Apollo Justice: Ace Attorney Review - Jack-Reviews.com

Apollo Justice: Ace Attorney Review

Ace Attorney
Apollo Justice spielt einige Zeit nach Trials & Tribulations und behandelt einen neuen Hauptcharakter
Abgesehen vom Protagonisten hat sich in Apollo Justice nicht viel geändert, auch wenn es im Gegensatz zum Vorgänger tatsächlich neue Features gibt. Diese bemerkt man allerdings kaum da die meisten nur ein- oder zweimal zum Einsatz kommen.

So besitzt Apollo zum Beispiel die Fähigkeit mithilfe eines besonderen Armbands das Verhalten seines Gegenüber zu analysieren, was es ihm erlaubt auffällige Verhaltensmuster zu entlarven. Das ist zwar grundsätzlich gut umgesetzt, aber ein paar Mal musste ich schon sehr genau hinsehen da mir nicht klar war wo die Reaktion erfolgen würde und sie in der Ganzkörperansicht auch nicht gezeigt wird.

Nun aber zur Story:
Eigentlich fängt es interessant an.Man schlüpft zwar in die Haut eines neuen Charakters, aber dieser sieht sich unmittelbar damit konfrontiert as er Phoenix Wright verteidgen muss. Dieser hat vor sieben Jahren seinen Job verloren und verdient seitdem als Piano- und Pokerspieler seinen Unterhalt. Seine letzte Pokerrunde endete allerdings mit dem Tod seines Spielpartners.

Phoenix' Unschuld steht natürlich außer Frage, aber die Story ist trotzdem sehr interessant. Danach geht es allerdings bergab.
Apollo Justice

Es ist nicht so, als wären die restlichen Fälle schlecht, aber es gibt auch keine wirklichen Höhepunkte oder Plot-Twists die mich vom Hocker gerissen hätte. Der zweite Fall ist Anfangs zwar sehr unterhaltsam, aber das hatte sich am zweiten Tag auch erledigt.

Eines der größten Probleme ist aber der Staatsanwalt Klavier Gavin. Er ist ein Rockstar dem die Frauen zu Füßen liegen ... und das wars auch schon. Er macht seinen Job nicht schlecht, aber es geht ihm auch nicht darum die Angeklagten um jeden Preis freizusprechen. Er hilft Apollo sogar und degradiert sich damit zu einem langweiligen Charakter. Selbst Franziska von Karma, die ich absolut nicht leiden kann, wäre ein besserer Gegner gewesen.

Der letzte Fall ist zwar wieder interessant, aber selbst dieses fulminante Finale kommt nicht an das des Vorgängers heran. Außerdem würde ich das Motiv des Antagonisten als schwachsinnig bezeichnen.

Note: 2-
Apollo Justice zwar ein nettes Spiel, erreicht seinen Höhepunkt aber bereits im ersten Fall und geht von da an fast nur noch bergab
Pro
  • der 2.Fall ist anfangs sehr unterhaltsam
  • Im Gegensatz zum 3.Teil gibt es tatsächlich neue Features
  • Phoenix Wright ist zwar nicht der Protagonist, spielt aber weiterhin eine wichtige Rolle
Contra
  • Klavier Gavin ist ein langweiliger Staatsanwalt
  • der Antagonist des letzten Falls hat ein schwachsinniges Motiv
  • die Musik ist nicht wirklich einprägsam und die besten Stücke sind allesamt aus den Vorgängern
  • viele unnötige Flashbacks da diese teilweise Szenen zeigen die man vor wenigen Minuten bereits gesehen hat

Apollo Justice Reviewed von Jack am 2013-07-8 Rating: 3.5