfstilen wählen kann

 

Negative Aspekte von Ys Seven


  • langweilige Extra-Bosse
  • die Story kommt nur langsam in Fahrt und bietet keinen ordentlichen Antagonisten
  • ein paar Stellen sind frustrierender als sie sein müssten weil das automatische Speichersystem ausgerechnet dort nicht funktioniert