Into the Dark Review - Jack-Reviews.com

Into the Dark Review


Ultimate Trash
Into the Dark ist ein Shooter der Spielern das absolute Trasherlebnis bieten will und nur so vor Anspielungen überquillt
Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich vor ein paar Tagen zum ersten Mal eine Review-Kopie eines Spiels erhalten habe, und das sogar ohne danach gefragt zu haben. Allerdings hat sich schnell Ernüchterung breitgemacht, denn ich habe zwar früher gern trashige RPG-Maker Spiele gezockt, aber meiner Meinung nach funktioniert Trash nur dann wenn er ausversehen entsteht. Die Beschreibung von Into the Dark klang zwar interessant, aber die positiven Aspekte des Spiels halten sich in Grenzen.

Ich habe das Spiel jedenfalls angeschmissen und musst erstmal festellen, dass es den Entwicklern scheinbar zuviel Arbeit war ein Optionsmenü einzubauen. Stattdessen muss man die Einstellungen in verschiedenen Dateien manuell vornehmen. (Laut einem Kommentar gab es wohl eine Settings.exe, allerdings habe ich das Spiel mittlerweile wieder gelöscht.) Das habe ich auch erstmal getan um die Helligkeit anzuheben. Ich hätte auch gerne die Benutzen-Taste geändert—standardmäßig liegt sie auf Enter, was mit einer lahmen Begründung erklärt wird—aber ich habe bei den entsprechenden Einstellungen nicht wirklich durchgeblickt.

Jedenfalls gab es dann erstmal etwas Exposition die eh keine Sau interessiert und nur durch ein paar Artworks glänzt. Danach bin ich in die Haut von Peter "Pete" O`Brannon geschlüpft, einem Kerl mit heftigem Dialekt der andauernd dumme Sprüche klopft. Aus irgendwelchen Gründen dringt er in eine geheime Anlage voller Monster und Soldaten ein um etwas über Projekt Ubersoldat herauszufinden.

Into the Dark Review

Das Handbuch hat mir versprochen, dass ich das Spiel auf zwei Arten angehen kann: entweder ich ballere alles über den Haufen oder ich versuche Rätsel zu lösen beziehungsweise Geheimnisse zu finden die das Vorankommen erleichtern sollen. Klingt an sich ganz nett, ist aber langweilig umgesetzt.

An einer Stelle hat man zum Beispiel die Wahl entweder Nekromantie zu erlernen um einen Soldaten wiederzubeleben (und die Fähigkeit dann für immer zu vergessen) oder allein in den Raum zu gehen um zwei Soldaten über den Haufen zu schießen. Wuhuu, was für ein wahnsinniger Unterschied.

Kann man von daher auch sein lassen, zumal viele Gegner eh mit einem Kopfschuss getötet werden können. Allerdings sieht man nie wieviel Munition man hat oder für welche Waffe die gerade aufgehobenen Magazine sind.

Into the Dark macht übrigens von einem der nervigsten Feature von Adventures Gebrauch: manche Items könnt ihr erst sehen wenn die Story es erlaubt. Das war früher schon dumm und ist es heute immer noch.

Und ich habe keine Ahnung was die Entwickler unter Trash verstehen.
Ja, die Story ist dumm, die grauenhafte Soundabmischung passt zu Trash, Nazis ebenso, es gibt viele schlechte Witze ... aber es ist einfach nicht unterhaltsam! Mir ist egal wie viele Anspielungen auf Popkultur ihr einbaut. Twilight, Iron Sky, The 6th Sense, Schrödingers Katze, und so weiter. Alles bemerkt ... und jetzt? Inwiefern wird das Spiel dadurch lustig?

Teilweise wirkt es sogar wie ein Projekt von pubertierenden Teenies, immerhin gibt es sogar ein Bordell-Level mit im Hintergrund stöhnenden Frauen und einem Vintage-Pornofilm der sogar angeschaut werden kann. Das selbe Level enthält Anspielungen auf Tentakel-Sex. Außerdem beginnt eins der Level mit einem Artwork in dem der Protagonist und seine Partnerin nackt sind.

Into the Dark Trash

Trash der als Trash geplant wurde funktioniert nur selten und Into the Dark ist der beste Beweis dafür. Es sollte vermutlich so schlecht sein, dass es wieder gut ist. Stattdessen ist es langweilig und trieft nur so vor Bugs.
  • es gibt Clipping-Fehler
  • teilweise überschneidet sich die Schrift im Notizbuch
  • ich habe mehrmals beim Levelwechsel Schaden genommen
  • Gegner versinken im Boden, greifen aber weiterhin an
  • ab und zu bin ich auf unsichtbare Hindernisse gestoßen
  • beim Laden eines Spielstands/Levels gibt es regelmäßig Abstürze
  • nachdem ich von einem Geländer gesprungen bin fand ich mich außerhalb der Map wieder
  • in Level 9 spielt das Intro nach dem Laden eines Spielstands nochmal
  • die KI setzt regelmäßig aus wodurch Gegner dumm in der Gegend rumstehen, selbst wenn man auf sie schießt. Das führte zu einem fantastischen Endkampf in dem meine Verbündeten und die Gegner sich blöd angestarrt haben während ich eine Kugel nach der andern in die Köpfe der scheinbar unbesiegbaren Nazis gejagt habe.
Clipping-Fehler

Manche dieser Bugs werden in Steam sogar als Features bezeichnet. Tut mir leid, aber Trashgames müssen nicht gleichzeitig schlecht programmierte Spiele sein. Das ist nur frustrierend, aber keinesfalls unterhaltsam.

Ich verstehe vor allem nicht, warum solch ein schlecht aussehendes Spiel andauernd abstürzt. Das hat angeblich mit dem RAM zu tun, aber ich habe schon wesentlich forderndere Spiele gespielt die niemals abgestürzt sind. Von daher wirkt das einfach nur dahingeschlampt. Und das obwohl die Ultimate Trash Edition eine überarbeitete Fassung sein soll. Ich will nicht wissen wie sich das Original gespielt hat.

Ich bin wirklich froh, dass es nach 4 - 5 Stunden (statt der angepriesenen 10 - 20) vorbei war, auch wenn ich dank unzähliger Abstürze länger dran gesessen habe. Das beste an dem Spiel ist noch das Kinolevel in dem man sich Night of the Living Ded anschauen kann. Macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber der Film ist immer noch besser als das gesamte Spiel. Und dabei mag ich ihn nicht wirklich.

 

Abschließende Bewertung



Into the Dark ist ein langweiliges Trashgame das dank unzähliger Bugs einfach nur schlecht statt unterhaltsam ist. Da helfen auch die ganzen Anspielungen an bessere Werke nicht.

 

Positive Aspekte von Into the Dark


  • gute Artworks
  • die Soundkulisse ist ab und zu ganz nett
  • es gibt seltene Momente in denen es tatsächlich trashig wirkt

 

Negative Aspekte von Into the Dark



  • man kann Gegner beim Spawnen beobachten
  • von einer trashig unterhaltsamen Story fehlt jede Spur
  • kein Optionsmenü (scheinbar gab es eine Settings.exe)
  • der Protagonist hält absolut nichts aus und das Benutzen von Verbandskästen dauert viel zu lange
  • Bugs, Bugs und noch mehr Bugs, wodurch das Spiel einfach nur schlampig programmiert statt trashig wirkt
Into the Dark Reviewed von Jack am 2014-05-23 Rating: 1

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