Jack Reviews - AAA Games, Indie Games, Visual Novels und mehr!: August 2014

Kyuuyaku Megami Tensei - Englisch Patch


Kyuuyaku Megami Tensei (Megami Tensei: The Old Testament) ist ein Remake von Megami Tensei und Megami Tensei II welches 1995 für das Super Nintendo erschien. Viel kann ich euch über das Spiel nicht sagen, außer dass es sich die meiste Zeit wie ein Dungeon Crawler spielt und die Kämpfe für die Zeit erstaunlich schnell von statten gehen. Wie in späteren Ablegern der Serie (wie z.B. Persona) könnt ihr dabei diverse Kreaturen rekrutieren damit sie an eurer Seite kämpfen.

Megami Tensei Dungeon Crawler




Und hier könnt ihr euch noch ein knapp zweistündiges Video der Übersetzung anschauen. Das sollte für einen ersten Eindruck allemal reichen.

The Cave Review

Double Fine Adventure
The Cave ist ein Puzzle/Platform-Adventure von Double Fine
Wirklich akkurat ist diese Beschreibung allerdings nicht. The Cave besitzt zwar Elemente von Puzzle/Platformern, aber schlussendlich spielt es sich mehr wie ein Adventure. Das wäre an sich kein Problem, führt in diesem Spiel aber zu unnötig langen Laufwegen.

Das liegt unter anderem daran, dass The Cave sieben spielbare Charaktere besitzt. Diese erleben nicht nur unterschiedliche Geschichten, sondern haben auch noch verschiedene Fähigkeiten zu bieten.
  • Der Ritter - Unverwundbarkeit
  • Der Hillbilly - Unterwasser-Atmung
  • Die Zeitreisende - Teleportation
  • Die Wissenschaftlerin - Computerwissen
  • Die Abenteurerin - Schwingt sich über Abgründe
  • Die Zwillinge - Doppelgänger
  • Der Mönch - Telekinese
Helden

Planetarian Steam Release


Visual Novel

Planetarian ~The Reverie of a Little Planet~ ist eine Kinetic Novel, sprich eine Visual Novel ohne Gameplay oder Entscheidungen. Das mag für manche sicher langweilig klingen, allerdings stammt sie von Key, welche mit Clannad oder Little Busters (nicht dem Anime, wobei Staffel 2 durchaus sehenswert ist) schon tolle Werke abgeliefert haben.

Und ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass Planetarian eine durchaus interessante Geschichte erzählt, allerdings drückt sie nicht so sehr auf die Tränendrüse wie Keys andere Werke. Das wäre bei der kurzen "Spielzeit" auch alles andere als leicht.

Wer noch nie eine Visual Novel gespielt hat sollte also durchaus mal einen Blick riskieren. Nur weil Planetarian kein Gameplay bietet muss es immerhin nicht schlecht sein. Und wenn es euch gefällt könnt ihr euch schonmal darauf freuen, dass auch Clannad in naher Zukunft auf Steam released wird.



One Finger Death Punch Review

http://store.steampowered.com/app/264200/
One Finger Death Punch ist ein minimalistischer Kung Fu Brawler dessen Gameplay sich auf das Drücken von zwei Tasten beschränkt
Als ich One Finger Death Punch startete rechnete ich mit relativ kurzweiliger Unterhaltung, aber als ich es zum ersten Mal beendete war sicherlich eine Stunde vergangen. Das Konzept mag verdammt simpel sein, immerhin muss man nur zwei Maustasten (oder wahlweise die linke und rechte Pfeiltaste) verwenden um Angriffe auszuführen, aber schlussendlich war das Spiel doch komplexer als erwartet.

Die meisten Gegner lassen sich zwar mit einem einzigen Schlag erledigen sobald sie in die Angriffszone kommen, aber später gesellen sich auch farbige Gegner hinzu, welche nur mit speziellen Tastenkombinationen bezwungen werden können. Diese muss man allerdings nicht auswendig lernen da sie in Form von farbigen Balken unter ihren Körpern angedeutet werden. Außerdem müsst ihr nicht die gesamte Kombo auf einmal ausführen.

Ein ähnliches System kommt bei den Brawlern zum Einsatz. Diese Gegner tragen eine Krone über ihren Köpfen und aktivieren ein Kombosystem wenn ihr auf sie einschlägt. Dabei fliegen Anzeigen über den Bildschirm auf die ihr schnellstmöglich reagieren müsst ohne euch zu verdrücken. Je nach Level hält euer Charakter nämlich nur bis zu zehn Schläge aus.

Man muss sich mit diesen speziellen Gegnern aber nicht immer rumschlagen. Es gibt nämlich diverse Möglichkeiten sie mit einem einzigen Angriff zu vernichten. Erschießt sie mit Pfeil und Bogen, bewerft sie mit Messern, oder schleudert gar einen tödlichen Ball in ihre Richtung.

Um diese Waffen zu erhalten müssen allerdings erst andere Gegner bezwungen werden. Normalerweise lassen sich solche Fähigkeiten auch nur ein einziges Mal verwenden, allerdings könnt ihr im Laufe des Spiels passive Fähigkeiten freischalten die euch das Leben massiv erleichtern, wie zum Beispiel "Drei Messer" oder "Drei Bomben". Davon können bis zu drei auf einmal aktiviert werden.

One Finger Death Punch Review

Koudelka Review

Survival Horror Rollenspiel
Koudelka ist ein Survival-Horror Rollenspiel das 1999 für die Playstation veröffentlicht wurde und als Vorgänger zu Shadow Hearts dient
Sowohl Rollenspiele als auch Horror-Games lassen sich problemlos mit einer Vielzahl von Genres kombinieren, allerdings sehe ich keinen Mehrwert darin sie miteinander zu kombinieren. Wie soll sich denn der Horror entfalten wenn ich ihn meinen Fäusten in den Boden stampfen kann? Es kann sicherlich funktionieren, aber die zehn Stunden die ich mit Koudelka verbracht habe konnten mich in der Hinsicht nicht wirklich überzeugen.

 

Gameplay


Es hätte viele Möglichkeiten gegeben die Kämpfe in Koudelka umzusetzen, aber statt zu einem simplen ATB-System wie in Final Fantasy zu greifen kommt hier ein taktisches Kampfsystem zum Einsatz. Sprich die Charaktere, allen vorran physische Angreifer, müssen erstmal über das Schlachtfeld laufen bevor sie zuschlagen können. Sowas ist sicherlich sinnvoll wenn die Fähigkeiten unterschiedliche Reichweiten besitzen und die Charakterpositionierung essenziell für den Sieg ist, allerdings macht Koudelka davon keinen Gebrauch.

An sich gibt es nur eine Sache die ihr beachten müsst: stellt einen physischen Kämpfer vor die magisch begabten Gruppenmitglieder damit die Gegner nicht zu ihnen vordringen können. Sobald eine Reihe blockiert ist kann die andere Fraktion diese nämlich nicht durchqueren, egal wieviel freie Felder vorhanden sind. Das klingt schwachsinnig und ist auch eines der größten Probleme des Spiels.

Sollte der physische Charakter sterben und der Gegner über ihn drüberlaufen wars das. Ihr könnt ihn nicht wiederbeleben! Das kann euch vor allem beim Endkampf das Genick brechen.

Und dazu kommen noch unnötige Kamerfahrten am Anfang jeden Kampfes, unnötige Zooms wenn Gegner sterben, und die langweiligste Kampfmusik die ich je gehört habe. Die wird auch bei Bosskämpfen nicht besser. Und die Kämpfe erfolgen natürlich über Random Encounter, auch wenn diese nicht ganz so schlimm sind wie in manch anderen RPGs.

Koudelka Review

House / Hausu Review

Hausu Japan Horror
House/ Hausu ist ein japanischer Horrorfilm aus dem Jahre 1977
Hausu ist seltsam. Sehr seltsam. Ich hätte ihn vermutlich nichtmal geschaut wenn er nicht bei der Cinema Obscura-Nacht auf dem Sommer-BMT 2014 gezeigt worden wäre.
Anfang wirkt er nichtmal wie ein Horrorfilm. Eher wie eine abgedrehte Komödie über Teenager die sich nur mit Spitznamen wie Gorgeous, Kung Fu oder Melody ansprechen, und die dazu gezwungen sind bei Gorgeous' Tante ihren Urlaub zu verbringen da ihre ursprüngliche Pläne ins Waffer gefallen sind.

Bevor sie sich auf die Reise begeben lernt Gorgeous aber noch ihre neue Mutter kennen. Ein Moment der von der Ausführung her sehr an einen Bollywood-Film erinnert. An sich hat nur noch die Tanzeinlage gefehlt.

Danach gehts aber endlich los. Bei der Zugfahrt wird dann schonmal einer von vielen "tollen" Effekten präsentiert: ein billiges Landschaftspanorama welches eigentlich nichts in einem Realfilm zu suchen hat. Und dazu kommt ein ebenso billiger Regenbogeneffekt. Allerdings soll das scheinbar so sein. Wundert mich auch nicht wirklich, denn verglichen mit dem Rest ist das noch harmlos.

House Review
Die Qualität ist eigentlich besser, aber da ich den Film
nicht besitze musste ein Trailer als Bildquelle herhalten

Mikoto Nikki Review

rpg-maker horror
Mikoto Nikki ist ein kurzes RPG-Maker Horrorspiel in dem ein Junge die Vergangenheit eines Mädchens ergründet in das er verliebt ist
Mikoto Nikki beginnt mit der Liebeserklärung des Protagonisten Matarou an Mikoto. Obwohl diese zu den beliebtesten Mädchen der Schule gehört entscheidet sie sich spontan ihn zu sich nach Hause einzuladen und ihm sogar getwas zu Essen zu kochen. Und daraufhin beginnt auch schon das Spiel. Wenn man es denn so nennen kann.

Das Gameplay beschränkt sich nämlich darauf in Mikotos Haus—welches aus gerade Mal sechs Maps besteht—hin- und herzulaufen um Teile ihres Tagebuch aufzuspüren und somit ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Was dieses ist kann ich natürlich nicht verraten, dafür ist das Spiel einfach zu kurz.

Mikoto Nikki

Five Nights at Freddy's Review

Horror Managment
Five Nights at Freddy's ist ein Indie-Horrorspiel bei dem Energiemanagement und schnelles Reaktionsvermögen gefragt sind
Da Five Nights at Freddy's neben dem Silent Hills Teaser (den ich mangels PS4 nicht spielen kann) momentan als besonders gruseliges Erlebnis zu gelten scheint konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen einen Blick zu riskieren, zumal das Gameplay absolut nichts mit anderen Horrorspielen gemein hat. Statt durch irgendeinen Ort zu irren und Monstern aus dem Weg zu gehen muss man sich nämlich mit einer stationären Position und Überwachungskameras begnügen.

Der Protagonist arbeitet als Wachmann bei Freddy Fazbear's Pizza, einem Laden der Animatronics einsetzt um seinen Kunden ein ganz besonderes Erlebnis zu bieten. Allerdings führen diese Nachts ein Eigenleben und müssen deswegen im Auge behalten werden. Soweit, so interessant, aber das Gameplay würde niemals funktionieren wenn auch nur irgendjemand in dem Laden klar denken könnte.
  • Warum werden die Roboter nicht weggesperrt?
  • Warum sitzen die Wachmänner in ungeschützen Räumen?
  • Warum verbraucht eine geschlossene Tür Energie und warum öffnet sie sich wenn die Energie aufgebraucht ist?
  • Warum gibt es genau vor der Wachstation tote Winkel die man nur mithilfe von Lichtern (die natürlich Energie fressen) erleuchten kann?
  • Wer würde für einen Hungerslohn fünf Tage in der Woche sein Leben riskieren?
Wer über die nicht vorhandene Logik hinwegsehen kann könnte aber durchaus seinen Spaß an dem Spiel haben. Allerdings solltet ihr nichts gegen Jumpscares haben. Darauf basiert nämlich ein Großteil des Spiels.

Five Nights at Freddy's

LiEat III Review

WOLF RPG Editor
LiEat III ist der letzte Teil der LiEat-Reihe (LiEat II, LiEat), einer kurzen Rollenspielserie die mit dem WOLF RPG Editor erstellt wurde
Gameplaytechnisch hat sich seit dem letzten Teil nicht viel getan. Die Kämpfe sind allesamt einfach und schnell, vor allem mit den leicht zu findenden übermächtigen Waffen, und die Heilitems sind größtenteils nutzlos, da selbst an den unsinnigsten Stellen Betten rumstehen.

An einer Stelle gilt es ein kurzes Mysterium zu lösen, wozu man aber nur zwischen ein paar Räumen hin- und herlaufen muss, und kurz darauf muss Efina die Unterstützung von drei Drachen annehmen um simple Rätsel zu lösen. Das ist zwar nicht weltbewegend, aber dafür etwas abwechslungsreicher als die Vorgänger.

Wirkliche Fortschritte gab es allerdings nur in Sachen Story, auch wenn sie nicht so final wirkt das sie nicht fortgesetzt werden könnte.

LiEat III

Chaos;Head (Visual Novel) Review

Science Adventure Series
Chaos;Head ist der erste Teil von 5pb.'s Science Adventure-Serie, zu der auch Steins;Gate und Robotics;Notes gehören
Chaos;Head erzählt die Geschichte von Takumi Nishijo, einem in Shibuya ansässigen Otaku der den ganzen Tag über in seiner Containerwohnung hockt, MMORPGs spielt und sich in Message Boards rumtreibt. Er geht nur alle paar Tage zur Schule und schreibt die wichtigsten Prüfungen mit um seinen Abschluss zu erhalten. Er vermeidet allerdings jeglichen Kontakt zu seinen Klassenkameraden, da er keine Ahnung hat wie er mit diesen reden soll.

Einzig der Frauenheld Daisuke Misumi sowie Takumi's Schwester Nanami reden regelmäßig mit ihm, aber selbst diese Gespräche sind eher einseitiger Natur. Und wenn Takumi mal den Mund aufmacht stammelt er nur vor sich hin.

Es kommt allerdings noch schlimmer! Takumi hat eine sehr lebhafte Vorstellungskraft und wird ständig von Tagträumen geplagt. Diese sind entweder positiver (z.B. das ein fremdes Mädchen ihm plötzlich ihre Liebe gesteht) oder negativer Natur (z.B. ununterbrochenes Pochen an seinem Container).
Diese sogenannten Delusion Trigger sind eins der wenigen interaktiven Elemente der Visual Novel. Man muss nämlich selber auswählen ob Takumi einen Tagtraum hat und was es für einer ist. Für die Handlung ist das aber komplett irrelevavant. Es ist zwar wichtig um ein optionales Ende zu erspielen, aber das lohnt sich absolut nicht. Und für die anderen Endings ist nur eine einzige Entscheidung kurz vor Schluss wichtig.

An sich sind die Delusion Trigger ein interessantes Gameplay-Element, zumal an manchen Stellen nicht klar ist ob der Traum nicht doch real ist. Allerdings erschöpfen Takumis Vorstellungen sich recht schnell, vor allem die positiven, wodurch ich sie mir am Ende nicht mehr angeschaut habe.


Deutsche RPG-Maker Projekte - 1.August 2014

Vorherige Auflistungen

18.Mai 19.Mai 7.Juni

Es ist schon wieder geraume Zeit seit der letzten Liste vergangen, aber wirklich viel hat sich nicht getan. Schlussendlich sind nur drei Vollversionen und eine Demo erschienen, und leider kann ich euch nur eins der Projekte empfehlen. Aber vielleicht sind eure Ansprüche nicht ganz so hoch wie meine.

Zwischenzeitlich gab es zwar auch die Auswertung des Ten Word Contest mit interessant aussehenden Projekten, aber davon wurde noch keins veröffentlicht.

Wer sein Spiel vermisst muss sich melden damit ich es nachtragen oder zumindest fürs nächste Mal vormerken kann. Interessante Vollversionen könnte ich natürlich auch direkt reviewen.

Vollversion: Agoraphobia

rpg-maker horror

Story: Agoraphobia erzählt die Geschichte von Fiona, einem jungen Mädchen das ihre Eltern verloren hat und die mit ihrer Tante und deren Butler in einem prächtigen Anwesen wohnt. Eines Nachts hallt ein mysteriöser Schrei durchs Haus und daraufhin versinkt Fiona in einem Alptraum.

Features:
  • Eine nicht-lineare Handlung, welche sich in dem unheimlichen Anwesen von Tante Margaret entfaltet und auf mehrere Enden hinauslaufen kann
  • Spiel mit Licht und Schatten: Lichteffekte sind nicht nur optischer Natur, sondern auch mit dem Gameplay verzahnt und beeinflussen das Verhalten der Kreaturen die das Anwesen heimsuchen
  • Dynamische Schockeffekte und Begegnungen welche durch die Handlungen des Spielers beeinflusst werden
  • Dynamische Soundkulisse welche sich der jeweiligen Situation anpasst Du bist
  • Gegner verfolgen den Spieler durch das gesamt Haus

Meinung: Agoraphobia ist ein gelungenes Horrorspiel das allerdings unter seiner Clocktower-Inspiration leidet und schlussendlich noch wesentlich mehr in Sachen Schockeffekte hätte bieten können.