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[Review] Shadows 2: Perfidia

Für dieses Review habe ich einem Key vom Entwickler erhalten!
Indie Horror

Shadows 2: Perfidia ist ein Indie Horrorspiel in dem zwei Charaktere aus einem Bürokomplex fliehen müssen während finstere Mächte dort ihr Unwesen treiben. Kein sonderlich interessantes Konzept, aber solange die Umsetzung stimmt wäre das ja eigentlich egal. Tut sie aber nicht so wirklich. Das zeigt sich schon innerhalb der ersten paar Minuten, zumindest wenn man den Wachmann Joe auswählt. Dieser ist nämlich gerade dabei seine Schicht zu beenden während er die Überwachungskameras von einem Laptop aus prüft. Also, ich habe zwar noch nie als Wachmann gearbeitet, aber sonderlich professionell wirkt das jetzt nicht. Die Tatsache, dass er währenddessen in einem Schlafzimmer sitzt, hilft da auch nicht wirklich. Ich musste mir extra die Beschreibung des Spiels nochmal anschauen um sicher zu sein, dass es sich hier tatsächlich um einen Bürokomplex und kein normales Apartment handeln soll. Sieht aber in keinster Weise danach aus, immerhin gibt es in jedem Stockwerk nur einen Raum der eventuell als Büro verwendet werden könnte.

Und wo ich gerade bei den Stockwerken bin: diese hat der Entwickler von Anfang bis Ende recycelt um sich vermutlich einiges an Arbeit zu ersparen. Hier und da gibt es zwar kleinere Änderungen, aber im Großen und Ganzen rennt man die meiste Zeit nur durch identische Räume und Korridore. In der Realität mögen viele Stockwerke zwar identisch aufgebaut sein, aber in einem Spiel wäre ein bisschen Abwechslung echt nicht verkehrt. Auch wenn ein einzelner Durchgang höchstens eine Stunde dauert. Beim zweiten Charakter sind die Räume zwar anders aufgebaut (obwohl es das selbe Gebäude sein soll), aber recycelt wird genau so viel. Zumindest würde ich von ausgehen. Ich hatte nämlich keine Lust das Spiel zweimal zu beenden und habe dementsprechend nur kurz in den zweiten Durchgang reingeschaut.

Wachmann

Warum ich keine Lust hatte? Zum einen aufgrund der Tatsache, dass die unterschiedlichen Stories nicht viel bringen wenn selbst der erste Charaktere so gut wie keine Story hat. Er wird halt plötzlich von irgendwelchen finsteren Mächten verfolgt und das wars auch fast schon. Das kann zwar durchaus gruselig sein, aber die wenigen subtilen Effekte (wie Schritte die einem zu folgen scheinen) kommen gegen die Masse an Jumpscares einfach nicht an. Und bei einigen dieser Jumpscares muss ich mich fragen wie der Protagonist überhaupt mit dem Leben davongekommen ist.

Es ist außerdem kein wirkliches schönes Spiel. Das zeigt schon dieser viel zu dunkle und gezackte Schatten mit dem man bei Spielbeginn konfrontiert wird. Nicht nur weil er billig aussieht, sondern weil er mir außerdem erlaubt hat den schlaff rumwackelnden Arm des Protagonisten zu bewundern. Der Charakter an sich sieht in keinster Weise besser aus, weswegen es vermutlich besser gewesen wäre alle Spiegel zu zerschmettern damit man ihn nicht anschauen muss. An einer Stelle hat er außerdem eine sehr lächerliche Reaktion zu bieten.

Nicht gerade das was ich erwartet hätte. Später verhält er sich zwar realistischer, aber es gibt trotzdem lauter kleine Probleme. Wie seine absolute Unfähigkeit Mannequins aus dem Weg zu schieben. Stattdessen muss er sich erstmal eine Brechstange holen um sie wegzuschubsen. Und an einer Stelle kann er eine Tür nicht öffnen weil ein Mannequin daneben steht. Also richtig daneben und nicht irgendwie die Tür blockierend. Da hat ihm wohl der Anblick alleine schon Angst eingejagt oder so.

Tür

Später darf man noch ein paar simple Rätsel lösen, aber die sind echt nicht der Rede wert. Der zweite Charaktere hat da eventuell ein bisschen mehr zu bieten, gibt es doch direkt am Anfang schon sowas wie eine Schleichsequenz wo er sich sogar an die Dunkelheit gewöhnen kann. Aber da habe ich wie gesagt nicht viel gespielt.

Wer unbedingt ein bisschen Horror braucht und sich an Jumpscares nicht stört, der könnte eventuell seinen Spaß dran haben. Mit 5€ ist es immerhin nicht allzu teuer. Wirklich empfehlen würde ich es aber nicht. Dafür hat sich der Entwickler einfach zu wenig Mühe gegeben.


 

Abschließende Bewertung



Shadows 2: Perfidia ist ein sehr kurzes Indie Horrorspiel voller recycelter Level das sich hauptsächlich auf Jumpscares fokussiert. Wer sich daran nicht stört könnte eventuell seinen Spaß dran haben. Empfehlen würde ich es aber nicht.

 

Positive Aspekte von Shadows 2



  • es hat ein paar ordentliche Jumpscares zu bieten
  • die subtileren Effekte sind gar nicht schlecht, es gibt nur nicht so viele von

 

Negative Aspekte von Shadows 2


  • storytechnisch hat es zumindest aus der Sicht von Joe nicht viel zu bieten
  • mit beiden Charakteren dauert es vermutlich höchstens 3 Stunden um das Spiel zu beenden
  • die Level werden ständig recycelt und nach einem Bürokomplex sieht das Gebäude nicht wirklich aus
Shadows 2: Perfidia Reviewed von Jack am 2017-04-01 Rating: 3

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