DmC - Devil May Cry Review - Jack-Reviews.com

DmC - Devil May Cry Review

Devil May Cry Reboot
DmC ist das umstrittene Reboot der Devil May Cry Serie, in welchem Dante nichts von seiner Vergangenheit weiß und erst durch seinen Bruder Vergil erfährt das die Menscheit von Dämonen unterjocht wird
Ich muss zugeben, als die ersten Trailer veröffentlicht wurden fand ich Dantes Design absolut grauenhaft und das Gameplay sah im Vergleich zu den Vorgängern eher langweilig aus, aber zum Glück haben sie Dante nochmal überarbeitet und obwohl das langsamere Tempo beibehalten wurde ist es durchaus ein unterhaltsames Spiel. Allerdings fehlt der Coolness-Faktor der Vorgänger. Am Anfang gibt es zwar eine unterhaltsame Sequenz in der Dante nackt von einem Dämon attackiert wird und sich im Flug ankleidet während überraschend günstig platzierte Gegenstände die Sicht auf sein bestes Stück blockieren, aber das war auch schon der coolste Moment des gesamten Spiels.

Davon abgesehen nimmt es sich recht ernst, aber wirklich gestört hat mich das nicht. Allerdings wirkt es so als würde das Spiel bereits am Anfang alles raushauen was es zu bieten hat und somit gegen Ende langweilig werden.



Devil May Cry

Nachdem Dante am Ende der ersten Mission auf Vergil trifft wird er zum Anwesen ihrer Familie gebracht, wo er innerhalb kürzester Zeit eine Axt, eine Sichel und eine Peitsche erhält. Letztere ermöglicht es ihm Gegner/Objekte zu sich zu holen bzw. sich selbst zu Gegnern/Vorsprüngen zu ziehen, je nachdem ob man die dämonische oder himmlische Version verwendet.
Zum Glück waren das aber noch nicht alle Waffen, aber der Rest ist wesentlich besser über das Spiel verteilt. Man ist auch gezwungen öfters zwischen diesern zu wechseln da manche Gegner z.B. ein Schild tragen welches sich nur mit der Axt zerschlagen lässt.

Allerdings wirkt die Steuerung dank der vielen Waffen etwas überladen. Normale Angriffe liegen auf Kreis und Dreieck, für eine dämonische Waffe muss man dann noch R2 gedrückt halten, für eine himmlische Waffe L2, für manche Skills muss man dann auch noch den Stick entsprechend bewegen und falls man zu einer Alternativwaffe wechseln will braucht man auch noch das Steuerkreuz.
Da außerdem L1 und R1 zum Ausweichen dienen ist es mir öfters passiert, dass ich eben genau das getan habe anstatt die Waffe zu wechseln. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran.

Was ich am Kampfsystem nicht sonderlich gelungen finde ist der Devil Trigger. Er hält nämlich nicht sonderlich lange und schleudert Gegner auch noch in die Luft, wodurch man sich erst zu ihnen ziehen muss. Einzig die Tatsache das Dante sich dabei regeneriert ist ganz nützlich. Der Devil Trigger ist allerdings nicht so essenziell wie in den Vorgängern, wenngleich man ihn bei einem Boss auf jeden Fall einsetzen muss da man sonst nicht gewinnen kann.

Davon abgesehen ist das Gameplay aber durchgehend gelungen, auch wenn ich die letzten beide Bosse etwas langweilig fand.

DmC

Jetzt nur noch ein bisschen zur Story. Die ist bei solch einem Spiel zwar nicht besonders wichtig, aber ich fand sie trotzdem nicht schlecht. Im Gegensatz zur ursprünglichen Devil May Cry Reihe hat der Dämonenkönig Mundus nicht nur Dantes Mutter Eva getötet (welche in diesem Setting ein Engel war) sondern auch Sparda bezwungen und für alle Ewigkeit weggesperrt anstatt von ihm besiegt zu werden.

Seitdem unterjocht er die gesamte Menschheit, wenngleich sich nur wenige Menschen dessen bewusst sind da die Dämonen nur im Limbus, einer verzerrten Version der Realität, ihre wahre Gestalt zeigen.
Dort ist man auch die meiste Zeit unterwegs und jegliche Zerstörung die sich auf die Realität überträgt wird vom Nachrichtensprecher Bob Barbas, welcher selber ein Dämon ist, als Anschlag von Terroristen ausgelegt.

Nachdem Dante sich mit seinem Bruder zusammentut setzen sie alles daran um Mundus' Kontrolle über die Menschheit zu schwächen bevor sie ihn selber konfrontieren. Leider hält Vergil sich dabei die meiste Zeit im Hintergrund wodurch er bei weitem nicht so interessant rüberkommt wie in Devil May Cry 3.

Das Konzept finde ich jedenfalls sehr interessant, auch wenn es ruhig noch etwas umfangreicher hätte behandelt werden könnten. Vergil z.B. leitet zwar den Widerstand, aber von seiner Widerstandbewegung sieht man wenn ich mich nicht sehr irre nur ein einziges Mitglied und wirklich aktiv kämpft scheinbar nur Dante gegen die Dämonen während Vergil nur ab und zu Videos hochläd in denen er versucht den Menschen die Augen zu öffnen.
Aus diesem Konzept hätte man sicher mehr machen können.

Note: 2
DmC ist trotz gemäßigterem Gameplay ein gelungenes Reboot. Es fehlt zwar der Coolness-Faktor der Vorgänger, aber dafür hat es eine interessante Story zu bieten
Pro
  • interessantes Storykonzept
  • man kann jederzeit seine Skillpunkte neu verteilen wenn einem Fähigkeiten nicht zusagen
  • gutes Kampfsystem mit 8 verschiedenen Waffen und gut designten Bosskämpfen
  • im Limbo wird die Umgebung selbst zum Feind und man muss schonmal vor sich verengenden Durchgängen flüchten, was wirklich gut inszeniert ist
Contra
  • die Steuerung wirkt ein bisschen überladen
  • der Devil Trigger ist für ein paar Gegner sehr nützlich aber bringt ansonsten kaum etwas
  • Vergil kommt bei weitem nicht so gut rüber wie in Devil May Cry 3 und seine Widerstandsbewegung scheint nicht sonderlich aktiv zu sein
  • die Musik passt zwar sehr gut zum Spiel aber im Gegensatz zum 3. oder 4.Teil finde ich keinen einzigen Song einprägsam
  • die letzten beide Bosse fand ich etwas langweilig
DmC - Devil May Cry könnt ihr auf Steam erwerben

DmC Reviewed von Jack am 2013-06-4 Rating: 4