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Metal Gear Acid Review

Metal Gear Acid Review
Metal Gear Acid ist ein Spinoff der Metal Gear-Serie dessen Gameplay rundenbasiert ist und mithilfe von Sammelkarten gesteuert wird
Ich bin zwar ein Fan der Metal Gear-Serie, aber um Metal Gear Acid habe ich lange Zeit einen Bogen gemacht da es nicht zur Hauptserie gehört und ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein rundenbasiertes Metal Gear überhaupt funktionieren kann. Aber da die meisten Reviews positiv zu sein schienen, habe ich es mir endlich mal zu Gemüte geführt.

Das Gameplay ist zwar einigermaßen solide, aber der Versuch zu schleichen geht selten gut aus, vor allem am Anfang, wenn man nur wenige Karten zur Auswahl hat. Von daher ist es wesentlich sinnvoller Gegner zu töten bevor sie Alarm schlagen können. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn selbst wenn man direkt vor einem Gegner steht garantiert das nicht, dass auch nur ein einziger Treffer sitzt. Selbst Gegner die ohnmächtig am Boden liegen können verfehlt werden! Und ein Sniperschuss von hinten ist scheinbar so langsam und vorhersehbar das die Gegner noch Zeit zum Ausweichen haben!

Das ist schon schwachsinnig genug, aber in der letzten Mission musste einer meiner Charaktere auf eine Computerkonsole schießen, aber entweder war er besoffen oder die Maschine lebendig, denn selbst dort gingen einige Schüsse ins Nichts.

Es gibt zwar Karten mit denen man immer trifft, aber ich habe kein Interesse Platz in meinem limitierten Deck zu verschwenden nur um schlechtes Game-Design auszugleichen.

Metal Gear Acid Gameplay

Das Gameplay hat allerdings noch mehr Schwächen. So kann man nur eine bestimte Anzahl an Karten verwenden und die bestimmen auch wann man wieder dran ist. Das macht bei einem rundenbasierten System natürlich Sinn, aber selbst für simple Aktionen wie hinlegen oder drehen darf man eine Karte verschwenden. Und die meisten Waffen lassen sich nur verwenden indem man sie zuerst ausrüstet und danach auf eine Waffenkarte mit der selben Munition hofft um sie zu laden.

Das Gameplay strotzt vor Macken


Und was, wenn man eine ganz bestimmte Karte braucht um weiterzukommen, wie C4 zum Beispiel? Nunja, dann darf man die Karten immer und immer wieder wegwerfen, stets darauf hoffend endlich die Richtige zu erhalten.
Diese nehmen natürlich auch Platz im Inventar weg, was vor allem bei den Schlüsselkarten nervig ist. Es gibt zwar Karten die das Inventar von 2 auf 4 und später auf 9 Plätze erweitern, aber die muss man auch erstmal ziehen. Es ist wirklich "spaßig" wenn man in einer Mission zwei Schlüsselkarten braucht und der Charakter der sie trägt keinen Platz für Waffen hat.

Metal Gear Acid Review

Einzeln wären diese Elemente sicherlich erträglich, aber in der Summe führen sie zu einem extrem nervigen Spielerlebnis. All das ist aber noch harmlos im Vergleich zu einer einzigen Mission im letzten Drittel des Spiels.

In dieser muss man versuchen aus einer Anlage zu entkommen in die man in der vorherigen Mission eingedrungen ist. Die Flucht wird durch ein begrenztes Sichtfeld erschwert, durch das man Gegner oft erst sieht wenn sie vor einem stehen. Außer man besitzt ein Nachtsichtgerät, welches ich aber nicht gefunden hatte.

Die Dunkelheit ist dabei nicht das Problem, aber wenn einer der Charaktere während dieser Mission beschossen wird verliert er für ein paar Runden die Fähigkeit Gegner zu sehen, selbst wenn sie direkt vor ihm stehen!

Und ja, das ist genauso schwachsinnig wie es klingt, vor allem weil ich dadurch die Mission beinahe von vorne starten durfte. An einer Stelle stand Snake auf dem Ausgang der Map, aber da ich zwei Charaktere hatte musste ich den anderen auf das Feld neben ihm bugsieren. Das war allerdings unmöglich da ein unsichtbarer Gegner es in Beschlag genommen hatte. Der hat sich zwischendurch zwar selbst in die Luft gesprengt, aber das Feld wurde sofort von einem neuen Gegner blockiert.

Schlussendlich habe ich über eine Stunde gebraucht um diese Mission zu beenden, was für einen Handheld-Titel viel zu lang ist. Selbst der Endkampf hat so lange gedauert obwohl er zu 90% nur daraus bestand hin-und herzulaufen und ab und zu auf Metal Gear zu schießen. Die Mission wäre aber vermutlich kürzer gewesen wenn ich vorher gewusst hätte, dass die meisten Waffen überhaupt nicht treffen können.

Das war es größtenteils auch zu meiner Kritik. Hier nur noch ein paar kleinere Dinge für die ich sonst keinen Platz gefunden habe:
  • an einer Stelle sollte ich einen versteckten Kanaldeckel finden. Ich entdeckte ihn indem ich durch Zufall auf irgendein Feld lief das sich nicht vom Rest zu unterscheiden schien
  • eine Rakete ist scheinbar schwächer als C4, denn als ich versucht habe damit ein Loch aufzusprengen ist zwar der Alarm angesprungen aber die Wand hat sich nicht gerührt

 

Story

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Metal Gear Acid hat natürlich auch eine Story. Am Anfang wird ein Flugzeug gehijacked in dem Senator Hach, ein zukünftiger Präsidentschaftskandidat, sitzt. Die Entführer verlangen ein Projekt namens Pythagoras und da der Versuch es zu erlangen fehlschlägt wird Solid Snake ins Feld geschickt um es zu bergen.

Es sollte nicht sonderlich überraschend sein, dass Pythagoras sich schlussendlich als ein Metal Gear entpuppt. Das Spiel bietet zwar eine Menge Twists, wirklich gut fand ich die aber nicht. Teilweise waren sie sogar schwachsinnig. Es wirkte beinahe so als hätten die Entwickler absichtlich eine total verwirrende Story gebastelt nur damit sie lauter Twists reinwerfen können.

Ich hatte am Anfang außerdem das Gefühl, dass ein bestimter Charakter sich als böse entpuppen könnte. Das Foreshadowing erschien aber zu offensichtlich um sich bewarheiten zu können. Und dann kam es natürlich genau so!

Im Vergleich zur Hauptreihe ist Metal Gear Acid jedenfalls ein Witz. Die Story ist schwach, die Charaktere uninteressant, der typische Humor fehlt, das Gameplay ist voller Macken und mit knapp 20 Stunden ist das Spiel viel zu lang. Es scheint zwar einigen Spielern gefallen zu haben, aber für mich ist Metal Gear Acid der schlechteste Teil der Serie. Ich müsste allerdings noch Portable Ops und Metal Gear Acid  2 spielen. Auf letzteres habe ich momentan aber absolut keine Lust.

 

Abschließende Bewertung



The Double ist ein sehr interessanter, aber auch sehr bizarrer Film. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und nicht auf Erklärungen hofft dürfte gut unterhalten werden.

 

Positive Aspekte von Metal Gear Acid


  • taktische Bosskämpfe
  • Rätsel die Zusammenarbeit erfordern
  • gute Artworks in den Zwischensequenzen
  • das Gameplay der Serie wurde einigermaßen gut adaptiert

 

Negative Aspekte von Metal Gear Acid



  • Schleichen ist so gut wie unmöglich
  • mit ~20 Stunden ist das Spiel viel zu lang
  • es gibt keine Sprachausgabe und der Soundtrack ist verglichen mit der Hauptreihe sehr schwach
  • die Story ist trotz vieler Twists langweilig, hat zu offensichtliches Foreshadowing und bietet keinerlei interessante Charaktere
  • viele extrem nervige Gameplayentscheidungen die das Spielerlebnis ruinieren, allen vorran Gegner die in der Dunkelheit plötzlich unsichtbar werden und den Weg blockieren
Metal Gear Acid Reviewed von Jack am 2014-05-17 Rating: 2

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