Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!: August 2016

[Review] The Warlock of Firetop Mountain

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Fighting Fantasy

The Warlock of Firetop Mountain ist eine Adaption des gleichnamigen Fighting Fantasy Gamebooks aus dem Jahre 1982. Im Gegensatz zu Sorcery! wurde es allerdings von Tin Man Games entwickelt, welche ansonsten nur sehr rudimentäre Adaptionen wie The Forest of Doom gemacht haben, sprich digitale Bücher mit ein paar Komfort-Funktionen. Ihr neuestes Werk hat damit aber nichts gemein. Stattdessen ist es eine Art Tabletop-Rollenspiel das sogar ein richtiges Kampfsystem spendiert bekommen hat.

Im Gegensatz zum Original hat man außerdem eine Vielzahl von Helden zur Auswahl die alle ihre eigenen Ziele verfolgen. So gibt es einen Krieger der versucht seine Manneskraft unter Beweis zu stellen indem er so viele Monster wie möglich ins Jenseits schickt, einen Jäger der auf der Suche nach einer gewaltigen Spinne ist, oder eine Frau die damit beauftragt wurde einen mächtigen Dämon in den Untiefen des Gewölbes ausfinding zu machen. Nur eines haben alle Charaktere gemein: sie müssen sich am Ende ihrer Reise dem mächtigen Zagor stellen.

Wie sie ihn erreichen hängt dabei sowohl vom Spieler als auch vom gewählten Charakter ab. So gibt es zwar viele unterschiedliche Pfade die ans Ende führen, aber diese können nicht von allen Charakteren bestritten werden. Manche sind zu groß um sich durch enge Spalten zu zwängen oder zu unaufmerksam um versteckte Pfade zu entdecken. Außerdem gibt es Charaktere  die aufgrund ihrer Mission bestimmte Gebiete nicht betreten können. So konnte einer meiner Helden im zweiten Abschnitt des Dungeons nur nach Osten gehen weil er ansonsten seine Mission nicht hätte erfüllen können.

The Warlock of Firetop Mountain

[Review] Schein

Puzzle Platformer

Schein ist ein Puzzle Platformer in dem ein verzweifelter Mann in einen Sumpf vordringt um seinen verschollenen Sohn wiederzufinden. Dort trifft er ein Irrlicht welches ihm die Fähigkeit verleiht die Welt in einem anderen Licht zu sehen, wenngleich nur in einem geringen Radius um ihn herum. Dadurch kann er unter anderem Plattformen sehen die in der realen Welt nicht existieren.

Im Laufe der Zeit erhält er noch zwei weitere Lichter zwischen denen er nahtlos wechseln kann um Rätsel zu lösen. Teilweise muss er aber auch  magische Lampen verwenden um Mechanismen zu aktivieren die Barrieren anheben oder Plattformen in Bewegung setzen. Funktioniert an sich auch wunderbar und ist mit ein bisschen Grips kein wirkliches Problem.

Das bleibt allerdings nur die ersten Stunden so. Gegen Ende setzt das Spiel nämlich  zunehmend auf grauenhafte Trial & Error-Sequenzen in denen man teilweise punktgenaue Sprünge ausführen muss um ans Ziel zu gelangen. Manche dieser Sprünge müssen außerdem blind ausgeführt werden um Flammenwände oder Dornenranken zu umgehen.

Schein Puzzle Platformer

[Early Access] Momento Temporis: Light from the Deep

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Metroidvania

Memento Temporis ist ein Metroidvania in dem ein junges Mädchen sich auf einem fremden Planeten wiederfindet und herausfinden muss was mit ihr passiert ist. Keine sonderlich interessante Prämisse, aber sie erfüllt ihren Zweck. Daraufhin entscheidet man sich für irgendeine Richtung und hofft auf das beste. Es dauert aber nicht lange bis sich einem die ersten Gegner in den Weg stellen.

Diese kann man entweder mit Schlägen oder Tritten aus dem Weg räumen. Das verbraucht allerdings Ausdauer. Ebenso wie das Blocken von Angriffen. Ist diese verbraucht kann man keine weiteren Angriffe ausführen und bewegt sich außerdem viel langsamer als sonst. Könnte bei einer spärlichen Gegnerdichte durchaus funktionieren, aber hier werden einem teilweise ganze Horden in den Weg geschmissen. Und wenn ich mir den Trailer so anschaue, dann wäre das im Laufe der Zeit nur noch schlimmer geworden.

Nach einer Stunde hatte ich dann aber keine Lust mehr. Nicht nur weil ich ständig gestorben bin, sondern weil ich an einer Stelle auch nicht weiterkam. Dort habe ich zwar meinen ersten Ausrüstungsgegenstand bekommen — Schuhe mit denen sich Wände einreißen lassen — aber danach habe ich es nicht geschafft den Raum wieder zu verlassen.

Momento Temporis

[Review] Sally Face - Episode One: Strange Neighbors

Das Spiel habe ich kostenlos im itch.io Presse-Panel erhalten!
Horror Adventure

Sally Face ist ein sidescrollendes Adventure dessen Protagonist seit dem Tod seiner Mutter eine maskenartige Prothese trägt. Ob sich darunter überhaupt noch sowas wie Gesicht befindet erfährt man in der ersten Episode aber nicht. Genausowenig wie irgendwas das mit Sallys Vergangenheit zu tun hat, von der Herkunft seines Spitznamens mal abgesehen.

Die Story der ersten Episode ist an sich auch nichts besonderes. Sally zieht mit seinem Vater in eine neue Wohnung und lernt danach die Nachbarn kennen. Das einzig außergewöhnliche ist ein Mordfall der sich gleich um die Ecke ereignet hat. Und diesen versucht Sally einfach mal zu lösen. Jedenfalls nachdem er einen anderen Jungen kennenlernt der sich im Laufe der Zeit zu seinem besten Freund entwickeln wird.

Laut Beschreibung soll die Serie auch einige Jahre von Sallys Leben abdecken. Darunter seine Highschool-Zeit und all die Probleme die diese mit sich bringt. Am Ende der Episode bekommt man außerdem einen kleinen Teaser der durchaus Lust auf mehr macht. Worum es sich handelt werde ich natürlich nicht verraten. Schon weil die Episode höchstens eine halbe Stunde dauern dürfte.

Mordfall

[Review] Arcanum: Of Steamworks and Magick Obscura

Rollenspiel

Arcanum ist ein isometrisches Rollenspiel das im Jahre 2001 veröffentlicht wurde, also drei Jahre nach Baldur's Gate und somit auch nach dessen Sequel. Bis vor kurzem habe ich es aber nie ans Ende geschafft, was glaube ich an einem Bug lag. Deswegen habe ich diesmal die hier genannten Patches installiert, wobei ich den High Resolution schlussendlich weggelassen habe. Er hat zwar funktioniert, aber dadurch hatten alle Menüs riesige schwarze Felder drum herum, was ich nicht so hübsch fand.

Das allein hat unter Windows 10 aber nicht gereicht um ein flüssiges Spielerlebnis zu garantieren. Die Ladezeiten waren viel zu lang, mein Lüfter drehte ständig hoch und beim Auswählen von Dialog-Optionen ist das Spiel kurzzeitig eingefroren. Deswegen sollte noch der hier genannte ddraw Fix installiert werden (einfach ins Spielverzeichnis kopieren). Ob die danach genannten Parameter gebraucht werden weiß ich nicht, aber ich hatte sie die ganze Zeit drin. Und damit lief das Spiel auch wunderbar. Jedenfalls bis ich zu lange auf den Karten herumgescrollt habe. Dabei ist es nämlich mehrfach abgestürzt. Und an der Stelle ist der ddraw Fix vermutlich kontraproduktiv.

Vorher konnte ich problemlos aus dem Spiel herauswechseln, auch wenn es danach aufgrund von Grafikfehlern unspielbar wurde. Mit dem Fix befindet sich das Spielfenster aber stets an oberster Stelle. Und wenn es dann mal abstürzt bleibt außer einem schwarzen Bildschirm nichts übrig. Da hilft weder Alt+Tab noch der Taskmanager. Von daher solltet ihr schauen, ob es auch ohne den Fix ordentlich läuft.

Arcanum

[Review] Bear With Me - Episode 1

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten!
Film Noir

Bear With Me ist ein Noir Adventure in dem ein junges Mädchen namens Amber versucht ihren verschollenen Bruder wiederzufinden. Dazu nimmt sie die Hilfe von Ted E. Bear in Anspruch, einem mürrischen Detektiv der sich laut eigener Aussage im Ruhestand befindet. Wenn es um Amber geht kann er aber einfach nicht nein sagen, ganz egal wie widerwillig er sich auch gibt. Das erklärt er dem Spieler in typischer Film Noir-Manier und mit einer wunderbar dazu passenden Stimme.

Ohne den Trailer hätte ich damit nicht gerechnet. Und ich hatte eigentlich nicht vor mir das Spiel in naher Zukunft anzuschauen, immerhin mag ich es nicht ständig aufhören und wer weiß wie viele Monate auf eine Fortsetzung warten zu müssen. Aber dann wurde mir überraschenderweise ein Key angeboten. Und ich habe es keinesfalls bereut, auch wenn nach 1 1/2 Stunden schon die Credits liefen obwohl die Story noch gar nicht wirklich in Fahrt gekommen ist.

Viel bekommt man in der ersten Episode nämlich nicht zu sehen. Eigentlich nur Ambers Haus (beziehungsweise dessen Obergeschoss) und diverse Einwohner von Paper City, einer vermutlich imaginären Stadt die vom "Roten Mann" heimgesucht wird. Wer auch immer das sein mag.

Privatdetektiv

[Review] Lights Out

Horror Film

Lights Out erzählt die Geschichte einer Familie die von einer Kreatur heimgesucht wird die nur in den Schatten existieren kann. Eigentlich eine wunderbare Prämisse für einen schön subtilen Horrorfilm ... wenn da nicht die ganzen Jumpscares wären die jegliches Potenzial im Keim ersticken. Diese werden wie so oft von lauten Geräuschen begleitet die innerhalb der Story keinerlei Existenzberechtigung besitzen. Dabei hätten einige dieser Szenen ohne zusätzliche Soundeffekte sogar besser funktioniert.

Das hätte an der Qualität des Films aber auch nicht viel geändert. Hier und da gibt es zwar subtilere Szenen, aber irgendwelche kreativen Effekte sucht man leider vergeblich. Da hätten sich die Verantwortlichen ruhig ein paar japanische Horrorfilme anschauen können, allen voran The Grudge, welches durchaus passende Effekte für diese Prämisse zu bieten gehabt hätte.

Dann hätte man die Kreatur vermutlich auch erst so ab der Hälfte des Films in ihrer ganzen Pracht zu sehen bekommen. Stattdessen dauert es nur wenige Minuten bis man alles sieht was die Kreatur zu bieten hat. Und kurz darauf kann man sich auch denken was es mit diesem Wesen auf sich hat. Die eigentliche Auflösung lässt zwar länger auf sich warten, ändert an der ursprünglichen Vermutung aber nichts.

Schatten

[Review] I am Setsuna

JRPG

I am Setsuna ist ein JRPG dessen Gameplay von Chrono Trigger inspiriert wurde. Man springt zwar nicht durch Raum und Zeit, bestreitet aber Kämpfe in einem ATB-System das sowohl Zweier- als auch Dreier-Kombos zulässt. Von diesen habe ich allerdings so gut wie nichts gesehen, da die Kombos nur bei bestimmten Skill- und Charakter-Kombinationen verfügbar werden. Diese einzusetzen ist aber nicht wichtig, außer vielleicht wenn man die optionalen Bosse bezwingen will.

Bevor ich weiter aufs Gameplay eingehe, will ich aber erstmal die Story abhandeln. Diese hat mit Chrono Trigger nichts zu tun, wirkt dafür aber wie ein Abklatsch von Final Fantasy X. Sie handelt nämlich von einem Mädchen namens Setsuna das in die Letzten Lande reisen muss um sich selbst zu opfern. Ansonsten würde die Welt in naher Zukunft von der stetig steigenden Monsterpopulation überschwemmt werden. Bei ihrer Reise wird sie unter anderem von Nidr begleitet, einem Krieger den mehr als nur das Aussehen mit Auron verbindet.

Der eigentliche Protagonist ist allerdings ein stummer Söldner namens Endir. Dieser wurde erwählt um Setsuna zu töten, schließt sich aber lieber ihrer Garde an da sie in den Letzten Landen sowieso ihr Leben aushauchen wird. Daraufhin agiert er als Sprechrohr des Spielers, wenngleich keine seiner Entscheidungen auch nur den geringsten Einfluss auf die Story hat.

I Am Setsuna Review

Maria the Witch - Ein komplexer Flappy Bird Klon

Für dieses Review habe ich einen Key von den Entwicklern erhalten
Flappy Birds

Casual Games interessieren mich zwar nicht so wirklich, aber da Maria the Witch ganz nett aussah, habe ich trotzdem mal einen Blick riskiert. 8 Minuten später hatte ich dann aber keine Lust mehr. Das Gameplay wäre an sich zwar okay, die Steuerung finde ich aber einfach nur furchtbar. Wie bei Flappy Bird muss man nämlich ständig eine Taste drücken damit die Hexe in der Luft bleibt. Tut man dies für längere Zeit dreht sie sogar Loopings.

Klingt simpel, führt aber bereits im ersten Level zu vielen Toden. Im Gegensatz zu Flappy Bird sind die Level nämlich um einiges komplexer. So muss man Gegnern ausweichen, Anhöhen erklimmen, Fallen umgehen und dabei Münzen und Briefe sammeln. Laut dem Trailer ist das aber nur ein Bruchteil der Features die das Spiel zu bieten hat.

Wer sowas häufiger spielt könnte vielleicht seine Freunde dran haben. Kostet immerhin nur 0,99€. Empfehlen würde ich es aber nicht. Gibt sicher bessere Casual Games mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Dazu würde ich auch Flappy Bird zählen. Mag um einiges simpler sein, aber dadurch lässt es sich auch schneller meistern.

Da ich nur einen Bruchteil des Spiels gesehen habe (zwei Level des ersten Aktes, wovon es vier geben soll), werde ich mir eine endgültige Wertung sparen. Und ich bezweifle, dass ich es nochmal anfassen werden. Dafür hält mein Backlog zu viele interessantere Spiele parat. Aber eine Sache muss ich noch sagen: die deutsche Übersetzung ist furchtbar.

Maria the Witch

[Review] Stella Glow

Nintendo 3DS

Stella Glow ist ein Strategie-Rollenspiel das von Fans als spiritueller Nachfolger der Luminous Arc Reihe betrachtet wird. Da ich diese nicht gespielt habe, kann ich allerdings keinerlei Vergleiche ziehen. Es ist außerdem der letzte Titel von Imageepoch, da die Firma aufgrund mangelhafter Verkaufszahlen den Bankrott erklären musste.

Das Spiel handelt von Alto, einem jungen Mann der unter Amnesie leidet und dazu auserkoren wurde die Welt zu retten bevor die Hexe der Zerstörung sie mit dem Gesang des Ruins kristallisieren kann. Dazu muss er sich dem Königreich von Regnant anschließen und die verbliebenen Hexen um sich scharen damit diese der Kristallisierung entgegenwirken können.

Das bleibt viele Stunden auch das einzige Ziel des Spiels, wenngleich es durchaus noch mehr zu bieten hat. Die späteren Entwicklungen kann man teilweise aber schon mehrere Stunden im Vorraus kommen sehen. Ihr solltet von daher keine Story voller unerwarteter Wendungen erwarten. Und vom Hocker gerissen hat sie mich jetzt auch nicht. Der eigentliche Fokus dürfte sowieso auf den Charakteren liegen. Und davon hat das Spiel, zumindest im ersten Durchgang, viel zu viele.

Strategie-Rollenspiel